OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Der Präsident des Staats- und des Ministerates, Miguel Diaz-Canel Bermúdez, leitete am 24. Juli das Treffen des höchsten Regierungsorgans, bei dem unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung zum Ende des ersten Halbjahres untersucht wurde.

Bezogen auf das Verhalten des Plans, sprach der Minister für Wirtschaft und Planung, Alejandro Gil Fernandez, über eine Reihe von Themen, die bereits auf der vorhergehenden Sitzung im Juni besprochen worden waren.

In seiner Rede betonte er die vom Land inmitten der Einschränkungen unternommenen Anstrengungen, um in der Wiederherstellung nach den durch den Hurrikan „Irma“ und den subtropischen Sturm „Alberto“ verursachten Schäden voranzukommen.

Bezüglich dieses letztgenannten klimatologischen Ereignisses bemerkte er, dass die am stärksten betroffenen Provinzen eine beträchtliche Anzahl von Ressourcen erhalten haben, darunter Zusatzlieferungen von Nahrungsmitteln für die Opfer.

Andererseits wurde bekannt, dass dank der pünklichen und prioritären Bereitstellung von Ressourcen staatliche Produktionsaufträge wie im Falle von Seife, Schuluniformen, Bewässerungssystemen, der Herstellung und Reparatur von Bussen und der Reifenproduktion, neben anderen, abgesichert worden seien.

Besonderes Gewicht wurde auf die Notwendigkeit gelegt, die verfügbaren materiellen und finanziellen Ressourcen rationell und effizient zu nutzen, um die Hauptziele des Plans zu erreichen, insbesondere im Zusammenhang mit grundlegenden Dienstleistungen für die Bevölkerung und die Entwicklung.

Bezüglich des Verhaltens des Tourismus wurde die Anstrengung hervorgehoben, die es in kurzer Zeit ermöglichte, die Hotelanlagen wiederherzustellen und zu Ende Juni mehr als 2,5 Millionen Besucher im Land empfangen zu haben.

Im Rahmen der Debatte analysierte der Ministerrat die Maßnahmen zur Bekämpfung des Treibstoffdiebstahls in verschiedenen Bereichen der Volkswirtschaft sowie die Maßnahmen, die zu seiner Beseitigung ergriffen werden. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Teilnehmer für eine Vertiefung der Konfrontation mit diesem negativen Umstand aus, der in zukünftigen Treffen weiter verfolgt werden wird.

VERKEHRSSICHERHEIT

Das Treffen analysierte auch, dass in Kuba in den letzten sechs Jahren infolge von Verkehrsunfällen 4.446 Menschen starben und 50.170 verletzt wurden. Dies sei die Haupttodesursache bei Jugendlichen zwischen 15 und 29 Jahren, sagte der Minister für Transportwesen Adel Yzquierdo Rodríguez, bei der Vorstellung eines Berichts über die Stärkung der Verkehrssicherheit im Land.

Zu den Hauptursachen für das Auftreten dieser Ereignisse gehörten die geringe Risikowahrnehmung, die soziale Disziplinlosigkeit, loses Vieh auf den Straßen, die unzureichende Vervollständigung der Beschilderung, die Verschlechterung der Infrastruktur zusammen mit der unzureichenden Baukapazität an Kräften und Ressourcen, um der Nachfrage an Instandhaltungsarbeiten und der Entwicklung neuer Straßenbauarbeiten nachzukommen, sowie der Verkehr von Fahrzeugen ohne die aktualisierte technische Überprüfung.

In diesem Sinne wurde darauf bestanden, dass die Lösung dieser Ursachen in erster Hinsicht dadurch erfolgt, dass die zuständigen Organismen und Organisationen die geltenden Rechtsvorschriften durchsetzen und systematisch Disziplinlosigkeit, Rechtswidrigkeiten und Verstöße im Straßenverkehr bekämpfen.

