OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Als ein großes Treffen, das wegen der dort behandelten Themen von vitaler Bedeutung war, bezeichnete Raúl die Arbeitstreffen, die in der Parteihochschule Ñico López und im Kongresspalast stattfanden Photo: Estudio Revolución

In Anwesenheit des Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz und des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez endete am Dienstag ein zweitägiges Arbeitstreffen, zu dem in der Hauptstadt die ersten Sekretäre der Provinz- und Bezirkskomitees und die Präsidenten der Provinz- und Bezirksversammlungen der Volksmacht zusammenkamen.

Als ein großes Treffen, das wegen der dort behandelten Themen von vitaler Bedeutung war, bezeichnete Raúl die Arbeitstreffen, die in der Parteihochschule Ñico López und im Kongresspalast stattfanden, bei denen diverse wirtschaftliche, politische und ideologische Themen auf der Tagesordnung standen.

Die Schlusssitzung, an der die höchste Führung des Landes teilnahm, beinhaltete eine Analyse über den Verlauf der Zuckerrohrernte, einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Leitlinien der Partei und der Revolution zur Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie über den Verlauf der Umsetzung des Wirtschaftsplans im Jahr 2019.

Wie der Präsident der Unternehmensgruppe Azcuba, Julio García Pérez bekanntgab, ist bis zum heutigen Datum weniger Zuckerrohr gemahlen worden als vorgesehen, so dass der Plan nur zu 82 % erfüllt wurde.

Gründe dafür waren Schäden an Maschinen und Unterbrechungen bei der damit verbundenen Industrie z. B. bei den Turbogeneratoren und den Heizkesseln, die verspätete Ankunft von Ersatzteilen und Reifen, der Regen in einigen Gebieten des Landes und Probleme bei der Effizienz.

Der Azcuba Präsident führte weiter aus, dass ab dem 28. Februar eine Umprogrammierung des Zuckerprozesses durchgeführt worden sei, was zur Folge hatte, dass einige ineffiziente Zentralen lahmgelegt wurden, die Verbindung der Übergabe des Zuckerrohrs zwischen Zuckerfabriken und Provinzen neu geordnet werde, um Zermahlung zu erhöhen und die Kontrollen in den Zentralen zu verstärken.

In diesem Zusammenhang hob Präsident Díaz-Canel die Bedeutung der Zuckerproduktion für das Land hervor, da dies ein Exportprodukt sei, zur Tierernährung beitrage, Arbeitsstellen schaffe und etwas sei, womit sich Siedlungen und Gemeinden in ganz Kuba sich identifizieren würden.

Deswegen müsse man weiter in dem Ausmaß, wie wir es in abhängig von den Studien des internationalen Marktes und unserer internen Nachfrage für angemessen erachten, die Zuckerproduktion fördern.

Díaz-Canel wies daraufhin, dass man in zwei Richtungen arbeiten müsse: Eine, auf Verbesserung der Ergebnisse ausgerichtete, was den noch verbleibenden Teil der Ernte angehe und die andere, die auf die Organisation zukünftiger Zuckerrohrernten ziele, wofür es notwendig sei, eine Arbeitsgruppe zu schaffen, die die Probleme in ihrer Gesamtheit analysiert und Lösungen vorschlägt.

„Wir müssen an den Schwierigkeiten dieser Zafra wachsen, die Monate März und April gut nutzen, uns besser um die Arbeitskräfte kümmern und die Reprogrammierung der Zermahlung wie geplant beenden, um die Ergebnisse zu steigern und die Effizienz zu erhöhen“, sagte er

UMSETZUNG DER LEITLINIEN

Seit dem Sechsten Parteitag bis heute wurden insgesamt 205 politische Maßnahmen zur Aktualisierung des Wirtschafts- und Sozialmodells unseres Landes verabschiedet. Das sagte der Leiter des Ständigen Ausschusses für Umsetzung und Entwicklung Marino Murillo Jorge, als er Informationen über die Leitlinien gab.

