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Díaz-Canel sprach mit Fischern, die nach mehreren Tagen wetterbedingter Zwangspause ihre Boote für die Ausfahrt vorbereiteten Photo: Estudios Revolución

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez suchte am Donnerstagmorgen die Gemeinde Batabanó in der Provinz Mayabeque auf, um die durch den Hurrikan Michael hervorgerufenen Schäden zu bewerten und gleichzeitig die Gelegenheit zu nutzen, um die Lösung früherer Probleme des Gebiets zu analysieren.

Zuerst besuchte er den Hafenterminal, der für die Wirtschaft von großer Bedeutung ist und Investitionen benötigt, um den Betrieb zu verbessern und damit auch die Indikatoren für das Be- und Entladen von Waren. Díaz-Canel hielt es für angebracht, die in den Häfen von Santiago de Cuba und Mariel gemachten Erfahrungen auszuwerten, die für Batabanó nützlich sein könnten.

Beim Verlassen des Hafens interessierte er sich für die Bedingungen des Passagierterminals. Er fragte dort mehrere Personen nach dem Zeitplan der Katamarane zur Insel der Jugend und der Ausstattung des Terminals. Im Austausch mit den Behörden des Gebiets hatte der Präsident zuvor empfohlen, die Einrichtung durch ein schöneres, funktionales und nachhaltiges Design zu verbessern.

In einer der Straßen des Volksrats Surgidero de Batabanó, die infolge des Wetterereignisses noch überschwemmt war, sprach Díaz-Canel mit Einwohnern über die Probleme mit dem Wasserabfluss in diesem Gebiets, aufgrund derer sich im Falle starker Niederschläge das Wasser staut und es Tage braucht, ehe es abfließt. Er sprach davon, dass die Bevölkerung verstehen müsse, dass man keine Häuser in der Nähe der Küste bauen dürfe, und von den Plänen, das Image der Gemeinde zu verändern.

Eine Frau, die eine Subvention erhalten hatte, um ihr Haus zu bauen, erzählte dem Präsidenten über ihre Schwierigkeiten beim Erwerb der Baumaterialien, weil diese, wie sie sagte, von Wiederverkäufern monopolisiert würden. Díaz-Canel wies an, unmittelbar auf die Beschwerde zu reagieren. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die Maßnahmen, die der Staat zum Wohl der Bedürftigsten ergreift, von einigen Skrupellosen ausgenutzt werden.

Der Besuch führte dann zum Fischereibetrieb Camilo Cienfuegos, wo er sich mit mehreren Fischern unterhielt, die nach einigen Tagen wetterbedingter Zwangspause ihre Boote für die Ausfahrt vorbereiteten. Dann besuchte er auch industrielle Anlagen der Fischverarbeitung.

Der Präsident besuchte außerdem die Möbelfabrik Signo, wo er die Werkstätten besichtigte und die Arbeiter begrüßte und sich dann mit Vertretern der Partei und der Regierung der Provinz Mayabeque und der Gemeinde Batabanó versammelte. An dem Treffen nahmen auch der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats, Salvador Valdés Mesa, und mehrere Minister und stellvertretende Minister teil.

Der erste Sekretärin der Partei in der Provinz, Yanina de la Nuez Aclich, berichtete über die Arbeit, die in dem Gebiet geleistet wurde, um der durch den Hurrikan Michael verursachten Wetterlage erfolgreich zu begegnen. Sie erklärte, dass das komplizierteste Szenario aufgrund des Eindringens des Meeres in Batabanó aufgetreten sei. In der Provinz seien 113 Menschen evakuiert worden, fast alle in Wohnungen von Angehörigen, und es seien bisher drei zusammengestürzte Häuser registriert worden.

Insbesondere wurde die Situation der Menschen in Surgidero von Batabanó analysiert, wo es häufig zu Überschwemmungen kommt, nicht nur bei außergewöhnlichen Wetterereignissen wie Hurrikanen.

Der kubanische Präsident forderte eine unverzügliche und entschiedene Lösung des Abflussproblems, „denn wir müssen uns in die Lage der Einwohner hineinversetzen und die Lösung der Probleme mit Sensibilität angehen.“

Er drängte darauf, neue Technologien zu verwenden, um die Straßen der Gemeinde zu verbessern, wie die Verwendung von Adocreto, ein wirtschaftlich günstiges Material mit hoher Festigkeit, das schnell aufgebracht werden kann. Außerdem sei es wichtig, die angebotenen Dienstleistungen zu verbessern, dies mit gutem Geschmack zu tun und grundsätzlich die Einwohner in die Bemühungen einzubeziehen, die Umwelt, in der sie leben, zu verbessern.