OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Diese Sammlung spricht übern den Armeegeneral als “de Kuabner, der alles für sein Land gegeben hat”  Photo: Estudios Revolución

„Nutzt diese Gelegenheit, studiert …“lautete die Aufforderung von Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, am Dienstagmorgen an die jungen Menschen, die im Portocarrero-Saal des Revolutionspalastes der Präsentation der Ausgewählten Werke von Armeegeneral Raúl Castro Ruz beiwohnten.
 Er begründete dies mit der Notwendigkeit, die Geschichte in einer Welt besser zu verstehen, in der die Wahrheit zu den am meisten verletzten Tugenden zählt und der Kampf für edle Ziele aus der Mode gekommen zu sein scheint. Seine Aufforderung, in die neun Bände voller Substanz und Schönheit einzutauchen, findet sich im von ihm verfassten Vorwort, in dem er erklärt: „Raúl gehörte jener Generation an, die das Leben über alles schätzte und es verteidigte, selbst wenn sie dabei ihr eigenes Leben riskierte.“ 
In anderen Zeilen des Vorworts zu den Ausgewählten Werken versichert Díaz-Canel jedem potenziellen Leser, dass genau dieser Raúl, der Verteidiger des Lebens, derjenige ist, den sie auf den Seiten wiederfinden werden, „in neun intensiven Bänden, die mit seiner wegweisenden Rede zum 65. Jahrestag des Triumphs der Revolution enden“. Er spricht vom Armeegeneral als „dem Kubaner, der alles für sein Land gegeben hat und der den aufopferungsvollen und schwierigen, aber notwendigen und schönen Weg der Kubanischen Revolution immer begleiten wird“.

Vor einhundert jungen Menschen – 50 aus verschiedenen Bereichen der kubanischen Gesellschaft und weitere 50 Schüler des Wladimir-Ilitsch-Lenin-Voruniversitären Berufsinstituts für Naturwissenschaften – betonte Dr. Elier Ramírez Cañedo, Doktor der Geschichtswissenschaften, der die Vorstellung der Sammlung gemeinsam mit dem angesehenen Intellektuellen und Präsidenten der Casa de las Américas, Abel Prieto Jiménez, machte, dass diese an einem 24. Februar stattfinde.
 „Es hätte keinen bedeutsameren Tag, keinen besseren Ort geben können, um über Raúls Ausgewählte Werke zu sprechen“, sagte Elier. Er erinnerte dann unter anderem an die Wiederaufnahme des kubanischen Unabhängigkeitskrieges am 24. Februar 1895 und daran, dass General Máximo Gómez am 24. Februar 1899 aus der Zentralregion der Insel in Havanna einmarschierte. Außerdem wies er darauf hin, dass das Revolutionsdirektorat vom 13. März am 24. Februar 1956 gegründet wurde. und dass am 24. Februar 1976 die erste sozialistische Verfassung Kubas verkündet wurde.


Elier Ramírez betonte er, dass Raúl Castro „seit über sechs Jahrzehnten der Steuermann der kubanischen Revolution  gewesen ist“ und noch immer „den Fuß im Steigbügel hat“.Er verwies anschließend auf das von Ediciones Celia herausgegebene Werk und erinnerte daran, dass dessen Entstehung vor gut vier Jahren in der von Celia Sánchez Manduley gegründeten Institution für Historische Angelegenheiten, begonnen hatte. 
Bekanntlich waren es der damalige Direktor dieses Amtes, Eugenio Suárez Pérez (mittlerweile verstorben), und der Leiter der Direktion für die Erhaltung des dokumentarischen Erbes im Revolutionspalast, Alberto Alvariño Atiénzar, die die ersten Schritte einer Publikation mit über 500 Dokumenten und mehr als 5.000 Seiten sowie über 2.070 Fußnoten initiierten und planten. 
Jeder Band enthalte einen QR-Code, der zu Bildern von Raúl Castro in verschiedenen Lebensabschnitten verlinke. Die Texte seien auf der Website der Kommunistischen Partei und in den nationalen Medien zu finden. Dieses Werk, so betonte er, sei nicht „zur Dekoration von Regalen“ gedacht, sondern vielmehr „von unschätzbarem Wert für junge Menschen“. Der stellvertretende Leiter der Ideologischen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei brachte seinen ausdrücklichen Wunsch zum Ausdruck, dass die Sammlung verbreitet, studiert und geschätzt werde.
WORTE ÜBER EINE “AU?ERORDENTLICHE SAMMLUNG”
Abel Prieto Jiménez begann sein Gespräch mit den rund hundert jungen Leuten, die sich im Portocarrero-Saal versammelt hatten, und mit dem gesamten Publikum mit einem bemerkenswerten Detail: Er merkte an, dass viele zum ersten Mal hier seien und dass der Saal seinen Namen einem Werk der kubanischen Avantgarde-Kunst von René Portocarrero verdanke. Er sprach über das exquisite Glasfenster „Sonne der Amerikanischen Revolution“ des kubanischen Künstlers Mario Gallardo im Palast; und fuhr fort, dass „hier Farne aus der Sierra Maestra, aus dem Escambray-Gebirge, wachsen …“ 
In seinen Betrachtungen zu den Ausgewählten Werken bekräftigte Abel, dass diese Bücher für Kubaner und auch für all jene, die in anderen Teilen der Welt die Insel weiterhin als Vorbild für Standhaftigkeit in Zeiten des Verrats und der Angst angesichts der Drohungen eines grotesken Imperators sehen, von enormer Bedeutung seien.
 Denjenigen, denen die redaktionelle Arbeit gewidmet ist, sagte er, dass ihm die Lektüre der Sammlung ein Verständnis dafür vermittelt habe, was Raúls Führungsstil ausmacht – der sich von dem Fidels unterscheidet, aber gleichzeitig eine Fortsetzung des Vermächtnisses des Comandante en Jefe darstellt, wie es, wie er sagte, auch bei Compañero Díaz-Canel der Fall sei.

