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Die ausländischen Investitionen begünstigen die Einführung von Kapital, Technologie und Wissen, die für das Wachstum der Wirtschaft es Landes wichtig sind Photo: Estudio Revolución

„Wir müssen in allen Firmen eine Verpflichtung zum Export entwickeln, denn je weniger wir ausgeben, desto mehr Geld haben wir bei unseren Produktivprozessen im Umlauf““, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel vor den Abgeordneten des Ausschusses zur Beaufsichtigung von Dienstleistungen, die einen aktualisierten Bericht über das Gesetz 118 erhielten, das die ausländische Investition in Kuba regelt.

Die Parlamentarier wurden über das vom Ministerium für Außenhandel und ausländische Investition vorangetriebene Portfolio der Geschäftsmöglichkeiten informiert, das mehr als 500 Projekte in verschiedenen Bereichen umfasst, wobei besonders der des Tourismus herausragt.,

Die Einführung von ausländischem Kapital in unsere Wirtschaft ist heute ein entscheidender Punkt der Entwicklungsstrategie und werde deshalb von der Regierung der USA besonders heftig angegriffen.Trotz des Drucks, dem sich die Investoren und die in unserem Land angesiedelten Firmen ausgesetzt sähen, hätten sie alle eine eindeutige Position bei der Ablehnung des exterritorialen Charakters der US-Gesetze, insbesondere des Helms-Burton Gesetzes eingenommen.

„Niemand ist weggegangen, einige haben neue Projekte vorgelegt und gesagt, dass sie bereit sind, Geschäfte an anderen Orten zu schließen, um hier zu bleiben. Das hat etwas mit dem Potential und der Sicherheit zu tun, die Kuba für die Einrichtung von Geschäften bietet“, sagte Díaz-Canel. Er führte aus, dass die Unternehmer wüssten, wie sehr uns die Verschärfung der kriminellen Blockade und die finanzielle Verfolgung beeinträchtigen, aber sie würden auf die Zuverlässigkeit der Revolutionsführung bei der Einhaltung von Verpflichtungen vertrauen.

Der Präsident wies daraufhin, dass über die Geschäfte, die Einführung von Kapital, Technologie und Wissen zum Wachstum der Wirtschaft des Landes begünstigt werde. „Wir investieren nicht in irgendetwas, sondern in Schlüsselsektoren, denen wir Priorität eingeräumt haben, die ganz klar im kubanischen Gesetz definiert sind, immer unter dem Gesichtspunkt der Verteidigung der Souveränität und der Unabhängigkeit“, sagte er und betonte die Notwendigkeit, die Exporte zu diversifizieren, um den Eintritt von liquiden Finanzmitteln zu ermöglichen, die den von der Revolution in Angriff genommenen sozialen Programmen zugute kommen könnten.

Er unterstrich, dass die Verpflichtung zum Export in den staatlichen kubanischen Unternehmen vorherrschen müsse und daher sei es wichtig, die nationale Industrie zu stärken; dafür müsse man die Produkte beitragen, die von den ausländischen Investoren verlangt würden. „In dem gleichen Maße, wie unsere Produktion sich verzahnt und der ausländischen Investition Produkte und Dienstleistungen zuliefert, wird der Investor weniger auf den Auslandsmarkt zurückgreifen“, fügte er hinzu.

Er stellte fest, dass der Tourismus der Bereich mit den größten ausländischen Investitionen sei und forderte von den Arbeitern dieses Zweiges mehr Effizienz und Rentabilität, weil es sich hierbei, aufgrund ihrer Beiträge zum nationalen Finanzsystem, um eine stabile Einkommensquelle handle. „Deswegen ist er auch Ziel der feindlichen Angriffe, die dem Zustrom von Touristen Hindernisse in den Weg legen und Druck auf die Agenturen ausüben“.

Zuvor sprachen die Minister für Transport Eduardo Rodríguez Dávila, für Binnenhandel Betsy Díaz Velázquez, für Tourismus Manuel Marrero Cruz und der Vizeminister für Kommunikation Ernesto Rodríguez, die ausführten, welche Geschäfte es aktuell mit Jointventures zu gegenseitigem Nutzen gebe. Sie gestanden Schwierigkeiten ein, die sich aus der Langsamkeit der Reaktion des ausländischen Partners, die Verzögerungen bei den Genehmigungen und der Dokumentation und die nicht ausreichende Erfahrung bei der Beschaffung von Rohstoffen ergeben hätten.  

Trotzdem stelle man ein gesteigertes Interesse fest, welches sich auf der Sicherheit für die Bürger, die hohe Qualifikation der Arbeitskraft und die menschlichen Werte der Bevölkerung sowie die Hingabe, mit der die Beschäftigten ihren Beruf ausüben, begründen.