Ebenso wurde eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die darauf abzielen, die Verkehrssicherheit im Land kurz-, mittel- und langfristig zu stärken, wobei die Bedeutung betont wurde, die Kultur der Gesellschaft in diesem Bereich zu steigern.

Das Thema führte zu einer breiten Debatte unter den Anwesenden, die sich darüber einig waren, dass wirklich wirksame Maßnahmen erforderlich sind, damit alle Beteiligten zusammenarbeiten können, ohne einen Raum ungenutzt zu lassen, um die Disziplin im Straßenverkehr zu fördern.

In diesem Zusammenhang betonte Díaz-Canel Bermúdez, dass dieses Thema unter anderem aufgrund der großen Zahl an Todesfällen und Verletzten sowie der daraus resultierenden Folgen für die Wirtschaft alle beunruhigen müsse.

FÜR EINE BESSERE LEISTUNG DER ARBEITER UND ANGESTELLTEN

Die Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung der Arbeiter und Angestellten sind grundlegende Elemente, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes zu fördern, das Wachstumstempo von Wissenschaft und Technologie zu beschleunigen sowie die Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells zu stärken.

Leonardo Andollo Valdés, zweiter Leiter der Ständigen Kommission für Umsetzung und Entwicklung, stellte den Mitgliedern des Ministerrates eine Politik zur Unterstützung des Studiums der Arbeiter und Angestellten unter Nutzung der Arbeitszeit aufgrund staatlichen Interesses, sowie zur Verbesserung des nationalen Systems wissenschaftlicher Abschlüsse und der akademischen postgradualen Weiterbildung vor.

Es wurde hervorgehoben, dass jene Schulungen und postgradualen Maßnahmen, die für das Unternehmen erforderlich sind, unter Berücksichtigung ihres Beitrags zur Erreichung eines höheren Produktionsniveaus, Produktivität, Effizienz und Qualität der Produktion und Dienstleistungen, ihre Auswirkungen auf die Vorbereitung auf eine Position und die Verbesserung der Arbeit der Kader und Arbeiter, und ihr Einfluss auf interessierende Probleme am Arbeitsplatz als von besonderem Interesse für den Staat betrachtet werden.

Als nächstes wurde der Vorschlag von Maßnahmen zur Verantwortung der Organismen und Einrichtungen bei der Aus- und Weiterbildung der qualifizierten Arbeitskräfte erläutert.

Die Hauptprobleme, die in diesem Sinne beobachtet werden, sind organisatorischer Natur, da Ausbildungsmaßnahmen bisher nicht als integriertes System konzipiert worden seien. Es wird Aufgabe verschiedener Einrichtungen sein, sich an der Ausarbeitung und Entwicklung von Studienplänen und Programmen zu beteiligen, Vereinbarungen mit Bildungseinrichtungen treffen, die Aktivitäten abzusichern, die für die Bildung und Entwicklung der qualifizierten Arbeitskräfte ausgeführt werden, die Einbeziehung von Studenten in die Praxis und in die Vorbereitung auf die Beschäftigung zu planen, zu organisieren und zu bewerten.

Der kubanische Präsident bestand darauf, dass die Ausbildung der qualifizierten Kräfte als eine notwendige Investition der Organismen für die Entwicklung ihrer Produktivkräfte angesehen werden müsse.

 

ANALYSE DER ZAFRA 2017-2018

Julio García Pérez, vor kurzem ernannter Präsident der Gruppe der Zuckerproduktion Azcuba, erklärte bei der Analyse der Ernte 2017-2018, dass ungeachtet der Nichteinhaltung des Plans etwas über eine Million Tonnen Zucker produziert werden konnten.

Als grundlegende Ursachen hervorgehoben wurden die Witterungsunbilden vor Beginn der Ernte, die Regenfälle in der Erntezeit, die viel stärker waren als der historische Durchschnitt, was die Qualität des Rohrs und den Betrieb in der Industrie beeinflusste, die geringe Produktivität der Ernte- und Transportausrüstung, sowie organisatorische und Management-Mängel im Allgemeinen.

