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Photo: Tomada de Facebook

Das Panorama in Luyanó in der Gemeinde 10 de Octubre ist trostlos. Laternenpfähle auf dem Bürgersteig, Autos unter Trümmern, verkrüppelte Gebäude, zerbrochene Häuser ... Doch schon vom ersten Tageslicht an und teilweise noch früher begannen die Familien der Gemeinde mit dem Wiederaufbau dieses Hauptstadtviertels, einem der am stärksten betroffenen nach dem Durchzug eines Tornados als Teil des Sturms, der gestern Nacht Havanna erschütterte.

In diesen Momenten laufen, unterstützt vom Kontingent Blas Roca des Bauministeriums und zusammen mit den Nachbarn der Zone, die Wiederherstellungsarbeiten auf der Hauptstraße von Luyanó an, die sich im Laufe des Tages auch auf die übrigen Straßen und Alleen des Stadtteils 10. Oktober erstrecken werden.

"Achtzehn Lastwagen und drei Frontlader beseitigen seit dem frühen Morgen Trümmer. Dutzende von Arbeitern sind daran beteiligt. Hier werden wir so lange sein, wie es notwendig ist", informierte Damian Cardonet, Vizepräsident der Gemeinde Zehnter Oktober, die Zeitung Granma.

„Letzte Nacht vernahm ich das ohrenbetäubendste Geräusch, das ich je gehört habe – wie die Turbine eines Flugzeugs kurz vor dem Absturz. Ich fürchtete, wie wir alle, die den Tornado erlebten, um die Stabilität meines Hauses und um mein Leben“, sagte Anairis Borges der Granma.

Ihr Haus verlor die Fenster des Wohnzimmers. Die Tür, die dem Bürgersteig zugewandt ist, zerbarst unter dem Aufprall durch die Luft fliegender Gegenstände. Ein Almendron (Oldtimer) wäre, von den Winden getrieben, fast in den Eingang ihres Hauses gekracht, wenn nicht eine entwurzelt auf der Straße liegende Palme als Barriere gedient hätte.

„Zum Jammern ist keine Zeit. Jetzt müssen wir uns bewegen und arbeiten“, meinten Anairis und ihr Mann, beide mit Besen bewaffnet.