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Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez, der Minister für Wirtschaft und Planung Alejandro Gil Fernández, die Ministerin für Finnazen und Preise Meisi Bolaños Weiss, die Ministerin für Arbeit und Soziale Sicherheit Margarita Marilene González Fernández und Vizepräsidenten und der Ministerrat erscheinen heute zum ersten teil der Mesa Redonda.

Margarita González Fernández versicherte, dass niemand, der zum haushaltsgestützten Sektor gehöre, von der Gehaltserhöhung ausgeschlossen werde.

Sie bekräftigte, dass „die Maßnahme alle Arbeiter des haushaltsgestützten Sektors einbeziehen und keiner ausgeschlossen und der Mindestlohn auf 400 Pesos angehoben wird.“

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Der Minister für Wirtschaft und Planung Alejandro Gil Fernández erklärt, dass die getroffenen Maßnahmen darauf gerichtet seien, der verabschiedeten Politik der Regierung Impulse zu geben. Zu den Zielen gehörten die Beseitigung der Hindernisse, die die produktive Verzahnung zwischen den unterschiedlichen Wirtschaftsakteuren, zwischen dem staatlichen und nicht-staatlichen Sektor erschweren.

Er sagte außerdem, dass es wichtig sei, die Importe zu ersetzen und die dafür notwendigen Mechanismen zu schaffen und die Planung zu flexibilisieren, ohne auf die zentrale Planung zu verzichten. Man müsse die Vorschläge der Basis für den Plan anhören und das Konzept aufgeben, dass „man nichts tun kann, was nicht im Plan steht“. D.h. Der Plan darf keine Zwangsjacke sein, weder was seine Ausarbeitung noch seine Ausführung angehe, sondern er müsse sich Zeit und Gegebenheit anpassen.

Er sagte weiter, dass man die Auszahlung von Gewinnen an Arbeiter von drei bis fünf Durchschnittsgehältern je nach Erfüllung bestimmter Anforderungen erhöhen müsse.

Der Minister erklärt, wie wichtig es sei, das staatliche Unternehmen zu stärken, weswegen man eine Finanzinstitution dafür ins Leben rufen müsse. Man müsse möglich machen, dass die Unternehmen die Übererfüllung ihrer Exporte vollständig oder teilweise zurückhalten können (um zu investieren).

Der Ansporn zur Arbeit durch die Gehaltserhöhung des haushaltsgestützten Sektors und die Perfektionierung des Gehalts im unternehmerischen System.

Gil legte Betonung auf die Arbeit, die innerhalb der Struktur des Angebots mit dem Ziel durchgeführt werde, den Preisanstieg auf den Märkten zu vermeiden, sowie dem vorzubeugen, dass die lokalen Entwicklungsprozesse zu Importen anstacheln d.h. versuchen, den größtmöglichen Nutzen aus den zugewiesenen Ressourcen zu ziehen. In diesem Sinne bekräftigte er, dass „es vom Blickwinkel der Kosten keine Rechtfertigung für eine Preiserhöhung gebe. Die Erhöhung der Preise steht im Widerspruch zu den ergriffenen Maßnahmen“, betonte er.

Er führt aus, dass der Gehaltsanstieg im haushaltsgestützten Sektor erfolge, der Waren und Dienstleistungen anbiete, die nicht bezahlt werden, die gratis sind und keinen Einfluss auf die Kosten hätten und er versicherte, dass „wir die Bedingungen dafür haben, diese Maßnahmen erfolgreich umzusetzen und dass diese sich auf die Bevölkerung auswirken.“

Der Minister betont, dass die Hauptziele der ergriffenen Maßnahmen sind:

  • - Erhöhung des Lebensstandards der Bevölkerung
  • - Entwicklungsantrieb für das sozialistische Projekt

der aktuellen Situation der Verschärfung der Aggression gegen Kuba zu begegnen

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Präsident Díaz-Canel erklärt die Gründe für die ergriffenen Maßnahmen,und auf die durchgeführte Analyse zur Gehaltserhöhung sagt er: „ Sie steht nicht im Widerspruch zu dem, was wir in Zukunft machen werden und dies ist ein erster Schritt“.