Der Sektor ist nun auf die Vorbereitung des Zeitraums 2018-2019 konzentriert, um eine schnelle und qualitativ hochwertige Reparatur der Zuckerzentralen zu ermöglichen, die es ermöglicht, sie so früh wie möglich anzufahren, außer Betrieb befindliche Sammelstellen zu öffnen, die gerechtfertigt sind, um die Entfernungen im Transport des Zuckerrohrs zu verkürzen und die Zahl der notwendigen Triebwagen zu erhöhen, die die Arbeit rund um die Uhr garantieren, neben weiteren Maßnahmen.

Díaz-Canel Bermúdez hat beim Eingreifen in dieses Thema bekräftigt, dass in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt das Klimaverhalten der letzten Zeit und seine Auswirkungen auf die Planung der Zuckerernte untersucht werden müssen, da sich die Jahreszeiten ändern und das Land sich anpassen müsse.

KADERPOLITIK DES STAATES UND DER REGIERUNG

Miguel Mario Cabrera Castellanos, Leiter der Direktion für Kader des Staates und der Regierung, erläuterte die wichtigsten Elemente, die sich auf die Kaderpolitik des des Staates und der Regierung beziehen, sowie die zu ihrer Verwirklichung getroffenen Maßnahmen.

Wie eingeschätzt wurde, gibt es trotz einiger wahrgenommener Fortschritte in diesem Bereich immer noch Mängel, die auf mangelnde Aufmerksamkeit, Nachfrage, Kontrolle und Wahrnehmung der Leiter in Bezug auf ihre Verantwortung bei der Entwicklung der Prozesse hinweisen, die die Arbeit mit den Kadern und Ihre Reserven umfassen.

In diesem Sinne bestehen Mängel in der Anwendung der Kaderpolitik bei der quantitativen und qualitativen Komplettierung von Entscheidungspositionen, Verstöße gegen festgelegte Verfahren für die Auswahl und Beförderung von Kadern, mangelnde Objektivität der Reserve, unzureichende Beförderung von Frauen, Schwarzen, Mestizen und jungen Menschen in Entscheidungspositionen sowie unzureichendes Funktionieren einiger Kaderkommissionen.

Angesichts dieser Tatsache wurde an den zu berücksichtigenden Grundsätzen und den zu ergreifenden Maßnahmen in der Verwirklichung der aufgezeigten Aspekte gearbeitet. Insbesondere ging der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, in die Schlussrede der konstituierenden Sitzung der IX. Legislaturperiode der Nationalversammlung der Volksmacht am 19. April darauf ein.

Während der Analyse wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, eine Projektion vorzubereiten, die es ermöglicht, die Bewegungen der Kader, die zu befördernden Reserven und die Vorbereitung, die diese benötigen, um die Positionen zu besetzen, mit genügend Zeit vorauszusehen.

Darüber hinaus wurde die Sachdienlichkeit der Festlegung von Kategorien zur Definition des Entwicklungsstandes der Hauptkader erläutert, die angemessene Organisation der Reserve, insbesondere die schrittweise Heranbildung junger Menschen mit den Qualitäten und Fähigkeiten, Führungspositionen zu übernehmen, sowie die Entwicklung umfassenderer, objektiverer und systematischerer Analysen in den Kaderkommissionen zu diesen Fragen.

In Bezug auf die Arbeit des Ministerrats forderte Präsident Diaz-Canel seine Mitglieder dazu auf, ständig mit dem Volk in Kontakt zu bleiben und über die verschiedensten Themen zu sprechen. Gleichermaßen sei es erforderlich, an den kompliziertesten Stellen anwesend zu sein, daran zu arbeiten, Hindernisse zu beseitigen, die ergriffenen Maßnahmen in die Tat umzusetzen und sich mit der größten Sensibilität die Probleme und Sorgen der Bevölkerung zu befassen.