OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Endrys Correa Vaillant

Schon in jungen Jahren, als das Leben noch ein Versprechen und keine Gewissheit war, verstand Juan Almeida Bosque es, den Ruf seines Landes zu besingen: siegreich sein oder sterben. 
Er war einer der ersten Soldaten des Vaterlandes und kam an Bord der berühmten Yacht, die die Freiheit verkündete. Später wurde er ein furchtloser Guerillakämpfer, dann ein Militärstratege. Keine Schwierigkeit ließ ihn zurückschrecken, keine Verantwortung scheute er. Er  übernahm sie alle mit vorbildlichem Verhalten und Würde. 
Auch aus Almeida, dem Kommandanten, sprach die Kunst. Der zarte Klang seiner Lieder, die Freude an seiner Musik, sein ständiges Streben nach Kreativität offenbarten ihn als einen der vollkommensten Revolutionäre seiner Zeit.
 Heute, an seinem 99. Geburtstag wollen wir seiner gedenken. Nicht wie jemand, der in einem Fotoalbum blättert, sondern wie jemand, der Kraft für neue Aufgaben sucht. Vorbilder wie seines vergehen nie.
Wir müssen uns dies stets vor Augen halten, wenn die Aufgabe zu groß erscheint, wenn wir unser Engagement für dies große Werk, bei dem niemand zurückgelassen werden soll, bekräftigen müssen. Diese Gewissheit wurde in ihm in jener unvergesslichen Nacht geboren, als Fidel den Befehl zum Anhalten der Yacht gab und alles für das Leben eines Mannes riskiert wurde. Dort begriff Almeida, dass es  bei diesem Werk um den anderen ging. 
Wenn Kraft, Ideale und Träume nötig sind, um uns dem anderen zuzuwenden, müssen wir uns an Almeida erinnern. Wenn der Weg schwieriger wird, wenn die Müdigkeit uns zu übermannen droht und ein Chor der Annexionisten zur Entmutigung aufruft; dann wird aus der Sierra, aus der Geschichte, aus jedem Schützengraben Almeidas kraftvolle Stimme erklingen: „Hier ergibt sich niemand!“