Er sprach über den Raúl, der tief von Martí beeinflusst war, und über dessen unermüdliches Engagement als Pädagoge – stets darauf bedacht, dass die kubanische Armee die Bedeutung des Kampfes verstand. Er hob den einzigartigen, umgangssprachlichen und typisch kubanischen Stil des Armeegenerals hervor; und an anderer Stelle bemerkte er, dass Celia in seinen Schriften „wie ein Schutzengel allgegenwärtig“ sei. 
Der Präsident der Casa de las Américas erklärte den Jugendlichen, es sei in diesem Moment unerlässlich, dass die neuen Generationen, Lehrer und Familien die Geschichte kennen, da die Welt unter Vereinfachungen und Verzerrungen leide. Abel warnte vor der schweren kulturellen und ethischen Krise, die unseren Planeten erschüttert.
 Unter den zitierten Aussagen und Äußerungen, die ihm besonders wichtig waren, hob Abel Prieto Raúls Humanismus hervor; seine Philosophie, niemals einen Untergebenen zu demütigen; die Natürlichkeit, mit der er stets über den Tod sprach, seine Loyalität gegenüber Freunden und die Bedeutung, die er der Einheit und der Achtung der Wahrheit immer beimaß. Er sprach in Bezug auf die Ausgewählten Werke davon, dass die Lektüre dieser Werke einer beeindruckenden Reise durch die Geschichte gleiche.

Es war eine Veranstaltung voller patriotischer Gefühle, an der unter anderem der Premierminister Manuel Marrero Cruz, der Organisationssekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, Dr. Roberto Morales Ojeda, der Vizepräsident der Republik, Salvador Valdés Mesa, der Sekretär des Ministerrats José Amado Ricardo Guerra, sowie alle Mitglieder des Politbüros teilnahmen. 

FÜR DIE KOLLEKTIVE ERINNERUNG UND FÜR DIE ZUKUNFT
„Die in diesen Seiten enthaltenen Dokumente ermöglichen es uns, den Lebensweg eines Lebens unter der Revolution und die grundlegenden historischen Ereignisse Kubas der letzten 70 Jahre nachzuzeichnen“, erklärte der Historiker Elier Ramírez Cañedo, stellvertretender Leiter der Ideologischen Abteilung des Zentralkomitees der Partei, bei der Präsentation der Ausgewählten Werke von Raúl Castro Ruz an der Universität von Havanna. 
Die Wahl von Datum und Ort war kein Zufall: An der Universität „lernen wir immer, Revolutionäre zu sein und das Vaterland zu verteidigen“, bekräftigte Daily Sánchez Lemus, stellvertretende Direktorin des Historischen Instituts, die den 24. Februar als einen Tag des Aufstands bezeichnete. Tatsächlich beginnen die Werke, die „ein Geschenk an die kubanische Jugend“ darstellen, mit einem Artikel, den Raúl 1951 in Saeta, der Universitätszeitschrift, veröffentlichte.
 Vor einem Publikum von Studenten – die die neunbändige Sammlung als Geschenk des Nationalkomitees der Union Junger Kommunisten (UJC) erhielten – wurden die Tugenden des Armeegenerals dargelegt, der als Vorbild für mehrere Generationen von Revolutionären beschrieben wurde: einfach, kühn, ehrlich, anspruchsvoll gegenüber anderen und sich selbst.
Die Sammlung, so Ramírez Cañedo, präsentiert den Strategen, Verteidiger und Gestalter der Kubanischen Revolution, den Staatsmann, den Wegweiser: Sie wird zum Leitfaden für Führungskräfte, zur Abhandlung über revolutionäre Ethik, zum ideologischen Arsenal und zur Hymne an die Einheit.
 In diesen komplexen Zeiten müssen diese Werke studiert und diskutiert werden, betonte er, denn sie nähren das kollektive Gedächtnis und die Zukunft, die wir gestalten. 
Diese von Ediciones Celia herausgegebene Ausgabe enthält über 500 Texte, darunter viele bisher unveröffentlichte, und ist Teil der politischen Bewegung, die in unserem Land anlässlich des 100. Geburtstags von Fidel Castro und des 95. Geburtstags von Raúl Castro im Jahr 2026.  Die digitale Version ist seit einigen Monaten auf der Website der Partei und in den Medien des Landes verfügbar.

Photo: Estudios Revolución
Photo: Estudios Revolución
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