OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
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Die sich nicht ankündigende Wetterveränderung traf die Bewohner Havannas nicht ganz überraschend. In seiner letzten Verlautbarung gestern hatte das Institut für Meteorologie folgende Koordinaten angegeben: "Am Morgen des heutigen Tages hat sich im Südosten des Golfs von Mexiko ein extratropisches Tief gebildet, von dem sich eine Kaltfront nach Südosten erstreckt. In den nächsten Stunden kann sich eine Reihe von Gewittern bilden, die mit der Bewegung dieser Systeme in östlicher Richtung heute Abend und früh am Morgen den Westen des Landes treffen werden.“

Die Inselbewohner, die solche Ankündigungen durchaus gewohnt sind, ahnten freilich nicht wirklich, was ihnen nach acht Uhr abends bevorstehen würde.

Die Hauptstadt begann zu wanken unter dem Brüllen der Winde. Die Böen, einander ablösend, wurden immer aggressiver. Auf der anderen Seite des Telefons begannen die Warnungen: dass ein Tornado wild über Luyanó hergefallen sei, dass es im Cerro einen heftigen lokalen Sturm gebe, dass die Autos in den überfluteten Straßen "ertränkt" würden, dass die gesamte Stadt sich unter dem Mantel einer Nacht ohne Sterne befinde ... Inmitten der logischen Unsicherheit, die in der Dunkelheit entsteht, der stoßartigen Winde und dem Heulen der Sirenen vervielfachte sich die Spannung, die den Bildern vorausging, den Bildern der schmerzhaften Landschaft, mit der die kubanische Großstadt morgens aufwachen würde.

Nach dieser außerordentlichen Erschütterung sind mehrere Journalistenteams der Granma immer noch auf der Suche nach genaueren Daten.

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