OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Kuba hat gezeigt, dass der Weg zur Gleichstellung der Geschlechter schneller zurückgelegt werden kann, wenn der politische Wille vorhanden ist Photo: Endrys Correa Vaillant

Der Kampf für Gleichberechtigung, gegen Gewalt gegen Frauen und für die volle Anerkennung der Rechte der Frauen sind seit Jahrzehnten Thema der Debatten und Kämpfe gewesen, in denen Kuba unter der Leitung von Vilma Espin eine führende Rolle gespielt hat, erklärten am Montag Mitglieder des kubanischen Frauenverbandes (FMC) auf einer Pressekonferenz.

Auf der Weltkonferenz von Wien, Österreich, vom 14. bis 25. Juni 1993, wurde die Frage der Gewalt gegen Frauen zum ersten Mal auf dieser Ebene behandelt, wobei die Beteiligung von Vilma und anderen Mitgliedern des FMC hervorzuheben ist.

„Auf dieser Konferenz wurde anerkannt, dass alle Rechte allgemeingültig und unteilbar sind und einander bedingen und miteinander verknüpft sind, und dies wurde ausdrücklich in der Wiener Erklärung und dem Aktionsprogramms erklärt“, sagte Yamila González Ferrer, Vizepräsidentin des kubanischen Juristenverbandes und Mitglied des Nationalkomitees des FMC.

Ebenso „wurde klargestellt, dass die Menschenrechte der Frauen und Mädchen ein unveräußerlicher, fester und unteilbarer Bestandteil der allgemeinen Menschenrechte sind und dass jeder Staat, unabhängig von seinem politischen System, die Pflicht hat, diese zu fördern und zu schützen“, fügte González hinzu.

Kuba konnte auf der Wiener Konferenz stolz von den Errungenschaften der Revolution zum Schutz der Rechte der Frau berichten. „Auch wenn es damals noch viel zu tun gab, hat die Insel gezeigt, dass, wenn der politische Wille vorhanden ist, der Weg hin zur Gleichheit der Geschlecht viel schneller zurückgelegt werden kann“, sagte die Juristin.

„25 Jahre nach der Weltkonferenz für Menschenrechte können wir nicht sagen, dass alles erreicht wurde.

Wir müssen jeden Tag Kräfte bündeln und das Beispiel und die Kämpfe von Vilma fortführen, die notwendiger denn je sind“, schloss Teresa Amarelle Boué, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Kubas und des Staatsrates und Generalsekretärin des kubanischen Frauenverbandes.

EIN LEUCHTENDES BEISPIEL

Vilma wurde an ihrem Todestag im Mausoleum für die Helden und Märtyrer der II. Front Frank País die Ehre erwiesen. An diesem heiligen Ort wurde im Namen des kubanischen Volkes ein Blumengebinde niedergelegt.

Für ihre Leistungen ausgewählte Studenten der Militärschule Camilo Cienfuegos von Santiago de Cuba nahmen die feierliche Zeremonie vor und leisteten ihr zum Gedenken eine Ehrenwache. