OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Donald Trump möchte das Werk der Liebe der 600.000 Kubaner schlecht machen, die in den letzten 55 Jahren unter dem Banner der Revolution in über 160 Ländern medizinische Dienste geleistet haben. Photo: Omara García

Um von dem bekannten Kanon etwas abzuweichen, muss man anerkennen, dass eine Wahrheit in der jüngsten Tirade enthalten ist, die Donald Trump gegen Kuba losgelassen hat: Unsere Ärzte arbeiten ohne Unterlass und oft liegen ihre Lebensbedingungen unter den in einigen Ländern „normalen“. Was passiert – und da steckt der Teufel im Detail – ist, dass das, was Trump als Schande betrachtet eine solidarische Ehre ist und das, wo seine Adleraugen Sklaverei sehen, unser liebevoller Blick die Hingabe an Patienten erkennt, die dieser dringend bedürfen. Denn nebenbei bemerkt, wer sich mit erschreckender Effizienz darum gekümmert hat, dass die Bedingungen in Venezuela für unsere Ärzte und für sein Volk so „anomal“ wie möglich sind, ist niemand anderes als das Regime im Weißen Haus.

Die Entstehungsgeschichte dieser Attacke, die der in der US-Regierung installierten anti- kubanischen weißen Kragen Fraktion á la carte serviert wurde – denjenigen, die am besten die Fäden der domestizierten Konterrevolution vor Ort gegen Kuba und Lateinamerika weben können, ist im präsidentiellen Ehrgeiz des Millionärs verhaftet, der eines Tages die Flöte spielte und sich auf diesen so unpassend großen Stuhl setzte.

Trump möchte auch nach 2021 weiter regieren und seiner Kampagne zu einem guten Start verhelfen. Da ist nichts einfacher als vor dem Teil der Wählerschaft Floridas, die für jedes Versprechen für einen Angriff auf das Land ihrer Herkunft, selbst Beelzebub persönlich seine Stimme schenken würde, aufzutrumpfen. Also begann er vor kurzem genau in Orlando seine Kampagne und rührte die alten Gespenster der kommunistischen Bedrohung mit der erklärten Hoffnung wieder auf, dass seine Anstrengungen an den Urnen belohnt würden, wenn ihm diese vom Präsidenten so umworbene Minderheit dabei hilft.

Was hat all das mit der Tirade gegen unsere internationalistischen Missionen zu tun? Alles, denn die vom State Department durchgeführte niedrigere Einstufung – keiner weiß auf welches Ersuchen hin – was die „Nicht-Bekämpfung“ des Menschenhandels durch die kubanische Regierung angeht, ist nichts als eine weiteres Werkzeug für Bolton, Abrams und Pompeo, um die Maschinerie der Sanktionen um ein kleines Land zu ersticken, enger zu stellen, das in jeder Abstimmung sowohl in der UNO als auch im Herzen der Völker sie unweigerlich besiegen würde.

Der Imperialismus hat es wiederholt gesagt: Havanna tut nichts gegen die Beschuldigungen der Zwangsarbeit in den kubanischen medizinischen Missionen im Ausland. „Die Beobachter wiesen darauf hin, dass die Regierung die Teilnehmer nicht über die Vertragsbedingungen informiert, was die Zwangsarbeit noch verwundbarer macht“, heißt es dort.

Mit dieser offiziösen Terminologie haben sie die Rechte gebeugt, die Werte vernebelt und Jahrhunderte lang die Geschichte dieser ihrem Ebenbild angepassten deformierten Welt manipuliert. In ihrer Sprache des Bösen, die, was Begriffe wie Solidarität angeht, sich im Stadium des Analphabetismus befindet, ist es unbegreiflich, dass Kuba, nachdem es Brigaden von Männern und Frauen gebildet hat, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt haben, ihnen einen Satz entgegenhält, der das detaillierteste Protokoll der ganzen Mission wiedergibt: sie kommen um das Leben anderer zu retten, auch wenn sie damit ihr eigenes in Gefahr bringen. Wie erinnert dies an jene Worte Martís an Gómez, als er diesem den Oberbefehl im Krieg übergab.

Es ist wahr, es gibt immer eine Handvoll von Deserteuren, die sich ihre Desertion bezahlen lassen, aber Zehntausende kommen weiter dem Ruf nach, denn der Sozialismus, den Trump in Florida geißelte, ist auf der Insel, die ihm soviel Juckreiz verursacht, sehr vital. Es trifft aber auch zu, und darauf weist jemand hin, der über eineinhalb Jahre an ihrer Seite gelebt hat, dass viele Mitarbeiter nach Ablauf ihres Vertrags, eine Verlängerung wünschen.

