OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Am Nachmittag des 30. Oktober verabschiedeten der Erste und Zweite Parteisekretär Armeegeneral Raúl Castro Ruz bzw. José Ramón Machado Ventura Miguel Díaz Canel am Internationalen Flughafen José Martí. Photo: Estudios Revolución

Vielleicht führte uns die Logik der Zeitzonen, die andere im Vorhinein den Tag erleben lässt, der diese Seite der Karibik noch nicht erwärmt, uns besonders eindringlich die Intensität vor Augen, mit der der Präsident des Staats- und des Ministerrats Kubas seine Regierungsgeschäfte ausübt, dieselbe, die Fidel mit seiner nie müde werdenden Fähigkeit sich zu erneuern und das Strategische das eine über das andere Mal zu überdenken, geprägt hat.

Diese Dimension zeigte uns die vom 1. bis 14. November dauernde Rundreise des Präsidenten Miguel Díaz-Canel, die in ihrer gesamten Auswirkung nicht sofort gemessen werden kann, denn sie fällt zeitlich mit dem sehr weit gespannten Entwicklungshorizont zusammen, den sich Kuba aufgestellt hat und der vom 6. und 7. Parteitag bestätigt wurde.

Es ist unmöglich nicht über die Hoffnung zu sprechen, wenn der Verlauf der Ereignisse uns vor Umarmungen, Freundschaft, Bündnissen, Vereinbarungen und Kontinuität stellte, vor Menschen, die ihre Emotionen zeigten, nicht, weil das Protokoll es so vorschgeschrieben hätte, sondern aufgrund der Konsequenz und Kohärenz einer Revolution, die in 60 Jahren keine Zugeständnisse gemacht und auch nicht auf ethische Reinheit in ihrem Verhalten verzichtet hat.

Ohne Brüche ist der Präsident in diese Länder gekommen und vertraut dabei auf die Botschaft, die er auf der Bühne überbringt, die bereits zuvor durch das Vertrauen, das von Fidel und Raúl, als deren Sohn er sich fühlt, geschaffen wurde.

Das sind Koordinaten ,an die sich jeder Annalist halten kann, aber es gibt andere bemerkenswerte Besonderheiten, wie ein ganzes Entwicklungsprogramm, auf dem das Modell des Wohlstands einer Nation basiert, die nicht im Singular denkt sondern an kollektive Bestrebungen, die wir im Sinne Martís als mit allem zum Wohle aller bezeichnen.

Diese Wege der Gegenwart und der Zukunft kristallisierten sich auf einer Route heraus, auf der der Präsident von Vizepräsident Ricardo Cabrisas, Außenminister Bruno Rodríguez, Kommunikationsminister Jorge Luis Perdomo, Industrieminister Alfredo López und dem Minister für Bergbau und Energie Raúl García begleitet wurde.

Die Verantwortlichkeiten eines jeden, der dort im Namen Kubas war, verbinden sich mit dem, was wegen seines strategischen Charakters zur produktiven Umwandlung auf der Grundlage des Nationalen Plans für Wirtschaftliche und Soziale Entwicklung bis 2030 umrissen und von der Nationalversammlung und dem Haushaltsgesetz unterstützt wird.

Erinnern wir uns daran, dass die Umstrukturierung der kubanischen Wirtschaft die Notwendigkeit mit sich gebracht hat, Aktionen bei den mit großem ökonomischen Potential und starkem Multiplikationseffekt ausgemachten Aktivitäten zu entwickeln und die wissenschaftlichen, technologischen, menschlichen, finanziellen und organisatorischen Anstrengungen darauf zu fokussieren.

KUBA, ALS DIE LEICHTE LUFT ZUM ATMEN

Brüderlichkeit, Vertrauen, Treue und Selbstlosigkeit sind nicht nur die Säulen, über die Kuba seit mehr als einem halben Jahrhundert seinen Humanismus und seine Solidarität in die Welt trägt, sondern sie kommen zusammen mit den Empfehlungsschreiben, die Díaz-Canel mit der Ritterlichkeit seiner Vorgänger verteidigt und mit denen die Diplomaten der Insel immer auf jeder Bühne ehrenhaft auftraten. Es sind dieselben, die in Geist und Buchstaben im neuen Verfassungsentwurf der Republik in seinem Artikel 16 zu finden sind: Die Republik Kuba begründet die internationalen Beziehungen auf der Ausübung der Souveränität und den antiimperialistischen und internationalistischen Prinzipien im Interesse des Volkes und bekräftigt infolgedessen: ihr Streben nach einem würdigen Frieden, der für alle Staaten wahr und gültig ist, begündet auf der Achtung der Unabhängigkeit und Souveränität der Völker und ihrem Recht auf freie Selbstbestimmung, die in der Freiheit zum Ausdruck kommt als wesentliche Voraussetzung, um das friedliche Zusammenleben zwischen den Nationen zu sichern, ihr politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles System zu wählen; sie hält an ihrem Willen fest, strikt die Prinzipien und Normen des Internationalen Rechts einzuhalten insbesondere die Gleichheit der Rechte, die territoriale Integrität , die Unabhängigkeit der Staaten, die Nicht-Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen oder die Drohung damit, die internationale Zusammenarbeit zu gegenseitigem und gerechten Nutzen, die friedliche Regelung von Konflikten auf der Basis der Gleichheit und der Respektierung der übrigen in der Charta der Vereinten Nationen proklamierten Prinzipien; sie verteidigt die Repektierung des internationalen Rechts und die Multipolarität in den Beziehungen zwichen den Staaten; sie verurteilt jede Form von Faschismus, Kolonialismus oder Neokolonialismus; sie schützt die Menschenrechte und weist jede Form von Rassismus und Diskriminierung zurück; sie fördert die Abrüstung und lehnt die Weitergabe von Atomwaffen, Massenvernichtungswaffen und anderen mit ähnlicher Wirkung ab, die gegen das Humanitäre Vökerrecht verstoßen; sie wendet sich gegen jede Form des Terrorismus, insbesondere gegen Staatsterrorismus und setzt sich für die Erhaltung der Umwelt und den Kampf gegen den Klimawandel ein.

Das Ausmaß von Zuneigung und Respekt, das Kuba gesät hat, das durch das Prinzip seines Handelns gestützt wird, konnte in diesen Tagen von seinem Volk gemessen werden, das sein Selbstgefühl mit jedem Zeitungsbericht über das Programm seines Präsidenten in Russland, der Demokratischen Volksrepublik Korea, China, Vietnam und Laos bekräftigt sah.

Granma bietet in Folge eine Zusammenfassung, in der die von der Revolution geknüpften Bindungen und die neuen Vereinbarungen sichtbar werden, die unser Emanzipationsprojekt nachhaltiger machen und in der Sublimierung der Aufgaben verankert sind, die das Leben dem Kubaner auferlegt hat, in der Legitimität der Führung, die von der gemeinsam geteilten Opferbereitschaft und der Verwurzelung mit den besten Gefühlen heraus ausgeübt wird, die uns auch mit diesen Völkern vereint haben.