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Rundreise von Díaz- Canel durch Granma Photo: Estudios Revolución

Am Donnerstagmorgen setzte der Präsident des kubanischen Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez zusammen mit dem Ministerrat den Regierungsbesuch in Granma fort.

Der kubanische Präsident begann seinen Tag bei der Stelle für Notarielle Dienstleistungen und Registrierung des Eigentums in dieser Provinz. Dabei betonte er noch einmal, wie wichtig Anwendung des Programms zur Computerisierung sei und welche Vorteile es für diese Einrichtung bringe und auch bei der Effizienz der Verwaltungsformalitäten der Bevölkerung.

Für Bárbara Montero brachte dieser Donnerstag eine Überraschung, als früh am Morgen Präsident Díaz-Canel vor ihrem neuen Haus Nr.405 in Calle Masó stand, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie das Wohnungsbauprogramm und die Aushändigung der Beihilfen für den bedürftigen Teil der Bevölkerung verläuft.

Bárbara, Baby genannt, ist 70 Jahre alt, lebt allein und hieß den Staatschef in ihrem bescheidenen Heim herzlich willkommen, das heute sauber und mit seinen hübschen Details gemütlich wirkt. Es wurde an einer Stelle errichtet, an der früher ein Haus aus Holz stand, das kurz davorstand, zusammenzubrechen.

In ihrer Unterhaltung mit Díaz-Canel erzählte sie ihm über die Formalitäten, die Baumaterialien, die ihr Sohn ihr half zu kaufen und von der Baubrigade, die liebenswürdigerweise in noch nicht einmal einem Jahr das Haus errichtet hat. In der Amtssprache heißt das, in dem sie jetzt wohnt „Wohnelementarzelle“ aber für Baby sind die 25 Quadratmeter ihr Haus, das sie unheimlich glücklich macht.

Der kubanische Präsident kam noch einmal darauf zu sprechen, dass man diese Sache mit den Wohnungen mit Herz angehen müsse, ihr den Vorrang geben müsse, weil sie sofortige Auswirkungen für die Menschen hat, die sich in einer Notsituation befänden. Dies wären nämlich fast immer Leute, die sich der Revolution verpflichtet fühlten. Man müsse deshalb alle Hindernisse des Programms entfernen, „das nicht überall im Land gut gelaufen ist“.

Unter dem Aspekt, die Probleme zu lockern, die sonst das tägliche Leben erschweren, besuchte Díaz Canel auch die Stelle für Notarielle Dienstleistungen und Registrierung des Eigentums in Bayamo, wo eine hilfreiche Erfahrung bei der Computerisierung der Formalitäten entwickelt wird, die sich positiv auf die Bevölkerung auswirkt, da es dort gelungen ist, die Wartezeit von 20 Tagen auf drei Tage zu reduzieren.

Wenn die Bewohner Granmas auf die Website zugreifen, können sie mit Hilfe des vom Unternehmen Desoft entwickelten Programms ihre Formalitäten direkt abwickeln.

Der Staatschef erfuhr auch etwas über den Arbeitsfluss, die verlängerte Arbeitszeit bis 19 Uhr, um mehr Personen empfangen zu können und die angenehme Umgebung, die für die Wartenden geschaffen wurde. „Das“, so sagte Díaz-Canel“, „ist ein Beispiel dafür, was ich meine, wenn ich von der Kultur des Details spreche, ein Ort, der Vertrauen in jenen erweckt, die ihn besuchen.“

Anschließend sprach man bei einem Treffen über die Situation bei den Wohnungen und die Produktion von Baumaterial in der Provinz. Der Präsident brachte dort noch einmal das Thema der Beihilfen auf den Tisch, in einer Provinz, in der seit 2012 noch 218 Fälle anhängig sind.

„Das ist eine Sache, die schlecht gehandhabt wird“, sagte Díaz-Canel. „Wir können diese Menschen nicht allein lassen, wenn wir uns nicht um sie kümmern, wenn keine Sensibilität dafür besteht, werden andere skrupellose Leute daraus ihren Nutzen ziehen. Wir wollen hier ein Konzept der sozialen Gerechtigkeit durchsetzen, um mit einem Schlag das Leben derer zu verändern, die dies am meisten nötig haben“, betonte er.

Der Präsident wies die Kader und die Führung der Provinz an, dass sie den ständigen Besuch der Beihilfeberechtigten in ihren Arbeitsplan einfügen müssten, als ein Weg die Lösungen zu beschleunigen und um zu überprüfen, ob die vom Staat für diesen Zweck bereitgestellten Ressourcen auch wie vorgeschrieben genutzt werden.

Er rief auch dazu auf, für diesen Baueinsatz die Arbeiter auf eigene Rechnung hinzuzuziehen, als eine Möglichkeit für den Staat mit diesem Sektor zusammenzuarbeiten und mit ihm Verkettungen zu schaffen.

Díaz-Canel warf einen kritischen Blick auf die Häuser in der Provinz, die noch Lehmfußböden haben und drängte darauf, dieses Problem so schnell wie möglich zu lösen, „denn dafür haben wir die Revolution gemacht“. Es muss uns wehtun zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die unter diesen Bedingungen wohnen“.

Granma muss bis 2020 alle Schäden an Häusern beseitigt haben, die durch Witterungsereignisse hervorgerufen wurden.

Um definitiv dafür einen Rhythmus zu finden, dazu rief der Präsident die Führung der Provinz auf, damit die von der kubanischen Regierung verabschiedete Wohnungspolitik im ersten Jahr ihrer Umsetzung wirkliche Auswirkungen habe.