OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Vicente Brito

Die Größte der Antillen feiert am morgigen Dienstag den Tag der Menschenrechte mit anerkannten Fortschritten und Erfolgen auf Weltniveau in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Kultur, Bürgerbeteiligung und Bindung an internationale Instrumentarien, die damit befasst sind.

An einem Tag wie heute vor 70 Jahren verabschiedete die Vollversammlung der UNO die Universelle Erklärung der Menschenrechte, ein historisches Dokument, das für Hunderte Millionen von Menschen wegen der Armut und der Benachteiligung, unter denen sie leiden, noch weit von der Verwirklichung entfernt ist.

Auf der Insel fand am 1. Januar 1959 ein radikaler Wechsel statt, der sich über Jahrzehnte hinweg in Resultaten wie einer Kindersterblichkeit von 4,0 bei tausend Neugeborenen (erreicht 2017) niederschlägt, einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78 Jahren und Indizes von Schulbildung und Alphabetisierung, die gegen 100 Prozent tendieren.

Auch auf dem Gebiet der Bürgerpartizipation weist die Karibikinsel bemerkenswerte Ziffern auf, unter ihnen die über 85 % Beteiligung an allgemeinen Wahlen wie im vergangenen März und die Rolle von Studenten und Arbeitern bei der kürzlich durchgeführten Anhörung zum Projekt der neuen Verfassung.

Laut den verbreiteten Daten nahmen annähernd neun Millionen Kubaner an 133.000 Treffen in Vierteln sowie Arbeits- und Studienzentren teil, bei denen 783.000 Vorschläge gemacht wurden, den Text zu verbessern, der eine umfassende Reform der Magna Charta von 1976 darstellt und in einem Referendum gebilligt werden muss.

Außenminister Bruno Rodríguez wies auf dem diesjährigen Menschenrechtsforum von Genf noch einmal darauf hin, welche Umwandlung für die Bewohner der Insel der Triumph der Revolution bedeutet habe, mit dem ein Szenario überwunden worden sei, wie es aktuell noch immer viele Millionen menschlicher Wesen auf dem Planeten erdulden müssen.

„Seit der militärischen Besetzung durch die Vereinigten Staaten, die unsere Unabhängigkeit verhinderte, mit von ihnen eingesetzten Regierungen, mit 45 % der Kinder ohne Schulbildung, mit 85 % der Bevölkerung ohne fließendes Wasser, mit Bauern, die im Elend lebten und nicht Herren des Bodens waren, den sie bearbeiteten, wurden die Bewohner brutal ausgebeutet“, sagte er.

Er erinnerte daran, dass „es in Kuba keine Rechte für Arbeiter und Bauern gegeben“ habe. „Es fanden häufig außergerichtliche Hinrichtungen statt. Das Verschwinden Lassen und die Folterungen verstärkten sich. Es gab grausame rassistische Diskriminierung, ein hohes Niveau an Armut und Mädchen und Frauen waren noch marginalisierter, Die Würde der Kubaner war besudelt und die nationale Kultur angegriffen.“

Rodríguez betonte erneut die Verpflichtung seines Landes den Menschenrechten gegenüber und die Bereitschaft, über das Thema zu sprechen.

„Kuba wird sich weiter nach vorne bewegen, mit festem, sicherem Schritt auf der Basis des politischen Willens und dem Bestreben der Regierung und des kubanischen Volkes, eine noch freiere, demokratischere, partizipativere, gerechtere und solidarischere Gesellschaft aufzubauen“, führte er aus.

ZIFFERN UND ERGEBNISSE

Im Bereich der Gesundheit garantiert die Regierung Kubas seinen Bürgern eine universelle Betreuung, gratis und qualitativ hochstehend, eine Errungenschaft, die in den vergangenen 55 Jahren mit über hundert Ländern geteilt wurde, wohin kubanische Ärzte ihre solidarische Hilfe trugen.

UNICEF erklärte Kuba 2017 zu einem der 15 Staaten der Welt, die die grundlegenden Maßnahmen anwenden, die eine gute Entwicklung des Gehirns bei Kindern garantieren, während am 30. Juni 2015 anerkannt wurde, dass es dem Land gelungen sei, die Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids und Syphilis auszumerzen. Überdies eliminierte Kuba 14 infektiöse Krankheiten.

Was den Bildungssektor angeht, begannen am 3. September über eine Million 750 Tausend das Schuljahr 2018/2019 – in einem Land von 11 Millionen Bürgern, in dem universelle und kostenlose Abdeckung bei allen Bildungsstufen herrscht, ungeachtet des Geschlechts, der Hautfarbe, der Religion, der politischen Haltung und der wirtschaftlichen Lage der Familien.    

Einem Bericht der UNESCO zufolge über „Bildung für Alle in der Welt 2015“ ist Kuba das einzige Land Lateinamerikas und der Karibik, das sämtliche globalen Ziele 2000-2015 erreichte und deshalb als Land der Dritten Welt mit hoher bildungsmäßiger Entwicklung eingestuft wird – auf Platz 28 weltweit, was die Indizes der Entwicklung der „Bildung für Alle“ betrifft.

Bezüglich der Kultur gibt es in 15 Provinzen ein großes Netz von Einrichtungen wie Kulturhäusern, Büchereien, Museen und Bibliotheken und freien Zugang zu künstlerischer Ausbildung auf elementarem, mittlerem und hohem Niveau.

Paradoxerweise ist die Frage der Menschenrechte eine der Speerspitzen des Kreuzzuges, den die Vereinigten Staaten gegen Kuba führen, obwohl das nordamerikanische Land eine zweifelhafte Auffassung von der Materie hat, was schon daran deutlich wird, dass es nur 18 der 61 internationalen Instrumente zur Ausübung der Menschenrechte befürwortet. (PL)