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Fotograma de la película Yuli

Der britische Drehbuchautor Paul Laverty, der den Preis für das beste Drehbuch auf dem Festival in San Sebastian, Spanien, mit dem Film Yuli gewann, welcher vom Leben des kubanischen Tänzers und Choreographen Carlos Acosta inspiriert ist, katalogisierte die Blockade gegen Kuba „als eine Schande, die enden muss“.

Bei der Entgegennahme des Preises sagte Laverty, üblicher Drehbuchautor von Regisseuren wie dem Briten Ken Loach: „Vor 58 Jahren verhängten die USA eine Blockade gegen Kuba, eine Blockade, die illegal ist, die jedes Jahr bei den Vereinten Nationen verurteilt und nur von zwei Stimmen dort unterstützt wird: Von den USA und Israel, zwei Experten bei der Anwendung kollektiver Bestrafung von Zivilisten. Zwei Schläger, Schufte, Heuchler. Wir müssen diese Schande beenden, müssen wir die Blockade gegen Kuba beenden.“

Laverty schließt sich der langen Liste von Künstlern und Intellektuellen an, die historisch gegen diese US-Politik gegenüber Kuba aufgetreten sind, wie die Filmemacher und Schauspieler Oliver Stone, Benicio del Toro und Robert de Niro sowie die Musiker Manu Chao, Tom Morello, Chris Martin und Chris Cornell, neben vielen anderen.

Gemäß offiziellen Angaben hat die Blockade gegen Kuba seit ihrer Einführung Verluste von mehr als 933,7 Milliarden US-Dollar verursacht. Allein auf dem Gebiet der Kultur stellt sie ein Hindernis für den Austausch mit US-amerikanischen Künstlern dar sowie für den Erwerb von künstlerischen Lehrmitteln, Software für Animationsstudien und vielem anderem.

Die Worte Lavertys fanden große Verbreitung durch die akkreditierte Presse am anerkannten Festival von San Sebastian, die den Film Yuli seit seiner Premiere feierte, bei der ein Teil der Besetzung des Films zugegen war, angeführt von Carlos Acosta und der Schauspielerin Laura de la Uz.

Am Film ebenfalls beteiligt sind neben anderen der kubanische Choreograf und Dozent Santiago Alfonso, Andrea Doimeadiós sowie die Produzentin Claudia Calviño.

„Yuli war ein Geschenk für mich. Ich bin Icíar Bollaín, Paul Laverty, Juan Gordon und Andrea Calderwood sehr dankbar dafür, dass sie mein Leben auf die große Leinwand gebracht haben. Eines Tages werde ich sterben, aber jetzt weiß ich, dass meine Enkel die Erinnerung an ihren Ururgroßvater haben werden. Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk. Es ist ein sehr innovativer Film, mit großer Sensibilität und Integrität, der nicht danach trachtet, bereits vereinbarten Konventionen zu folgen, sondern versucht, etwas Originelles zu tun, schrieb Carlos Acosta per E-Mail an Granma.

Acosta (Havanna, 1973), einer der größten Tänzer in der Geschichte der kubanischen Balletts, sagte, dass der Film, der auf seiner Biographie No Way Home basiert, die vom Künstler selbst geschrieben wurde, den Kubanern als ein Vorbild für Ausdauer dienen könne.

„Es ist der Triumph einer bescheidenen kubanischen Familie und kann allen Kubanern, die Tag für Tag Widrigkeiten begegnen, als Spiegel dienen“, sagte der Tänzer, der die junge Kompagnie Acosta Danza gründete und leitet.

- Yuli, unter der Regie der Spanierin Icíar Bollaín, wurde von den Fachkritikern als „vorzüglich“ und „glänzend“ bezeichnet.

- Dieser Film, in dem Acosta sich selbst interpretiert, erzählt von dem Widerstand, der Hingabe und Hartnäckigkeit, die die Karriere des kubanischen Tänzers (der zunächst Fußballspieler sein wollte) bestimmte, bis er zu einer der weltweit ersten Figuren des Tanzes wurde und Kompagnien wie dem Houston Ballet oder dem Royal Ballet of London angehörte.

- Unter der Kameraführung des Spaniers Alex Catalán begann der Film seine Reise in San Sebastian und wird im kommenden Monat Dezember auf der internationalen Bühne aufgeführt.