OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
politischen und ideologischen Arbeit stellen die Hauptprioritäten des Landes darDie Verteidigung des Vaterlandes, die Nahrungsmittelproduktion, die Stabilität des nationalen Stromnetzes und die Verbesserung der   Photo: Ricardo López Hevia

Sancti Spíritus – „Wir müssen mit der Überzeugung arbeiten, dass wir das Vaterland, die Revolution und den Sozialismus bis zum Ende verteidigen werden“, erklärte Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, am Mittwochmorgen während des außerordentlichen Plenums der Partei in dieser Provinz, die Fortschritte macht und über reichlich Ressourcen für den Erfolg verfügt. 
Der Präsident bekräftigte, dass diese Arbeit, die ungeachtet der schwierigen Umstände nicht zum Stillstand kommen dürfe, auf drei Prinzipien beruhen müsse: Einheit, Antiimperialismus und Patriotismus. Mit dem Ziel, den Fortschritt bei der Einhaltung der Beschlüsse des XI. Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei zu bewerten und über die Verpflichtungen der Provinz für das Jahr 2026 nachzudenken, beteiligten sich an dem Treffen auch das Mitglied des Politbüros und Organisationssekretär des Zentralkomitees, Roberto Morales Ojeda, der Leiter der Abteilung für die Betreuung des Sozialsektors des Zentralkomitees, Rolando Yero Travieso, sowie die höchste Führung der Provinz.

IDEEN AM ANFANG
In Sancti Spíritus, stellte Morales Ojeda einen wichtigen Bezug zur aktuellen Lage und den damit verbundenen Bedrohungen her und betonte die Notwendigkeit, jedes Abkommen zügig umzusetzen.
 Nachdem er die Umsetzung des Regierungsprogramms zur Beseitigung von Missständen und zur Ankurbelung der Wirtschaft angesprochen hatte, richtete er mehrere Fragen an die Parteimitglieder, z.B: Wie können wir ein revolutionäres Bewusstsein entwickeln, das uns erkennen lässt, dass alles von unseren eigenen Anstrengungen abhängt?
 An anderer Stelle seiner Ausführungen hob er hervor, dass die jüngsten Ereignisse – Kubas Ehrung seiner 32 im Kampf gefallenen Söhne  – über jegliche berechtigte Unzufriedenheit unter den Kubanern hinaus beweisen, dass „unser Volk der Revolution zutiefst verbunden ist“.

Später erläuterte Deivy Pérez Martín, Erste Sekretärin des Provinzkomitees der Partei in Sancti Spíritus, den Anwesenden detailliert die im Jahr 2025 erzielten Erfolge und ging darauf ein, wie das Regierungsprogramm zur Beseitigung von Missständen und zur Ankurbelung der Wirtschaft umgesetzt wird. 
Zahlreiche Indikatoren zeigten in der Provinz im laufenden Zeitraum positive Ergebnisse. Dies berichtete die Erste Sekretärin und verwies auf den Zuwachs an Parteimitgliedern und der  Basisorganisationen sowie auf einen politischen Prozess – genannt „Sancti Spíritus in Bewegung“ –, der alle Kräfte mobilisiert und koordiniert, um das Leben in der Provinz zu verbessern.

HIER IST DAS WICHTIGSTE DAS “WIE”
Die Plenarsitzung in Sancti Spíritus wird, wie die anderen auf der Insel, fortgesetzt. Dies bestätigte Morales Ojeda und kündigte ein weiteres Treffen Ende des ersten Quartals dieses Jahres an. „Dies darf nicht einfach nur ein weiteres Treffen sein“, betonte er und hob hervor, wie wichtig es sei, dass sich jedes Mitglied frage, was anders gemacht werden könne.
 Morales Ojeda merkte an, dass die Provinz zwar Fortschritte mache, diese aber nicht ausreichten. Die gegenwärtig besonders komplexen Bedingungen erforderten, dass die Partei auf die Einhaltung aller Vereinbarungen bestehe. 
Der Organisationssekretär des Zentralkomitees betonte, dass Disziplin, ohne dabei in Extremismus zu verfallen, das wichtigste Merkmal der Parteimitglieder sein müsse. Neben der Disziplin hob er die Prioritäten hervor, die die Arbeit der Organisation weiterhin bestimmen müssten. In diesem Zusammenhang nannte er die Landesverteidigung, die Lebensmittelproduktion, die Stabilität des nationalen Stromnetzes und die Verbesserung der politischen und ideologischen Arbeit. „Wir müssen über beschreibende Analysen hinausgehen“, betonte er und fügte hinzu, dass es notwendig sei, darüber nachzudenken, wie Probleme gelöst werden können.

