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Unsere Identität zu bewahren sei lebenswichtig, sagte Díaz-Canel bei einer der Sitzungen der Arbeitsausschüsse am gestrigen Dienstag Photo: Yaimí Ravelo

Ein respektvolles und liebevolles Umgehen mit diesen Symbolen, die die Essenz unserer Geschichte und unserer kulturellen Wurzeln bilden, forderten die Abgeordneten in den Ausschüssen für Angelegenheiten der Verfassung und des Rechts und für Bildung, Kultur und Wissenschaften, Technologie und Umwelt des kubanischen Parlaments bei der Analyse der Gesetzesentwurfs über Nationale Symbole.

In Anwesenheit des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez erfuhren die Abgeordneten vom Vorsitzenden des Ausschusses für Fragen der Verfassung und des Rechts José Luis Toledo Santander von den Änderungen, die am Entwurf vorgenommen wurden. Sie beruhten auf den Beiträgen der Abgeordneten des Parlaments aber auch auf Vorschlägen, die über e-mail eingingen.

Toledo Santander sagte auch, dass dieses Dokument im Wesentlichen beabsichtige, die Symbole der Bevölkerung näher zu bringen und hob die Mitarbeit angesehener Intellektueller wie Graziella Pogolotti, Eusebio Leal und Eduardo Torres-Cuevas am Entwurf hervor.

Der im Parlament diskutierte Entwurf hat als Herausforderung die Flexibilisierung der Nutzung unserer nationalen Symbole, aber immer auf der Grundlage des Respekts und der Ehrerbietung, die ihnen zukommt.

Die Flagge mit dem einsamen Stern, das Wappen mit der Königspalme und die Hymne aus Bayamo sind die im Gesetzesentwurf festgelegten nationalen Symbole. Dort wird im Falle der Flagge betont, dass deren Herstellung aus anderen Stoffen und angemessenem Material möglich ist, damit sie einfacher erworben und bei öffentlichen Veranstaltungen, in Betrieben und Wohnhäusern benutzt werden könne. Es wurde außerdem festgelegt, dass das Wappen mit der Königspalme in den Klassenräumen unserer Schulen hängen soll.

Entsprechend des Gesetzentwurfs wird die Benutzung dieser Symbole für kommerzielle und Werbezwecke eingeschränkt. In diesem Sinne unterstreicht das Gesetz die Verantwortung der sozialen Kommunikationsmedien auf Grundlage dieses Gesetzes, Kommunikationsstrategien zu entwerfen und umzusetzen, die systematisch dessen Inhalt verbreiten.

IN VERTEIDIGUNG UNSERER IDENTITÄT

„ Um den Sieg davonzutragen, ist die Verteidigung unserer Identität unerlässlich“, sagte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez im Ausschuss für Bildung, Kultur und Wissenschaften, Technologie und Umwelt des kubanischen Parlaments, der die Einhaltung der Kulturpolitik im Radio und im Fernsehen analysierte.  

Nach verschiedenen Beiträgen, die auf die Mängel und die Erfolge des Radios und Fernsehens im Land eingingen, machte Díaz-Canel einen Aufruf an alle, die an der Formung des Publikums hin zu einem kultivierten, gebildeten und gehobenen Verhaltens beteiligt sind. „Das kann nur erreicht werden, wenn jemand seine Identität fühlt, die durch Sensibilität und Zusammengehörigkeitsgefühl verstärkt wird“, sagte er.

Die Kunst- und Literaturkritik als Orientierung für Werte und ästhetischen Geschmack in der Bevölkerung, war einer der Aspekte, die von den Abgeordneten in ihren Beiträgen angesprochen wurden. Sie wiesen auch auf die Notwendigkeit hin, Drehbuchautoren auszubilden, die Chormusik und das Theater in das Fernsehprogramm einzugliedern und dem Thema Wissenschaft eine größere Präsenz zu geben. Sie unterstrichen noch einmal, dass die Programmgestaltung der Kulturpolitik entsprechen müsse.

Der angesehene Musiker Jorge Gómez sagte in Anspielung auf das Fernsehprogramm, dass „die Herausforderung nicht nur darin besteht gutes Fernsehen zu machen, sondern auch dass dieses ansprechend und reizvoll ist und gegen das „Paket“ (Sammlung bunter Mischungen aus ausländischen Fernsehsendungen, die in Kuba im von Tür zu Tür verkauft werden) gegen YouTube und die mobilen Daten gewinnt.“

Abel Prieto Jiménez warnte vor den Gefahren der weltweiten kolonisierenden Welle, die darauf ausgerichtet sei, die kulturelle Identität zu zerstören und betonte, dass „der Feind das Imperium und sein Apparat zu kulturellen Beherrschung ist“. Er rief auch dazu auf vereint zu sein, um die Revolution zu verteidigen.

Man erwähnte die Unzufriedenheit darüber, dass die Programmzeiten nicht eingehalten wurden, dass es bei Musiksendungen Banalität und Pseudokultur gebe und dass eine Tendenz zur Entprofessionalisierung in einigen Bereichen und eine Unbeständigkeit bei der Wiedergabe des kulturellen Reichtums der Provinzen bestehe.

Man erkannte die Notwendigkeit an, dass große kubanische Intellektuelle im Programm vertreten sein sollen, damit die Leute sich der Kultur Kubas und der Welt besser annähern können. Ebenso wurde Wert darauf gelegt, keine Zugeständnisse an die Ästhetik zu machen, die die Unterhaltung mit dem Trivialen verwechseln.