OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudio Revolución

Als Abschluss des Regierungsbesuchs in der Provinz Granma leiteten der Präsident und der Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats am Donnerstag ein Treffen mit den führenden Politikern der Regierung und der Verwaltung der östlichen Provinz, auf dem zusammenfassend die Ergebnisse des Besuchs betrachtet wurden.

Bei der Übersicht über das Verhalten der wichtigsten sozio-ökonomischen Indikatoren des Gebietes, einigte man man sich auf Strategien, um die hier als prioritär eingestuften Programme schneller in die Tat umzusetzen. Dazu gehören die lokale Produktion von Baumaterial, die Gewinnung größerer Einkünfte, um sich einem Null Defizit des Haushalts anzunähern, die Wiederbelebung der Industrien, die Beseitigung von Ketten des Zahlungsverzugs sowie einen erneuten Schub bei den Investitionen in den Bau von Wohnungen und Wasserleitungen.

Nach einer Darstellung der komplexen Finanz- und Geschäftslage, in der sich das Land aufgrund äußerer Faktoren bewegt, betonte Díaz-Canel, wie wichtig es sei, alle Waffen auf die internen Schwächen zu richten und alle produktiven Reserven mit größtmöglicher Effizienz zu nutzen.

Er kritisierte, dass die Schwächen bei der unternehmerischen Planung dazu führten, dass die Pläne zu konservativ ausfielen und dann später trügerische exzessive Gewinne erzeugten. Das sei etwas, was man im zweiten Halbjahr dieses Jahres etwas beheben könne, während man gleichzeitig schon daran denken müsse, für das Jahr 2019 Pläne auszuarbeiten, die das lokale Potential berücksichtigen.

„Wir müssen außerdem erreichen, dass der Plan der einzelnen Gebiete, die Interessen des Landes im Auge hat, dabei aber die territoriale Entwicklung nicht vernachlässigt“, eine Aussage, die er mit den Beispielen wie dem Beginn der Errichtung der Poliklinik 1 von Manzanillo und den Arbeiten am Kinderkrankenhaus in Bayamo unterlegte.

Der Präsident betonte, wie dringlich es sei , die makroökonomische Überlegungen des Landes bei der Analyse jedes Unternehmens anzuwenden und in diesem Zusammenhang mit einigen Mythen zu brechen, wie dem, es sei besser zu importieren, weil im Land von der nationalen Industrie zu produzieren, teuerer komme.

„Wenn wir damit aber nicht anfangen, werden wir nie eine effiziente Form für die hiesige Produktion finden“, unterstrich Díaz-Canel und machte dies am Fall der Akkumulatoren Fabrik von Manzanillo deutlich, die ein Beispiel dafür sei, wie dringend eine Wiederbelebung der nationalen Industrie nötig sei.

Die Ausführungen verschiedener Minister und stellvertretender Minister berichteten über die wichtigsten von den Sektoren der Provinz Granma durchgeführten Maßnahmen, hauptsächlich im Baubereich, bei den hydraulischen Ressourcen, der Kommunikation und dem Wirtschaftsmanagement im Geschäftsbereich,

Díaz-Canel hob drei Elemente hervor, die Leitsätze für die Arbeitsmethoden sein werden, die konzipiert wurden, um die Beziehung zwischen Zentralregierung und Provinzregierungen enger zu gestalten: stärkere Bindungen der Kader mit der Basis, Systematisierung der periodischen Überprüfungen und Schaffung eines Raumes für breitere Debatten, sowie die Rechenschaftsablegung der Kader und Institutionen in allen Instanzen, von der Gemeindeebene bis zur nationalen Ebene.

Der kubanische Präsident sprach über die verschiedenen historischen Motivationen (26. Juli, 10. Oktober, 60. Jahrestag der Revolution) die Granma darin bestärken, besser für seinen Fortschritt und sein Wohlergehen zu arbeiten. Er bedankte sich für die zahlreichen Beweise der Treue zum Erbe des Comandante en Jefe, die herzlichen von Armeegeneral Raúl Castro übermittelten Grüße und die Möglichlichkeiten, in diesen Tagen des Besuches in der Provinz mit den Menschen direkt in Kontakt zu treten.

„Das Engagement der Bevölkerung hier hat mit ihrer Tradition des Kampfes zu tun, den es aus Überzeugung, Verantwortung und Pflichtgefühl annimmt, weil dort die Wiege der Revolution ist. Wenn Granma erfolgreich ist, ist es ganz Kuba“, schloss der Präsident.