OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Jose M. Correa

Experten zum Thema Puerto Rico äußerten sich am gestrigen Dienstag vom Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) aus zu den Vorgängen vom Montag im Komitee für Dekolonisierung der UNO, wo die Resolution Nr. 37 über den Kolonialfall Puerto Rico vorgelegt wurde.

“Es handelt sich um die 19. Resolution in Folge, die, präsentiert von unserem Land, ohne Abstimmung im Komitee angenommen wurde”, erklärte die Leiterin der Abteilung für Politische Angelegenheiten der Gesamtdirektion für Multilaterale Belange und Internationales Recht im kubanischen Außenministerium Mirta Granda Averhoff.

Der Delegierte der Mission Puerto Ricos in Kuba Edwin González Vásquez neben der Chefin der Abteilung für Politische Angelegenheiten der Gesamtdirektion für Multilaterale Belange und Internationales Recht im kubanischen Außenministerium Mirta Granda Averhoff Photo: Jose M. Correa

Besagte Resolution stelle einmal mehr den lateinamerikanischen und karibischen Charakter Puerto Ricos heraus, nehme Bezug auf die humanitäre Krise, die diese Schwesternation nach dem Durchzug der Hurrikane Irma und Maria durchlebe, und ermahne die Regierung der Vereinigten Staaten, sich ihrer Verantwortung zu stellen, einen Prozess zu beschleunigen, der es Puerto Rico erlauben würde, sein Recht auf freie Selbstbestimmung und Unabhängigkeit auszuüben, wie Granda weiter anmerkte.

Auch sei die Resolution Nr. 37 begleitet gewesen von individuellen Interventionen und im Namen bestimmter regionaler Gruppen wie der Celac und den Blockfreien erfolgt, die die “plurale Debatte” um den Status Puerto Ricos aufzeigten.

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Der Text wurde durch Kuba, Nicaragua, Venezuela, Ecuador, Russland und Syrien befördert.

Der Delegierte der Boricua-Mission in Kuba Edwin González Vásquez seinerseits bedankte sich bei der Größten der Antillen für diese Geste und bemerkte, dass diese den Jahrhundertkampf um die Unabhängigkeit der “Insel der Verzauberung” fortsetzen werde.

“Mit dieser Resolution nehmen wir den USA das Argument, dass Purto Rico eine Angelegenheit sei, die nur sie angehe”, versicherte er.

Die Tatsache, dass nur noch etwa ein Monat daran fehlt, dass sich der militärische Einmarsch der Vereinigten Staaten in Puerto Rico zum 120. Male jährt, verleiht dieser Debatte besondere Bedeutung.

“Puerto Rico hat absolute Priorität für Kuba”, sagte Granda Averhoff.