OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Wie das Prognostische Zentrum des Meteorologischen Instituts bekanntgibt, hat der tropische Sturm Michael an Organisation und Intensität gewonnen. Um 6 Uhr heute Morgen war er etwa 140 km südsüdwestlich vom Cabo de San Antonio in der Provinz Pinar del Rio; er wird in den nächsten 12 bis 24 Stunden seinen Weg Richtung Norden fortsetzen und dabei allmählich an Geschwindigkeit, Organisation und Intensität zunehmen und sich am Mittag in einen Hurrikan verwandeln.

Es ist wichtig zu beachten, dass die damit verbundenen Regenfälle, die stark und anhaltend sein können, den gesamten westlichen Teil Kubas betreffen, hauptsächlich aber Pinar del Rio, Artemisa und die Insel der Jugend. Man geht auch davon aus, dass es zu örtlich begrenzten heftigen Stürmen kommt.

Am Vormittag kann der Wind auf der Halbinsel Guanahacabibes Hurrikanstärke erreichen. Im Rest von Pinar del Rio und der Insel der Jugend die Kraft eines Tropensturms und in Artemisa die eines tropischen Tiefs.

An der Südküste von Artemisa und von Pinar del Rio kann es zu mäßigen bis schweren Überschwemmungen kommen. Im Süden von Mayabeque und der Insel der Jugend sind diese leicht und gemäßigt. Man geht davon aus, dass die Niederschläge zusammen mit dem Verhalten des Meeres das Risiko für Überschwemmungen in tief gelegenen Gebieten ansteigen lassen.

Angesichts der schnellen Entwicklung dieses Systems, seiner Nähe zu unserem Land und der hydrologischen Situation in den davon bedrohten Gebieten, wird für die Provinzen Pinar del Río, Artemisa, La Habana, Mayabeque und Matanzas sowie für die Insel der Jugend die Phase der Information ausgerufen. Alle Leitungsorgane, wirtschaftliche und soziale staatliche und nicht-staatliche Institutionen müssen die zur Risikoverminderung in diesem Fall vorgesehen Maßnahmen ergreifen.

Die Behörden der Provinzen Cienfuegos, Sancti Spíritus und Villa Clara müssen ihre hydrologische Wachsamkeit verstärken und das Niederschlagsverhalten in ihrem Gebiet beobachten.

Die Bevölkerung soll sich über die Informationen des Prognostischen Zentrums des Meteorologischen Instituts und die Anweisungen des Generalstabs der Zivilverteidigung auf dem Laufenden halten und diszpliniert die Schutzmaßnahmen durchführen, die die lokalen Behörden anordnen.

(Generalstab der Zivilverteidigung)