OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Eduardo Palomares

Der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas Raúl Castro und Präsident Miguel Díaz-Canel weihten heute in Santiago de Cuba die Schule „Freundschaft Kuba-Vietnam“ für Kinder mit physisch-motorischen Beeinträchtigungen ein, ein Traum des historischen Führers der Revolution Fidel Castro.

Als Aylin Torres in Namen der Eltern sprach, sagte sie, dass, wenn sie versuchen, den Titel III des Helms-Burton Gesetzes anzuwenden, es nur niemandem einfallen sollte, ihnen dieses wunderschöne und noble Gebäude wegzunehmen; er müsste sich mit ihnen, den Schülern selbst, den Lehrern und den übrigen Arbeitern auseinandersetzen, die sie konsequent verteidigen werden.

Die Schule befindet sich in der im eklektischen Stil erbauten Villa Elvira, die der berühmte Patriot Emilio Bacardí Moreau (1844 – 1922) seiner Ehefrau als Ruhesitz widmete.

Vielleicht wegen des ländlichen Eindrucks, den die blühenden Mangobäume, die hohen Palmen und die Hügelkette im Hintergrund vermitteln, zusammen mit dem Eifer, den die Künstler an den Tag gelegt haben, um Haus und Gärten zu schmücken, in deren Mitte ein großer Brunnen zu finden ist, sowie auch der gemütlichen Schlafräume und Spielzimmer und vor allem wegen des so besonderen Kollektivs, ist die Freude übergroß.

„Ich denke, das ist ein Anfangserfolg der Schule, denn es handelt sich bei uns um Schüler mit physisch-motorischen Beeinträchtigungen und die ersten 67 stammen aus den Provinzen Las Tunas, Holguín, Granma, Guantánamo und Santiago de Cuba und sie verhalten sich so, als ob sie hier zu Hause wären oder schon einige Schuljahre hier verbracht hätten“, sagte Dr. Triana Mederos, die im Bildungsministerium für Kinder mit besonderem Förderbedarf zuständig ist.

„Wie man leicht erkennen kann, sind bei Zentren dieser Art große Anstrengungen und viele Reesourcen seitens des Staates erforderlich und auch wenn deren Hauptziel in der physischen, psychologischen und pädagogischen Rehabilitation der Kinder liegt, sind sie weit davon entfernt normale Pflichtschulen zu sein und verlangen die Bereitschaft der Eltern zu enger Zusammenarbeit.

Dafür gibt es Programme und Strategien, die auf der Grundlage der großen Erfahrungen unseres Lehrpersonals, der präzisen Diagnostik und der Betreuung von Fachleuten des Gesundheitswesens, des Ministeriums für Arbeit und Soziale Sicherheit, der Kubanischen Gesellschaft für Physisch-Motorisch Eingeschränkte (ACLIFIM) und ganz entscheidend bei dieser Integration der Eltern und der Familien basieren.“

Um die Einrichtung, die bis dahin eine Ganztagsschule war, umzuwandeln, war eine Investition von etwa 3,5 Millionen Pesos erforderlich; darin war seit November die Generalinstandsetzung des eleganten Anwesens Villa Elvira, das die Caguayo Stiftung übernahm, den Bau eines Häuserblocks für das Lehrpersonal, die Anpassung der Klassenräume, Schlafzimmer, Bäder und des Essraums an die Bedürfnisse der Schüler enthalten.

Der Direktor der Schule Ydiobis Rodríguez Magdariaga fügt hinzu, dass zur Betreuung der 74 Internatsschüler und der 46 Ganztagsschüler (letztere wohnen in der Stadt Santiago de Cuba) man über 32 Lehrer für den Unterricht verfüge und weitere 23 pädagogische Hilfskräfte und Bilbliothekare, die auf diese besondere Form der Lehre spezialisiert sind.

Die Schule nimmt Schüler von 5 bis 15 Jahren im Grundschul- und Sekundarbereich auf, entsprechend dem nationalen Bildungsprogramm; es gibt dort physische Rehabilitation durch ein multidisziplinäres Team des Gesundheitsministeriums, das mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet ist und auf Ergotherapie spezialisiert ist.

Die Schule verfügt über zehn Klassenräume, Labors, einen PC Saal, drei Spielbereiche, ein Gesundheitszentrum, das 24 Stunden in Betrieb ist, eine Krankenstation und Beobachtungsräume sowie zahnärztliche Versorgung, Räume für Elektrotherapie und Magnettherapie und eine Turnhalle.

DAZU MUSS MAN WISSEN:
- Etwa 34 000 Jungen, Mädchen, Heranwachsende und Jugendliche sind in diesen besonderen Schulen eingeschrieben,
- Sie werden von etwa 12 000 Lehrern betreut.
- Die Besuch dieser Einrichtungen ist nicht verpflichtend. Die Eltern entscheiden, ob sie möchten, dass ihr Kind dort oder in einer regulären Schule lernt.

-          Im letzten Fall ist die Betreuung und ein Studienprogramm garantiert.
- Insgesamt gibt es 202 Zentren für Diagnostik und Orientierung über alle Provinzen verteilt, wenigstens eins in jeder Gemeinde, um die Familie dabei zu beraten, was für die Entwicklung des Kindes und des Heranwachsenden den besten Erfolg verspricht.

-          - Es handelt sich dabei um multidisziplinäre Teams bestehend aus Pädagogen, Psychopädagogen, Psychologen, Logopäden, Sozialarbeitern und Psychometrikern.

-          - Das Bildungsministerium unterhält eine enge Bindung zum Gesundheitsministerium bei den Fällen, die die eine Betreuung im Krankenhaus erfordern.