WEITERE BETRACHTUNGEN ZUR KOMMUNISTISCHEN PARTEI
„In Zeiten wie diesen ist die Rolle unserer Kader von entscheidender Bedeutung“, erklärte Morales Ojeda an anderer Stelle des Treffens. Er sprach auch über die Wichtigkeit auf kompetente Kader zählen zu können, mit starken ideologischen Überzeugungen, die bereit sind, sich den Problemen zu stellen.
Darüber hinaus betonte er die Notwendigkeit einer strengen Kontrolle über die Einhaltung jedes Beschlusses und einer engeren Verbindung zur Basis. 
INTENSIVER, KOHÄRENTER, FORDERNDER 
Präsident Díaz-Canel Bermúdez betonte in beiden Plenarsitzungen den unbedingten Willen, nicht aufzugeben und die Arbeit fortzusetzen, ungeachtet der Komplexität der Lage. Ausgehend von Sancti Spíritus sprach er darüber, dass die Szenarien nach dem 3. Januar noch komplexer geworden seien. In diesem Zusammenhang hob er hervor: „Jetzt müssen wir den Geist des Plenums (des 11. Plenums des PCC) auf intensivere, kohärentere und forderndere Weise umsetzen.“ 
Er sprach vom Niedergang imperialer Systeme als einer der gefährlichsten Phasen, da diese „dazu neigen, Probleme mit der Sprache des Krieges zu lösen“. „Deshalb“, sagte er, „haben wir eine ganze Reihe von Prioritäten für diesen Moment festgelegt, mit der Prämisse, dass wir uns vorbereiten müssen.“ 
Er betonte, dass ein hohes Maß an Funktionsfähigkeit von der Partei, allen Institutionen, der Regierung, dem Staat, den Streitkräften, den Massenorganisationen und den gesellschaftlichen Organisationen erforderlich sei. Er hob hervor, wie wichtig es sei, stets nach Wegen für die Beteiligung der Bevölkerung an allen unseren Vorhaben zu suchen. 
Einen bedeutenden Teil seiner Rede widmete er dem Konzept der Einheit und unterstrich, dass es dabei nicht um „einheitliche Rhetorik“, sondern um „bewusste Einheit“ gehe, um die offene Diskussion aller Themen, denn „Schweigen zerstört die Einheit, Gleichgültigkeit zerstört die Einheit, Kritik und Selbstkritik stärken die Einheit.“


Díaz-Canel warnte davor, dass nicht alle Mängel auf die imperialistische Blockade oder materielle Probleme zurückzuführen seien. Er sprach auch von drei grundlegenden Prioritäten: der Landesverteidigung, der Nahrungsmittelproduktion und der Energieversorgung. 
Der kubanische Präsident betonte, wie wichtig es sei, auch Nicht-Parteimitgliedern die Teilnahme an Sitzungen zu ermöglichen, damit sie ihre Meinungen und Vorschläge einbringen können.
 Das Staatsoberhaupt sprach außerdem davon, die Jugend zu berücksichtigen und stets einzubeziehen, die Beteiligung und Kontrolle der Bevölkerung zu fördern sowie Hindernisse und Verzögerungen zu beseitigen. Er hob hervor, wie wichtig es sei, die nationale Produktion zu steigern, selbst unter den äußerst schwierigen Bedingungen, unter denen wir leben.

EINE PROVINZ UND IHRE KÄMPFE 
Die Erste Sekretärin der Partei in Villa Clara, Susely Morfa González, sprach während der außerordentlichen Plenarsitzung am Mittwoch zwei entscheidende Kämpfe an: den ideologischen und den wirtschaftlichen. Im Anschluss an die Sitzung fasste sie die besprochenen Themen für die Presse zusammen. 
Bezüglich des Wunsches nach einer Stärkung der lokalen und kommunalen Entwicklungsstrategien erklärte sie, es gehe nicht einfach darum, ein Unternehmen oder ein Kleinst-, Klein- oder Mittelunternehmen (KKMU) zu besitzen. Wichtig sei vielmehr eine Lieferkette, die einem konkreten Bedarf entspreche, oder eine Produktion, die zu einer verbesserten Lebensqualität der Bevölkerung führe.
 Sie sprach außerdem über die Verteidigung des Vaterlandes, über Exporte, eine Steigerung der Lebensmittelproduktion und alle lokalen Strategien zur Erreichung der Selbstversorgung. Letzteres Ziel werde zwar erst 2028 oder 2029 erreicht sein, doch angesichts der bereits in diesem Jahr in der Provinz zu bepflanzenden Hektar seien die Ergebnisse bereits jetzt beachtlich.
„Wir haben ein klares Bild davon, welche Gemeinden Potenzial haben und wo wir bei einem bestimmten Produkt eine deutliche Steigerung erzielen können“, erklärte sie.
 Bezüglich der Unternehmensstruktur der Gemeinden merkte sie an, dass man nicht länger davon ausgehen könne, dass sie nur aus drei oder vier Einheiten bestünden. 
Wir müssten eine Gruppe bestehender, starker und gut ausgelasteter Basisbetriebe in sozialistische Staatsbetriebe oder staatliche Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe (KKMU) umwandeln, betonte sie und   fügte hinzu, dass in Villa Clara ein Vorschlag vorliege, der den Gemeinden mehr Autonomie und Stärke in Wirtschaft und Produktion verleihen solle. „All dies, was wir hier erläutert haben, muss von einem soliden ideologischen Kampf, großer Disziplin und einem tiefgreifenden Mentalitätswandel begleitet werden. Die Partei an der Basis und ihre Mitglieder müssen im Zentrum dieser Transformationen stehen.“
Die Vorsitzende der Partei in der Provinz  erklärte: „All dies steht im Zusammenhang mit der Verteidigung des Vaterlandes und dem Wohlstand, den wir für unser Volk erreichen müssen.“ „Der Erfolg liegt im Export, im kontinuierlichen Erwirtschaften von Devisen und zweifellos auch im Glauben an unseren Erfolg.“