OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Veranstaltung zum 1. Parteitag im Dezember 1975 auf dem Platz der Revolution. Foto: Archiv Granma

Rubén Martínez Villena (1899-1934), Dichter und Führer der kubanischen Kommunisten

Meine Sicht der Welt hat sich verändert. Trotzdem liebe ich die Schönheit noch mehr als vorher. Aber jetzt weiß ich, dass ohne Gerechtigkeit und Brot, die Schönheit Reuegefühle, eine Belastung des Gewissen hervorruft... Deswegen habe ich mein Leben dem Kampf für die Gerechtigkeit, das Brot und die Schönheit geweiht... Ich werde keinen Vers mehr in der Art schreiben, wie ich dies bisher getan habe. Ich brauche das nicht zu tun. Warum? Ich fühle meine persönliche Tragödie nicht mehr. Sie gehört nicht mehr zu mir. Jetzt gehöre ich zu ihnen (den Arbeitern, den einfachen Menschen) und zu meiner Partei.

Ernesto Che Guevara (1928-1967), Comandante der Guerilla und Internationalist

Die Menschen gehen bereits nicht mehr ganz allein, auf verlorenen Wegen hin zu weit entfernten Sehnsüchten. Sie folgen ihrer Vorhut, die von der Partei gebildet wird, von den Arbeitern auf den Vorposten, vor den Menschen auf den Vorposten, die mit den Massen verbunden sind und eng mit ihnen zusammengehen, Die Avantgarde hat ihren Blick in die Zukunft und deren Lohn gerichtet , aber das ist nicht als etwas Individuelles zu betrachten; der Preis ist die neue Gesellschaft, in der die Menschen unterschiedliche Eigenschaften haben: die Gesellschaft des kommunistischen Menschen.

Der Weg dahin ist weit und voller Schwierigkeiten. Manchmal, weil man die Richtung verloren hat, muss man zurückgehen. Andere gehen zu schnell und dabei werden wir von den Massen getrennt. Manchmal, wenn wir zu langsam voranschreiten, spüren wir den Atem derjenigen hinter uns, die uns auf die Fersen treten. In unserem revolutionären Ehrgeiz versuchen wir so schnell wie möglich voranzukommen, Wege zu öffnen, aber wir wissen, dass wir uns aus der Masse nähren müssen und diese kann nur schneller vorangehen, wenn wir sie durch unser Beispiel ermutigen.

Raúl Roa (1907-1982), Intellektueller, Politiker, Diplomat

Die einzige Partei, in der ich jemals Mitglied gewesen bin, ist die aktuelle Kommunistische Partei Kubas. Ich muss dabei hinzufügen, dass dies auch die höchste Ehre meines revolutionären Lebens ist... Der Marxismus, unter Ägide von Fidel Castro, wird als eine kreative Kraft und eine Unabhängigkeit in den Auffassungen wahrgenommen und angewandt, ohne dass sich dabei die Substanz verändert, ihr internationalistischer Charakter oder ihr Wille zur Ausdehnung umgangen würde. Daher stammt ihre Frische, ihre Vitalität, ihre Kühnheit, ihre Standhaftigkeit, ihre Autochthonie und ihre Universalität, die sie der Kubanischen Revolution verleiht. Deswegen ist sie so marxistisch und nicht so marxistisch wie sie vor zehn, zwanzig Jahren war.

Alejo Carpentier (1904-1980), kubanischer Schriftsteller und Essayist

Brief an den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, nachdem er den Literaturpreis Miguel de Cervantes für spanische Sprache erhalten hat:

Wenn man davon ausgeht, dass jeder Preis, den ein Kubaner in dieser besonderen Phase unser Geschichte erhält nicht das egoistische Eigentum desjenigen sein darf, der ihn erhält, erfüllt es mich mit Freude, die damit verbundene Gedenkmedaille des Preises Miguel de Cervantes Saavedra, der mir am 14. April überreicht wurde, weiterzuleiten; ich bin nämlich der Auffassung, dass er mehr meiner Partei als mir zukommt, was gleichkommt zu sagen, der Kubanischen Revolution, die die besten Ideale des Menschen meiner Generation herauskristallisierte und mir ein meinen späten Lebensjahren meine Daseinsberichtigung voll bewusst gemacht hat.

Ich bitte Sie gleichzeitig darum, den materiellen Teil besagten „Cervantes“ Preises zu akzeptieren und ihn für etwas zu verwenden, was Ihnen angemessen erscheint.

