OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ricardo López Hevia

Nach Aussage des Meteorologischen Instituts berührte der Tornado beim Casino Deportivo den Boden. Und dort, davor auf der Calazado de Vento gibt es weder umgefallene Bäume noch Pfosten. Aber in der Mitte der Straße, da wo sich die Stahlfabrik Cubana de Acero befindet, kann man nur noch ein nacktes Skelett erkennen, denn das Dach scheint sich über den gesamten Bezirk Diez de Octubre zerstreut zu haben.

Dort, wo ich mir vorstelle, dass alles begonnen hat, arbeiten die Männer des Elektrizitätsunternehmens. Derselben Strecke, die der Tornado zurückgelegt hat, folgen jetzt die Brigaden des Kubanischen Telekommunikationsunternehmens (Etecsa) die Baukontingente, die der Dienstleistungsbetriebe der Gemeinde und das Volk.


Im Bezirk San Miguel del Padrón unterstützt das Baunternehmen aus Mayabeque eine Mannschaft von 80 Leuten, darunter Schreiner und Bauarbeiter.

Nach Aussage des Direktors für Überwachung und Kontrolle Guillermo Milanés Jerez sollen zunächst die Trümmer vom Dach der Polytechnischen Schule Andrés Luján weggeräumt werden, um dann mit der Reparatur der Klassentrakte zu beginnen.

Im Bezirk Regla arbeitet ein Kontingent von 91 Fachleuten aus Cienfuegos an der Reparatur der elektrischen 33 und 13 kV Leitungen.

Diese Gruppe kam am Montag Nachmittag in der Hauptstadt an und hat vier Kräne zur Verfügung und Brigaden, die daran arbeiten, die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.

„Die größten Schäden in dieser Zone sind an den Verteilungsleitungen und an den hohen Pfosten, die niedergerissen wurden, was die Situation sehr erschwert.

In demselben Gebiet befindet sich das Technologische Unternehmen für das Bauwesen. Dort hat der Tornado eine Betonfabrik völlig zerstört und die Arbeiter des Kontingents Julio Antonio Mella versuchen die Türme und die Stahlstücke zu finden, die noch auf dem Boden liegen.

Glücklicherweise wird dies die Zementherstellung in der Hauptstadt nicht beeinträchtigen, da außerdem weitere zwei Einrichtungen dieser Art bestehen.

Wenn man durch Regla geht, sieht man den Schmerz derer, die dort wohnen, Auch wenn die Brigaden hart arbeiten, um die Straßen freizuräumen, bleibt noch viel zu tun.
Der Minister für Kommunikation Jorge Luis Perdomo berichtete gegenüber Granma, dass der 93 m hohe Turm für Mittelwelle, der die Radiodienste von Coco und Radio Rebelde versorgt, vom Tornado niedergerissen wurde.

Jedoch haben andere Zentren die Übertragung übernommen und man arbeitet bereits daran, in der Gegend einen anderen Turm aufzustellen.

Außerdem seien Brigaden dabei, die Pfosten wiederaufzustellen und die Festnetztelefonleitungen wiederherzustellen, wo 13.700 Verbindungen gestört sind.

Die Ministerin für Binnenhandel Betsy Díaz Velázquez führte aus, dass der Handels- und Gastronomieverband von Havanna 17 Stände aufgestellt habe, um verarbeitete Lebensmittel an die Bevölkerung zu verkaufen.

Diese befinden sich in den Bezirken San Miguel del Padrón (zwei), Regla (vier), Diez de Octubre (acht) und Guanabacoa (drei).