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez und die Minister für Wirtschaft und Planung, Finanzen und Preise und Arbeit und Soziale Sicherheit erscheinen heute im ersten Teil der Mesa Redonda (Runder Tisch) der dazu dient, weitere Details über die jüngst vom Ministerrat ergriffenen Maßnahmen bekanntzugeben

WELCHE MASSNAHMEN WURDEN ERGRIFFEN?

  • Der Ministerrat verabschiedete ein Paket von Maßnahmen, um die Wirtschaft anzukurbeln, darunter eine Gehaltserhöhung im haushaltsgestützten Sektor und auch bei den Renten, um auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft angemessen zu reagieren, die aktive Teilnahme aller Akteure auf der Suche nach Lösungen zu fördern und der wirtschaftlichen Belagerung, der uns die Vereinigten Staaten von Amerika aussetzen, die Stirn zu bieten.
  • „ Es handelt sich nicht um eine endgültige Gehaltserhöhung, aber sie ist für die Bedingungen, unter denen wir leben, bedeutsam“, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats, als er auf die haushaltsgestützten Gehaltserhöhungen einging.
  • Der Präsident versicherte: „Ziel ist, dass diese Entscheidung zum ersten Mal beim Gehalt für den Monat Juli Anwendung findet, damit vor Ende des Sommers die arbeitende Bevölkerung zum ersten Mal in den Genuss der Maßnahmen kommt.
  • Für den haushaltsgestützten Sektor erhöht sich das Mindestgehalt auf 400 Pesos und das monatliche Durchschnittsgehalts erhöht sich infolgedessen auf 1.076 Pesos. Besagte Maßnahme betrifft eine Million 470 Tausend 736 Arbeiter der Organe der Zentralen Staatsverwaltung, der lokalen Organe der Volksmacht, der Organisationen und Verbände und verursacht geschätzte Kosten von 7 Milliarden 50 Millionen Pesos.
  • Im Fall der Sozialen Sicherheit wird unter Berücksichtigung der durchgeführten Erhöhung von November 2018 an dem Mindestbetrag von 242 Pesos festgehalten. Die übrigen Personen, die bis zu diesem Augenblick noch keine Erhöhung bekommen haben und Renten unterhalb von 500 Pesos beziehen, werden jetzt von den neuen Maßnahmen profitieren, die 1 Million 281.523 Personen betreffen bei geschätzten jährlichen Kosten von 700 Millionen Pesos.  
  • Was die Sozialhilfe angeht, wird es keine Änderungen geben, da im November 2018 eine Erhöhung stattfand, bei der der Mindestbetrag auf 217 Pesos festgelegt wurde.
  • Die Zahlung der Sonderbeiträge für die Sozialversicherung wird als Teil des Prinzips, dass wir alle zur Finanzierung der Kosten beitragen, die die sich aus diesem Konzept ergebenden Leistungen unterstützen, auch auf die Beschäftigten aus dem den haushaltsgestützten Sektor übertragen. Diejenigen, die monatliche Einkünfte bis 500 Peso haben , werden mit einem Steuersatz von 2,5 % belastet und diejenigen, deren Gehalt über 500 Pesos liegt mit 5 %.
  • Um die inflationäre Wirkung der Maßnahme zu verhindern, wird das Ministerium für Finanzen und Preise über die in der gesamten Wirtschaft notwendigen Mechanismen verfügen, die es erlauben, mögliche Preissteigerungen abzuschwächen. Dazu sagte der kubanische Präsident, dass die betroffenen Ministerien Beobachtungsmechanismen einrichten müssten, um über die Preise auf dem Laufenden zu sein und um zu wissen, wohin sich der Konsum bewege, „so haben wir die Zeit, jeden Faktor zu berichtigen und zu verhindern, dass es eine Inflation gibt“.
  • Díaz-Canel richtete die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit, beim Personal in den Firmen rational vorzugehen, Derjenige, der angestellt wird, muss derjenige sein, der den besten Ertrag bringt, denn die Maßnahme ist nicht dazu gedacht, Geld hinauszuwerfen, sie ist dafür da, dem, der arbeitet einen Anreiz zu bieten, mehr zu leisten.  
  • Er betonte außerdem, dass von jetzt an es dringend nötig sei, die Kader gut auszubilden, fehlgeleitete Interpretationen zu verhindern und systematisch den Verlauf dieser Dinge zu verfolgen.