OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudio Revolución

Siebzehn Schülerinnen und Schüler der Schule für Schüler mit besonderem Förderbedarf „Solidarität mit Panama“ verabschiedeten sich am Freitagabend offiziell von der Institution, die sie von klein an aufgenommen hatte, um ihnen eine gute Entwicklung zu ermöglichen, und die jetzt die Sekundarstufe abschlossen. Als besondere Gäste nahmen an der Feier der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, Generalarmee Raul Castro Ruz, und der Präsident des Staats- und des Ministerrates, Miguel Diaz-Canel Bermudez, teil.

Als alles darauf hinzudeuten schien, dass Regen die Feier verderben würde, klarte der Himmel auf und die Direktorin der Schule, Esther La Ochoa, von allen Kindern nur liebevoll „Teté“ genannt, ergriff das Wort, um über die Jugendlichen zu sprechen, die mit gerade mal vier Jahren an diese Schule gekommen waren. „Dieser Abschied ist ein Bis später“, sagte sie ihnen, „keinesfalls ein Adios für immer, denn wir werden unser ganzes Leben aneinander hängen.“

„Ihr seid Kinder, die Spuren hinterlassen“, gestand sie mit Gänsehaut. „Ihr habt uns stets zu glücklichen Lehrern gemacht, wenn ihr etwas erreicht hattet. Achtet immer auf eure Würde, haltet den Kopf hoch, verteidigt die Werte, die ihr in den letzten zehn Jahren in der Schule gelernt habt, und verteidigt vor allem die Revolution.“

Teté erinnerte an den Comandante en Jefe, wie er vor dreißig Jahren in den schwierigen Zeiten der Sonderperiode diese Schule gegen alle Widerstände gründete, um sich um die Kinder zu kümmern, die mehr Unterstützung als andere brauchen, auf dass keines von ihnen zurückgelassen werde.

Vom Wohle dieser ständigen Betreuung zeugt, dass sechs Mädchen und elf Jungen das neunte Schuljahr abgeschlossen haben und nun andere Wege, etwa den des „preuniversitario“ oder des „politécnico“ unter der Obhut ihrer Familien gehen werden. Eine von ihnen ist die 15jährige Daylín, die vor einigen Monaten einen Brief an Raúl geschickt hatte, in dem sie ihn zu ihrer Geburtstagsfeier einlud. Dieses Mal schrieb sie ihm erneut und er kehrte gerne in die Schule zurück, einen Ort, der ihn immer mit Emotionen erfüllt hat.

Tänze, Lieder, Gedichte und die Party, die normalerweise in der Schule der Kindertheaterkompanie „La Comenita“ stattfindet, machten diesen Abschluss zu einem denkwürdigen Erlebnis. Dort gratulierte Raúl den Absolventen zum Preis für ihre Bemühungen und lud sie ein, das Lernen fortzusetzen. Er erzählte ihnen von der Enzyklopädie „1000 Fragen und 1000 Antworten“, die von kubanischen Wissenschaftlern ausgearbeitet wurde und die er ihnen kurz zuvor als Geschenk geschickt hatte.

Auf der Feier, auf der auch der Vizepräsident der Staats- und des Ministerrats, Roberto Morales Ojeda, Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, Bildungsminister Ena Elsa Velázquez Cobiella und andere Führungspersönlichkeiten der Hauptstadt waren, sprach Raúl mit einer Gruppe von Kindern, die in neue Schulen für Schüler mit besonderem Förderbedarf in Santa Clara und Santiago versetzt werden, „damit sie näher an ihren Familien sind". Er versprach, sie auch dort zu besuchen.

Eine weitere Freude an diesem Abend ergab sich, als der Armeegeneral unter den Gästen der Feier Mabelita fand, das ehemals kleine Mädchen, das Kuba mit „Colmenita“-Auftritten im Rollstuhl begeisterte. Heute ist sie 31 Jahre alt und hat zwei Universitätskarrieren absolviert: Sie ist Kunstlehrerin und Psychologin. „Welch ein Wille und was für ein großes Herz! Ich freue mich sehr, dich zu sehen und von dir zu hören“, sagte er, als er sie umarmte.

Dann besuchten Raul und Diaz Canel die Turnhalle der Einrichtung, wo der Physiotherapeut Iamilé Quintero ihnen die Übungen erklärte, die die Schüler zur Verbesserung ihres Ganges machen, und ihnen einige Ausrüstungsgegenstände vorstellte, darunter zwei neue Fahrräder für Herzpatienten. Dort üben die Kinder im Rahmen der ganzheitlichen Aufmerksamkeit, die ihnen in der von Fidel erträumten Schule zuteilwird, in der heute über 170 geliebte Schüler und Schülerinnen ihr Zuhause haben.