OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudios Revolución

„Die Debatte, die über die Computerisierung der kubanischen Gesellschaft geführt wird, ist heute eine andere, da alle über ein größeres Wissen zu diesem Thema verfügen“.

Das sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez bei den Analysen des Ausschusses zur Überwachung von Dienstleistungen, der vor der dritten ordentlichen Sitzungsperiode der Nationalversammlung der Volksmacht tagte.

Er betonte, dass Computerisierung bedeute, verschiedene Prozesse unterscheiden zu können, sie auf digitalen Plattformen zu unterstützen und sie vollständig in die Gemeinden zu übertragen.

„Es geht nicht einfach nur darum Websites und soziale Netze zu schaffen, sondern auch darum zu unterscheiden, welche Prozesse wir computerisieren müssen“.

In den letzten drei Jahren hätten sich ein Reihe von Räumen konsolidiert, die als Richtschnur dafür dienten, und wo jeder einzelne seine Inhalte verwalten und entwickeln konnte. „Es macht jedoch keinen Sinn, immer die gleichen Wege zu gehen, ganz im Gegenteil, alle Kräfte müssen dafür eingesetzt werden, auf anderen Gebieten Innovationen zu suchen, um anschließend gemeinsam an deren Perfektionierung zu arbeiten“, sagte er.


Díaz-Canel hob hervor, dass wenn man vom Managen, vom Verwalten spreche, es notwendig sei, auch die Qualifizierung und die Gesamtheit der Prozesse einzuschließen, denn nur so werde man den Fortschritt auf diesem Gebiet konsolidieren können.

Was die elektronische Regierung angeht, sagte der Präsident, dass die erste Entwicklungsstufe, die Präsenz, erreicht worden sei. Die zweite Stufe, die Interaktivität, beginne Fortschritte zu zeigen.

Er warnte davor konformistisch zu sein und sagte, man müsse die Inhalte in regelmäßigen Abständen aktualisieren. Er betonte, wie wichtig die wirkliche Interaktion der Führung mit dem Volk über diese Plattformen sei.

Er führte als Beispiel einen Vorfall an, der am Wochenende in den sozialen Netzen stattfand, als Gerüchte gestreut und verbreitet wurden, die den von der Regierung angewandten Maßnahmen widersprachen.

„Sofort erschienen zwei Minister und verschiedene Personen, die bewiesen, dass die Behauptungen falsch waren. Wenn man mit sozialer Verantwortung handelt, rechtzeitig informiert und die Wahrheit transparent wiedergibt, sind wir als Regierung stark“, sagte er.

Was die Entwicklung nationaler Lösungen betrifft, ging der Präsident auf verschiedene von der Universität für Informatik Wissenschaften (UCI) entwickelte Apps wie Todus, Picta und Apklis ein, die er, im Vergleich zu anderen, die keine technologische Souveränität bieten, als solide Lösungen bezeichnete.

Er sagte auch, dass man bereits die nötigen Verbindungen mit der nationalen Industrie eingegangen sei,um das Betriebssystem Nova zu verbessern und es mit Android kompatibel zu machen, damit es von den mobilen Telefonen aus genutzt werden könne.

E-Commerce sei ein Punkt, der noch stärker verfolgt werden müsse. Dazu schlug der Präsident eine Analyse vor, wie man elektronische Geldbörsen und die Zahlungen über elektronische Gateways und die mobilen Telefone eingliedern könne.

„Wir müssen uns vorstellen, wie das computerisierte Land aussehen soll, das wir wollen, welche Möglichkeiten es uns bietet und wie wir uns alle in diese Politik einbinden“, sagte er zum Schluss.