OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudios Revolución

Angesichts der Gefahr, die der Regen im Zusammenhang mit dem Hurrikan Michael im Westen des Landes darstellt, kommunizierten am Montagabend der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez sowie Vizepräsidenten, Minister und andere Führungskräfte über eine Videokonferenz mit der Parteiführung und der Regierung der fünf Provinzen, die am stärksten von dem Klimaereignis bedroht sind, und telefonisch mit der Sondergemeinde Isla de la Juventud.

Während des Austauschs wurde festgestellt, dass in allen Provinzen die Maßnahmen ergriffen wurden, die der jeweils ausgerufenen Phase entsprechen. Insgesamt gesehen wurden die in überschwemmungsgefährdeten Gebieten lebende Bevölkerung und die in ihnen vorhandenen wirtschaftlichen Ressourcen gut geschützt.

Divisionsgeneral Ramón Pardo Guerra, Chef des Nationalen Zivilschutzstabes, informierte über den aktuellen Wetterstand.

Aus Pinar del Río wurde darauf hingewiesen, dass angesichts möglicher Überschwemmungen bereits mehr als 300 Menschen evakuiert worden seien, hauptsächlich in Häusern von Nachbarn oder Angehörigen. Ein Teil der Provinz war ohne Elektrizität, Bäume waren auf Stromleitung gestürzt und Dächer sind beschädigt worden.

Größte Aufmerksamkeit gelte den Gemeinden Sandino und San Juan y Martinez sowie einigen Orten im Süden der Provinz, wo sich die besonders überschwemmungsanfälligen Gebiete befinden.

In der Provinz Artemisa sei der Niederschlag bisher nicht signifikant gewesen sei. Es werde der Einsatz von Generatoren für Wirtschaftszentren angewiesen, insbesondere für Aquädukte, obwohl Maßnahmen ergriffen werden, um die Risiken zu minimieren. Vor allem in den Küstengebieten von Playa de Majana und den Orten Cajío und Guanímar würde die Bevölkerung evakuiert werden.

Über Havanna wurde berichtet, dass vom Wochenende bis Montag etwa 71.000 Kubikmeter fester Abfälle hauptsächlich in Abwasser- und Entwässerungsgebieten abgefahren wurden. Besonderes Augenmerk wurde auf den Bereich der Uferstraße Malecón und die Stadtbezirke Santa Fe, Centro Habana und Alt-Havanna gelegt. In gleicher Weise wurden Brigaden für die Sicherung von Gebäuden verstärkt und voll aktiviert.

In der Provinz Mayabeque sei die Lage ruhig. 102 Mikrostauseen würden Wasser abfließen lassen, was aber keine Gefahr für die im Abflussgebiet wohnende Bevölkerung darstelle.

Aus der Provinz Matanzas wurde berichtet, dass die Wasserreservoire zu 65 % gefüllt seien. Es wurde auch erklärt, dass die Maßnahmen im Falle notwendiger Evakuierung der mehr als 17.000 Kunden in den Touristenzentren im Detail festgelegt würden.

In einem Telefongespräch mit den wichtigsten Behörden der besonderen Sondergemeinde Isla de la Juventud wurde bekannt, dass die Windstärke nachgelassen habe und die Situation unter Kontrolle sei. Die größten Schäden seien an 16 Häusern entstanden.

Alejandro Gil Fernández, Minister für Wirtschaft und Planung, sagte, dass die grundlegenden Ressourcen zur Verfügung stehen, um auf mögliche Schäden im Wohnungswesen reagieren zu können. Im Fall von Treibstoff, so sagte er, sollte es bei Ausnahmesituationen keine Schwierigkeiten für die geplante Verteilung geben. Ebenso werde die Verfügbarkeit von Mehl gesichert, hauptsächlich zur Herstellung von Brot.

Der Präsident des Instituts für Wasserwirtschaft, Antonio Rodríguez Rodríguez, sagte, dass von den 85 Dämmen nur 37 Wasser abließen, obwohl alle ständig überwacht würden.

Der Präsident der Staats- und des Ministerrats, Miguel Diaz-Canel Bermúdez, rief dazu auf, die notwendige Wachsamkeit beizubehalten und die festgelegten Maßnahmen zu befolgen.

Niemand dürfe nachlässig sein, denn Michael sei ein Orkan, der sich in den letzten Stunden weiter organisiert habe, und es gebe gesättigte Zonen, die durch weitere Niederschläge gefährdet sein.