
Kuba bekräftigte durch den stellvertretenden Außenminister Carlos Fernández de Cossío seine uneingeschränkte und kategorische Verpflichtung gegen terroristische Akte, Methoden und Praktiken in all ihren Formen und Ausprägungen vorzugehen.
„Unser Land hat eine vorbildliche Bilanz im Kampf gegen den Terrorismus und hat seine diesbezüglichen Verpflichtungen erfüllt und wird dies auch weiterhin tun“, betonte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass Kuba den 19 internationalen Übereinkommen zur Terrorismusbekämpfung beigetreten ist und in Übereinstimmung mit diesen rechtliche und institutionelle Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung des Terrorismus umgesetzt hat.
In einer Presseerklärung bekräftigte er: „Kuba hat die Pflicht und Verantwortung, seine Hoheitsgewässer zu schützen.“ Dies geschehe im Einklang mit dem Völkerrecht, das für alle Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten, gelte. „Der Schutz der Hoheitsgewässer ist zudem Teil der nationalen Verteidigung Kubas und eine unverzichtbare Säule für den Schutz unserer Souveränität, des Lebens, der Sicherheit und des Wohlergehens der Kubaner.“
In einem Kontext, in dem die Insel die versuchte Infiltration von zehn Personen an Bord eines in Florida registrierten Schiffes in die kubanische Marine am Mittwoch zu terroristischen Zwecken verurteilte, berichtete Fernández de Cossío, dass die kubanischen Behörden, nachdem die Herkunft des Schiffes festgestellt worden war, die Kommunikation mit ihren US-amerikanischen Kollegen, darunter dem Außenministerium und der Küstenwache, aufrechterhalten hätten.
Er kündigte außerdem an, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde, um den Vorfall vollständig aufzuklären. „Die kubanische Regierung ist bereit, Informationen mit der US-Regierung zu diesem Vorfall auszutauschen“, erklärte er. „Wir werden unter anderem Informationen über die Beteiligten, das benutzte Schiff und weitere Details über die bestehenden Mechanismen zwischen den beiden Ländern anfordern. Die US-Regierungsbehörden haben ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert“, betonte er.
Als Teil der vorläufigen Informationen nannte der Vizeminister die folgenden zehn Personen als an dem Vorfall beteiligt: Cristian Ernesto Acosta Guevara, Conrado Galindo Serrior, José Manuel Rodríguez Castelló, Leordán Cruz Gómez, Amijail Sánchez González, Roberto Álvarez Ávila, Pavel Alling Peña, Michael Ortega Casanova, Ledián Padrón Guevara und Héctor Duani Cruz Correa. Die letzten vier wurden bei dem Angriff getötet.
Zunächst stellte er fest, dass Rolando Roberto Ascorra Consuegra fälschlicherweise identifiziert worden sei, obwohl er nicht Teil der Gruppe war, „er ist allerdings für seine Beteiligung an gewalttätigen Aktionen und Absichten gegen Kuba bekannt “.
Bezüglich der auf dem Schiff sichergestellten Waffen führte er aus, dass Sturmgewehre und Scharfschützengewehre, Pistolen, Molotowcocktails, diverse Angriffsausrüstung, darunter Nachtsichtgeräte, kugelsichere Westen, Sturmbajonette,Tarnkleidung, Munition verschiedener Kaliber, Essrationen für den Kampf, Kommunikationsgeräte und eine beträchtliche Anzahl von Monogrammen konterrevolutionärer Terrororganisationen gefunden wurden.
„Dies ist kein Einzelfall“, erklärte Fernández de Cossío. „Kuba ist seit über 60 Jahren Opfer von Aggressionen und unzähligen Terroranschlägen. Die meisten davon wurden von US-amerikanischem Territorium aus organisiert, finanziert und ausgeführt.“
In diesem Zusammenhang merkte er an, dass die Insel in den letzten Jahren den Anstieg gewalttätiger und terroristischer Anschläge und Aktionen gegen sie sowie die weit verbreitete Straflosigkeit der Organisatoren und Täter verurteilt habe.
Der Karibikstaat hat der US-Regierung regelmäßig Informationen über Personen zur Verfügung gestellt, die gewalttätige und terroristische Akte gegen die Welt gefördert, finanziert und organisiert haben. Dies umfasst die Nationale Liste von Personen und Organisationen, gegen die strafrechtliche Ermittlungen laufen und die von den kubanischen Behörden gesucht werden. Diese Liste wurde gemäß der Resolution 1373 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, den Normen und Grundsätzen des Völkerrechts und dem kubanischen nationalen Recht erstellt.
Konkret stehen zwei der Täter, Amijail Sánchez González und Leordan Enrique Cruz Gómez, auf dieser Liste, die den USA 2023 und 2025 übermittelt worden war. „Die kubanische Regierung wartet noch immer auf Antworten auf Anfragen bezüglich dieser beiden Personen und der Organisationen auf der Liste. Anti-kubanische Gruppen, die in den Vereinigten Staaten operieren, greifen zum Terrorismus, um ihren Hass auf Kuba zum Ausdruck zu bringen und wegen der Straflosigkeit, die sie glauben dort zu genießen“, erklärte er.