Eines Tages werden wir einen Bericht verfassen müssen, um mit aller Überzeugungskraft darzulegen, dass es die USA sind, die vor der Welt für den Handel mit Regierungen verantwortlich zu machen ist: sie beuten sie aus, sie spalten sie, sie betrügen sie, sie manipulieren sie, sie täuschen sie, sie bringen Brüder gegeneinander auf und verraten sie immer mit verheerenden Folgen für deren Völker. Alles, wie im Wilden Westen, für eine Handvoll Geld. Und ganz sicher ist das State Department das größte Instrument bei dieser Art von Versklavung.

Wenn die 600.000 Kubaner, die in den letzten 55 Jahren in über 160 Ländern unter dem Banner der Revolution Sklaven gewesen wären: Wo ist denn das am besten vorbereitete, umgestaltende, noble und empfindsame menschliche Kapital, das man, massiv unter den klingenden Münzen des Kapitalismus ausgebildet, erwarten dürfte? Welche zivilen Missionen, die freier, fähiger und qualifizierter sind ,hat das State Department in den Ländern durchgeführt, die das Weiße Haus mit aufgesetzter Pistole in die Unterentwicklung trieb, in genau den Jahrzehnten, in denen diese kleine Insel, die wie ein Stachel in die Altersakne des Kapitalismus sticht, Solidarität ausübte.

Werden die NGOs der Welt diesen Bericht verfassen? Ich glaube nicht: sie, die auf Kosten von unechten Werten soviel Geld machen, werden nicht anerkennen, dass Kuba heute in über 60 Ländern Lateinamerikas, Afrikas, Asiens und Ozeaniens ja sogar in Europa die freiesten – und befreiendsten - Sklaven hat, die die Geschichte der Modern kennt. Aber man weiß natürlich, dass mit der Ausnahme von Hollywood, Washington alles, was mit Spartakus zu tun hat nicht sehr genehm ist.

Die Liebhaber des Imperiums sind sehr damit beschäftigt, Venezuela mit Gewalt die Unterstützung Kubas wegzunehmen – die wirklich wichtig ist und wann ist die Unterstützung eines Bruders dies nicht? – um ein schönes Projekt zum Einsturz zu bringen, das zusätzlich zu dem unsrigen noch eine weitere Todsünde aufweist: es handelt sich dabei um ein Land mit immensen natürlichen Ressourcen.

Der Mann, der aus dem Zynismus seinen politischen Trumpf machte, hat kein Problem damit zu erklären, Kuba müsse sein Verhalten gegenüber Venezuela ändern und er wird auch nicht rot vor Scham, wenn er in allen Bereichen auf Erpressung zurückgreift.

Nachdem im Dezember die Major League Baseball mit Havanna zu einer Übereinkunft gekommen war, die es den kubanischen Spielern ermöglicht hätte, in die Mannschaften der MLB einzutreten, ohne ihr Land aufgeben zu müssen, wurde dies vom Weißen Haus blockiert, noch bevor der erste Wurf stattfinden konnte. Jetzt erfahren wir, dass die Regierung Trump bereit sei, diese negative Entscheidung zu revidieren, wenn es der MLB gelänge, dass Kuba seine „langjährige Zusammenarbeit“ mit dem Regime von Nicolás Maduro reduziere. Das ist wirklich ein schmutziges Spiel!

Ist es nicht so, dass Trump die Mafia des Menschenhandels ermutigt, die Baseballspieler in Kanufahrer, Schwimmer oder mögliches Futter für die Haie verwandelt? Wer beutet hier aus und spekuliert mit politischen Absichten?

Der Präsident, der den Kreuzfahrtschiffen das Anlegen auf der Insel versperrte, der für die Reisenden aus den USA eine Liste aufstellte, welche Orte und Dienstleistungen sie in Kuba nicht in Anspruch nehmen dürften, derjenige, der erhitzte brünstige Grillen in furchterregende Sicherheitsagenten verwandelte, zeigt uns gleichzeitig den Revolver und die Geldbörse. „Mit der richtigen Bewegung, könnte es Kuba sehr gut gehen, wir könnten eine Öffnung machen“, sagte er vor kurzem gegenüber Fox Business. Armer Millionär! … ein so großes Scheckbuch und er weiß immer noch nicht, dass die richtige Bewegung vor 60 Jahren Fidel Castro Ruz machte!