Wie soll sich die Linke angesichts der imperialistischen Angriffswut artikulieren? › Kuba › Granma - Offizielles organ des PCC
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Kubas Kindertheaterensemble La Colmenita hieß die Teilnehmer willkommen Photo: Jose M. Correa

Die morgendliche Sitzung des ersten Tages auf dem 24. Treffen des jährlich stattfindenden Forums von Sao Paulo vereinte Delegierte und Gäste in der traditionellen Schule der Politischen Bildung. Bei dieser Gelegenheit trafen sich Politiker, Führungspersönlichkeiten, Akademiker und Intellektuelle der ganzen Region, um über die dringlichsten Probleme zu diskutieren, die den Völkern Sorge bereiten und darüber, was für Einheit und Integration noch zu tun bleibt.

In einem vollbesetzten Raum, in dem über die Ausbildung von Kadern und Jugendleitern, über Aktionen und die notwendige mediale Gegenoffensive, die von der Linken ausgehen muss, die Rede war, wurde eine Botschaft der Unterstützung an den kürzlich gewählten Präsidenten Andrés Manuel López Obrador übermittelt wegen der Bedeutung der Rolle, die ein Land wie Mexiko in den Kämpfen auf dem Kontinent spielen kann.

Es wurde gesagt, dass dies ein Platz des Forums sein müsse, der das ganze Jahr über den Gedankenaustausch, die Analyse und die Suche nach gemeinsamen Lösungen ermögliche angesichts der Widrigkeiten und Herausforderungen, die sowohl innerhalb der einzelnen Länder als auch auf regionalem Niveau anzutreffen seien – unter Respektierung der Verschiedenheiten und besonderen Identitäten der Staaten, aber unter Nutzung dessen, was uns gemeinsam sei.

Am Ende dieses Treffens präsentierte der kubanische Intellektuelle Enrique Ubieta die letzten sieben Ausgaben der theorieorientierten Zeitschrift „Cuba Socialista“ und lud dazu ein, deren Website zu besuchen und ihre Seiten und hauptsächlichen Publikationen als Werkzeuge zum Kampf und als Spielraum des permanenten Dialogs der Intellektualität und der Parteien der Linken zu verwenden.

VON DEN DINGEN AUSGEHEND, DIE UNS EINEN, UND FÜR DIESE

Am Nachmittag dieses ersten Tages des in Havanna stattfindenden Forums fand die Plenarsitzung „Gegen den Kolonialismus, für die antiimperialistische Solidarität und den Frieden“ statt, Moment für die Verteidigung der Sachen, die uns einen und der Anklage gegen jene, die uns am meisten beunruhigen.

Die Expräsidentin Dilma Rousseff leistete einen besonderen Redebeitrag zum Fall Lula und die aktuelle Situation Brasiliens, wobei sie speziell die Rolle der Oligarchien mit Unterstützung durch den US-Imperialismus betonte und den Effekt, den all dies auf die Ärmsten des Landes ausübe, also auf jene, die bis dahin am meisten von der Sozialpolitik profitiert hätten, die von der Regierung des Expräsidenten Lula da Silva und später von ihrer eigenen ausgegangen sei.

Im Übrigen wies sie auf begangene Fehler hin und den Prozess der Radikalisierung, die das brasilianische Volk gerade durchlaufe, das heute bereit sei, die erneute Kandidatur Lulas zu unterstützen, wie aus den Mahnwachen hervorgehe, die es seit über 90 Tagen vor seinem Gefängnis in Curitiba abhält.

Die Stimme Venezuelas wurde ebenfalls im Laufe des Sonntagnachmittags hörbar, als der Vertreter der Nationalen Verfassunggebenden Versammlung den Teilnehmern die Herausforderungen erklärte, denen die Bolivarische Revolution und Präsident Nicolás Maduro angesichts des beispiellos heftigen Wirtschaftskrieges ausgesetzt seien, der von den privaten Kommunikationsmedien getragen werde mit Hilfe der internen Ultrarechten und deren Erbötigkeit gegenüber der Regierung der Vereinigten Staaten.