Unter anderem bezog er sich auf die Maßnahmen zur Perfektionierung der Arbeit auf eigene Rechnung, die im Juni 2017 verabschiedet wurden, bei denen, ausgehend von den von der Bevölkerung geäußerten Kriterien, man im Dezember beschloss, eine Reihe von Veränderungen für deren Flexibilisierung vorzunehmen.

Er sagte außerdem, dass man im Februar dieses Jahres neue Maßnahmen beschlossen habe, um auch die Lage der nicht-landwirtschaftlichen Kooperativen zu perfektionieren, für die die gesetzlichen Normen sich im Prozess der Verabschiedung befänden. Damit verfolge man eine Flexibilisierung beim Funktionieren dieser Betriebsform.

Zum Unternehmenssystem des Landes machte er deutlich, dass es auf drei Ebenen organisiert sei: die höheren Organisationen der Unternehmensleitung (osde) die Unternehmen, und die Basisunternehmenseinheiten (UEB). Zur Zeit studiere man andere kurz- und mittelfristige Maßnahmen, um weiterhin das staatliche Unternehmenssystem umzuwandeln und zu stärken.

Murillo Jorge sprach außerdem auch über die Politik, die z.B. mit der Übergabe von Brachland in Nießbrauch und der demographischen Dynamik in Vrbindung stehen.

Zur Umsetzung der Leitlinien sagte Díaz-Canel, dass dieses Thema ausführlich in der für April geplanten Sitzung der Nationalversammlung von den Abgeordneten behandelt werden würde.

WIRTSCHAFTSPLAN :MOBILISIERENDES ELEMENT

Der Minister für Wirtschaft und Planung Alejandro Gil Fernández sprach über die wichtigsten Aspekte des Wirtschaftsplans für 2019.

Man gehe davon aus, dass die Investitionen in diesem Jahr um 20 % steigen würden, was sehr gut sei, denn es bedeute, dass man in die Entwicklung investiere; deswegen sei es auch unerlässlich, die größten Anstrengungen zu unternehmen, um dabei erfolgreich zu sein. Außerdem müsse man nicht nur die Ausführung des dafür gedachten Haushalts überwachen, sondern auch die damit erzielten Ergebnisse.

Auf die Exporte eingehend sagte er, dass man im Bereich Tourismus im Vergleich zum Jahr 2018 von einem Wachstum von 9,2 % ausgehe, was auch direkt andere Produktionsbereiche betreffe.

Er hob die Notwendigkeit hervor, besonders im Bereich der Nahrungsmittel, die im Land produziert werden können, am Ersatz der Importe zu arbeiten.

Er betonte, dass der Wirtschaftsplan für 2019 flexibel sei und es ermögliche, das einzubeziehen, was die Exporte fördere, Einkommen erzeuge oder wirksam die importe ersetze. Auch die produktive Verkettung mit der ausländischen Investition und der nationalen Industrie werde gefördert und gleichzeitig verstärke man die Projekte der lokalen Entwicklung als ein weiterer Weg um Ressourcen zu bedienen.

Er ging besonders auf die Entwicklung des Plans im Monat Januar ein, in dem für die Wirtschaft wichtige Produktionen nicht eingehalten wurden. Außerdem seien im Einzelhandel zu wenig Produkte großer Nachfrage wie Hühnerfleisch, Mehl, Öl und Eier vorhanden gewesen. Was letzteres angehe, sagte er, dass sich die Lage noch nicht stabilisiert habe, weshalb es sie nur auf Quote aber nicht im freien Verkauf gebe.

Im Januar seien 1.200 Fahrzeuge als Teil der 2018 getätigten Investitionen eingetroffen, darunter 221 Yutong Omnibusse und 504 Mikrobusse, von den 401 als Routentaxis in Havanna eingesetzt würden. Man verfüge außerdem über das Material 290 neue Omnibusse und Lastfahrzeuge zusammenzumontieren.

Die Schwerpunkte des Wirtschaftplans 2020 bezögen sich auf die Produktion von Nahrungsmitteln, das Wohnungsbauprogramm, dern Transport und die Computerisierung.