Armeegeneral Raúl Castro Ruz (1931), erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas

Die Partei ist nicht ausschließlich die der Kommunisten sondern die aller, und aus diesem Grunde müssen wir sie immer schützen und schätzen. Wir achten die Vollmachten und die Entscheidungen der höheren Instanzen, wir üben die strengste Parteidisziplin, aber wir praktizieren gleichzeitig intern die weitest gefasste Demokratie, so dass jedes Mitglied im Schoße der Organisation und wenn es die Regeln des Ortes, den Zeitpunkt und die Form wahrt, das heißt am geeigneten Ort, zur richtigen Zeit und in korrekter Form, in völliger und absoluter Freiheit zu jeder Frage und zu jedem Compañero seine Meinung darlegen kann.

Was wird vor allem andern die Vereinte Partei der Revolution sein? Es wird eine Schule der Revolutionäre sein, es ist in der Partei, wo man lernt, ein Revolutionär zu sein.

Den historischen Führern der Revolution läuft unaufhörlich die Zeit davon und verkürzt das Leben. Und mit Ihnen zusammen arbeiten wir daran, dass der große Führer unser Revolution heute, morgen und immer unsere Kommunistische Partei sein wird.

Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz (1926-2016), historischer Führer der kubanischen Revolution

Heute haben wir unsere Partei, heute haben wir unsere politischen Führer. Unsere Partei ist das Zentrum der Revolution, d.h. das, was eint, was zusammenhält und Lösungen findet.

Und immer, immer als ein wesentlicher Punkt, als ein fundamentaler Punkt steht vor allem und über allem das Volk, vor allem und über allem die Gefühle und Meinungen des arbeitenden Volkes, die Meinung der arbeitenden Massen. Und wir, alle Mitgleider der Partei und alle Führer der Revolution müssen dieses Prinzip immer als revolutionäres Streben präsent haben.

Wie die Revolutionäre Kubanische Partei der Unabhängigkeit führt heute unsere Partei der Revolution. Die Mitgliedschaft In ihr ist keine Quelle von Privilegien sondern sie bedeutet Opfer und totale Hingabe an die Sache der Revolution. Deswegen treten in sie die besten Söhne und Töchter der Arbeiterklasse und des Volkes ein, wobei immer von Qualität und nicht von Quantität ausgegangen wird.

Ihre Wurzeln sind die besten Traditionen der Geschichte unseres Volkes, ihre Ideologie ist die der Arbeiterklasse: Der Marxismus-Leninismus. Sie ist die Stelle, die die politische Macht bewahrt und die Gegenwart und Zukunft der Reinheit, der Konsolidierung, der Kontinuität und des Vorankommens der Revolution garantiert.

Zusammen unternehmen wir den Weg und perfektionieren, was perfektioniert werden muss, mit Treue und vereinter Kraft, wie Martí, Maceo und Gómez im unaufhaltsamen Marsch.

Sehr bald werde ich wie alle anderen sein. Jeder ist einmal an der Reihe, aber die Ideen der kubanischen Kommunisten werden fortbestehen als Beweis dafür, dass auf man auf diesem Planeten, wenn man mit Hingabe und Würde arbeitet, man die materiellen und kulturellen Güter herstellen kann, die die Menschen benötigen und wir müssen ohne Pause dafür kämpfen, das zu erreichen.

Quellen:

Carpentier, Alejo. Carta de Carpentier al Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, al concedérsele al escritor el premio Miguel de Cervantes, en Madrid, 12 de abril de 1978.

Castro Ruz, Fidel. Discurso en la sesión de clausura del 7mo. Congreso del Partido Comunista de Cuba, en el Palacio de Convenciones, el 19 de abril del 2016.

Castro Ruz, Fidel. Discurso pronunciado en la clausura del Acto de la Juventud en Las Villas. Periódico Revolución, 22 de octubre de 1964.

Castro Ruz, Fidel. Discurso pronunciado en la conmemoración del xx aniversario del ataque al Cuartel Moncada, en Santiago de Cuba, Oriente, el 26 de julio de 1973.

Castro Ruz, Raúl. Discurso ante los Cuadros y Funcionarios el Comité Central del pcc el 4 de mayo de 1973.

Castro Ruz, Raúl. Discurso pronunciado en la Reunión Nacional de organización del Partido en las FAR. Granma, 26 de septiembre de 1970.

Guevara, Ernesto. El socialismo y el hombre en Cuba. Editorial Arte y Literatura, La Habana, 1965.

Martínez Villena, Rubén. «Carta a Raúl Roa». En: Epistolario. Editorial Pablo. La Habana, 2015.

Orta Ruiz, Jesús. «Placa en la puerta del Partido». Granma, 30 de enero de 1968.

Roa, Raúl. «Tiene la palabra el camarada Roa». Entrevista de Ambrosio Fornet. Revista Cuba, La Habana, octubre de 1968.

Edición: Alejandra García Elizalde