OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Das Hauptprinzip, das ALBA leiten soll, ist die größtmögliche Solidarität zwischen den Völkern Lateinamerikas und der Karibik, das sich auf das Denken von Bolívar, Martí, Sucre, O’Higgins, San Martín, Hidalgo, Petión, Morazán, Sandino und vieler anderer stützt, ein Denken ohne egoistischen Nationalismus, der dem Ziel entgegenstehen würde, ein Großes Vaterland in Lateinamerika aufzubauen, wie es die Helden unserer emanzipatorischen Kämpfe erträumt haben.

Gemeinsame Eklärung I. ALBA Gipfel
ALBA stützt sich auf die Prinzipien der Solidarität, der wahrhaften Zusammenarbeit und Komplementarität zwischen unseren Ländern, auf rationelle Verwendung unserer Naturressourcen, auch ihres energetischen Potentials, für das Wohlergehen unserer Völker, auf die integrale und intensive Ausbildung des menschlichen Talents, das für unsere Entwicklung erfoderlich ist und auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Sehnsüchte unsere Männer und Frauen.

Erklärung V. ALBA Gipfel

LEITPRINZIPIEN VON ALBA-TCP

1. Die neoliberale Integration räumt der Liberalisierung des Handels und der Investitionen den Vorrang ein.

2. Die Bolivarische Alternative für Lateinamerika (ALBA) ist ein Projekt, bei dem der Kampf gegen die Armut und die soziale Ausgrenzung im Mittelpunkt steht.

3. Im ALBA Projekt kommt den Menschenrechten, den Arbeits – und Frauenrechten, der Verteidigung der Umwelt und der physischen Integration eine entscheidende Bedeutung zu.

4. Innerhalb von ALBA darf im Kampf gegen die protektionistische Politik und die ruinösen Zuschüsse der Industrieländer, es den armen Ländern nicht verweht werden, ihre Bauern und Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu schützen

5. Für die armen Länder, für die die Landwirtschaft elementar ist, werden die Lebensbedingungen von Millionen von Bauern und der indigenen Bevölkerung unumkehrbar beeinträchtigt, wenn sie von importierten landwirtschaftlichen Produkten überschwemmt werden, selbst in Fällen in denen diese nicht bezuschusst wurden.

6. Die landwirtschaftliche Produktion ist viel mehr als die Herstellung einer Ware. Sie ist die Grundlage zum Erhalt kultureller Optionen, sie ist eine Form der Besetzung eines Gebietes, sie definiert Modalitäten der Beziehung zur Natur, sie hat einen direkten Bezug zur Selbstversorgung und Nahrungsmittelsicherheit. In diesen Ländern ist die Landwirtschaft eine Lebensform und sie darf nicht wie irgendeine andere wirtschaftliche Aktivität behandelt werden.

7. ALBA muss die Hindernisse für die Integration von ihren Wurzeln aus angreifen, weil man weiß von:

a. der Armut der Mehrheit der Bevölkerung

b. den tiefgehenden Ungleichheiten und Asymmetrien zwischen Ländern

c. dem ungleichen Austausch und den ungleichen Bedingungen bei den internationalen Beziehungen

d. der Last unbezahlbarer Schulden

e. der Aufzwingung von politischen Maßnahmen der Strukturanpassung des IWF und der Weltbank und den rigiden Regeln der WTO, die die Basis der sozialen und politischen Unterstüzung aushöhlen

f. den Hindernissen um Zugang zu Information, Wissen und Technologie zu bekommen, die sich aus den aktuelen Vereinbarungen zum intellektuellen Eigentum ableiten

außerdem muss man

g. die Probleme beachten, die die Festigung einer wirklichen Demokratie beeinträchtigen, wie das Monopol bei den sozialen Kommunikationsmedien

8. die sogenannte Reform des Staates bekämpfen, die nur brutale Prozesse der Deregulierung, Privatisierung und den Abbau der Kapazitäten des Staates mit sich bringt

9. als Antwort auf die brutale Auflösung, die dieser in mehr als einem Jahrzehnt der neoliberalen Herrschaft erlitten hat, den Staat jetzt auf der Basis der Partizipation der Bürger an den öffentlichen Angelegenheiten stärken

10. die Propagierung des freien Handels per se in Frage stellen, der angeblich allein genügen soll, um automatisch zu höheren Wachstumsraten und Allgemeinwohl zu führen

11.feststellen, dass ohne eine vom Staat geleitete Intervention um die Ungleichheiten zwischen den Ländern zu reduzieren, der freie Wettbewerb unter Ungleichen zu nichts anderem führen wird, als zu einer Stärkung des Starken zum Schaden der Schwächsten

12. um die lateinamerikanische zu vertiefen, eine von den souveränen Staaten klar definierte ökonomische Agenda haben, die außerhalb des unheilvollen Einflusses der internationalen Organe entsteht.

(Entnommen der GEMEINSAMEN ERKLÄRUNG 1. ALBA-Gipfel )