OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: cubaahora.cu

Die Modernisierung des Metallurgiekomplexes José Martí, bekannt als Antillana de Acero, in Cotorro, einem Stadtteil von Havanna, ist ein bedeutendes Projekt für die kubanische Wirtschaft. Es ermöglicht dem Land, den Inlandsbedarf an Stahl zu decken und mittelfristig Exportmöglichkeiten zu erschließen.

Im vergangenen November vereinbarten Russland und Kuba in Moskau, diese strategische Investition zu beschleunigen und sie aufgrund ihrer außerordentlichen Bedeutung – sie wird die Produktion von jährlich rund 160.000 Tonnen Walzstahl ermöglichen – bis Ende 2026 abzuschließen.

Im Rahmen der Modernisierung der Baustoffindustrie soll außerdem die Modernisierung des Zementwerks 26 de Julio in Nuevitas, Camagüey, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Ziel ist es, die Produktionskapazität von 150.000 auf 750.000 Tonnen pro Jahr zu erhöhen. Zudem wird in Santiago de Cuba ein neues Werk, Cementos Moncada, errichtet.

Der Staatshaushalt sient Investitionen von über 173, 6 Milliarden Pesos vor 

Angesichts der schwierigen Lage aufgrund begrenzter Energie- und Finanzressourcen ist es erfreulich, dass unser Land einen ambitionierten Investitionsplan mit einem Budget von 173,662 Milliarden Pesos vorgelegt hat.
Dies wurde im vergangenen Dezember vor der Nationalversammlung der Volksmacht von Premierminister Manuel Marrero Cruz und Wirtschafts- und Planungsminister Joaquín Alonso Vázquez bekannt gegeben.
Konkret umfasst der Plan die Modernisierung von Antillana de Acero und die Fertigstellung der Zementwerke Moncada und Nuevitas. Investitionen in prioritäre Wirtschaftssektoren machen 67 % des Gesamtvolumens aus, wobei rund 95 % in laufende Projekte fließen.
Der Großteil dieser Mittel ist für die Lebensmittelproduktion vorgesehen, darunter Programme für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tabakanbau und Viehzucht.

Es wird auch in erneuerbare Energien investiert, darunter in den Bau und die Inbetriebnahme neuer Photovoltaik-Solarparks, von denen bereits 49 errichtet wurden, sowie in Maßnahmen zur Instandhaltung des nationalen Stromnetzes in Wärmekraftwerken.

Laut den kubanischen Behörden sollen in diesem Jahr rund 5.370 staatliche Wohneinheiten fertiggestellt und mit dem Bau von weiteren 3.790 begonnen werden. Geplant sind Investitionen in die Wasserinfrastruktur, darunter die Umstellung der Energieversorgung für Wasserpumpen, die Erneuerung von Anlagen, Wasser- und Abwassernetzen sowie die Installation von Wasserzählern.
 Darüber hinaus werden 21 Hotels des Tourismusministeriums und 17 Hotels der Gaviota-Unternehmensgruppe modernisiert.
Verbesserungen in der Biotechnologie undim Sozialbereich  
Der ambitionierte Plan umfasst auch Investitionen in die Biotechnologie zur Herstellung von Seren, Impfstoffen und technologischer Ausrüstung sowie in die Produktion von Biopestiziden, Biodüngern und Injektionspräparaten.
Die Instandsetzung von Flugzeugen und der technologischen und speziellen Ausrüstung der Zivilluftfahrtbehörde gehört ebenso zu den nationalen Plänen für 2026 wie Maßnahmen im Telekommunikations- und Ölsektor.
Im Sozialbereich liegt der Fokus auf der Grundversorgung mit Arzneimitteln und anderen Produkten für das nationale Gesundheitssystem, der Umsetzung der Politik zur demografischen Entwicklung, dem Turquino-Plan und der Unterstützung von Einzelpersonen, Familien, Haushalten und Gemeinschaften in schwierigen Lebenslagen.
Bei jedem Projekt ist jedoch höchste Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung unerlässlich.