Der Kampf, den das venezolanische Volk kämpfe, gelte nicht nur der Verteidigung seines Landes, sondern all dem, was das Vermächtnis des Ewigen Comandante Hugo Chávez oder das von Fidel Castro ausmache und dem, was diese beiden auf dem Kontinent bewirkt hätten, indem sie Projekte wie ALBA, Petrocaribe und Celac aus der Taufe hoben.

Auf dem Plenum gab es außerdem eine Einlassung des Sekretärs für Auswärtige Angelegenheiten der Sandinistischen Front zur Nationalen Befreiung (FSLN) Jacinto Suárez unter dem Titel „Nicaragua und der Krieg der fünften Generation“.

Suárez sagte, der Sandinismus sei weiterhin die größte und bestorganisierte politische Kraft innerhalb des Landes unter einer historischen, soliden und beständigen Führung, die eine entscheidende Rolle für den Zusammenhalt der Nation und des Kontinents gespielt habe.

„Wir Sandinisten haben das Recht auf unserer Seite, und diejenigen, die das Recht auf ihrer Seite haben, triumphieren früher oder später. Wir haben den Feind in dieser Schlacht, einem Krieg neuen Typs, den sie uns aufgezwungen haben, besiegt. Die kommende Schlacht werden die Wahlen sein; wir werden das verbessern, was notwendig ist, in unserem revolutionären Prozess voran schreiten und in der Lage sein zu gewinnen“, versicherte Suárez.

Er fuhr fort, dass die Welt sicher sein dürfe, dass Nicaragua den Frieden wolle und für diesen kämpfe trotz des Medienterrors, dem es ausgesetzt sei, trotz der Gewalt auf den Straßen, der Angriffe auf Regierungseinrichtungen und der infamen Rolle, die die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) bei alldem spiele, indem es, was im Land passiere, verzerrt darstelle.

Die Sache der Unabhängigkeit Puerto Ricos, dargelegt durch den Aktivisten Oscar López Rivera, rief einen Beifall hervor, der den Saal erbeben ließ, in dem jedoch nicht nur der Kampf Lateinamerikas und der Karibik für den Frieden thematisiert wurde, sondern auch der des syrischen Volkes, der des palästinensischen und der der Demokratischen Arabischen Republik Saharaui.

DAS NETZ ZUR VERTEIDIGUNG DER MENSCHHEIT WIRD WIEDERBELEBT

Ein Treffen von Intellektuellen und Künstlern, Mitgliedern des Netzwerks zur Verteidigung der Menschheit, fand ebenfalls gestern Nachmittag statt. Gegenstand der Debatte war die eigene Rolle in den Kämpfen des Kontinents – ausgehend vom Szenario, das man am besten beherrscht: der Konzertierung von Ideen, Argumenten, Anklagen und der Verteidigung der Wahrheit.

Im Beisein von Miguel Barnet, Mitglied des Kubanischen Staatsrats, Abel Prieto Kulturminister Kubas und Omar González, Koordinator des kubanischen Kapitels im Netzwerk wurde über den kulturellen und ideologischen Krieg gesprochen, über die Kommunikationsmedien, die Bewahrung der historischen Erinnerung und die Verstärkung der Beziehungen, um die vermittelten Botschaften, was Leidenschaft und Optimismus anbetrifft, die für unsere dem Kampf unserer Völker verschriebenen Künstler und Intellektuellen so charakteristisch sind, effizienter zu machen.

Es wurde daran erinnert, dass das Netz zur Verteidigung der Menschheit den Comandante en Jefe Fidel Castro als Impulsgeber und Hauptdarsteller hatte, der sich zu verschiedenen Gelegenheiten mit den Mitgliedern traf, denen er zuhörte und mit denen er mit der Weisheit des revolutionären Intellektuellen des Wortes und der Tat gemeinsam konspirierte.

Am Ende diese Treffens gab es noch einen Austausch der höchsten Ebene des Kubanischen Frauenverbandes (FMC) mit am Forum teilnehmenden Frauen und des Nationalen Büros der Union Junger Kommunisten Kubas (UJC) mit einigen jungen Delegierten des Forums, um über die Geschichte und die Aufgaben beider Organisationen zu sprechen und ihre Inzidenz in der Entwicklung der kubanischen Gesellschaft.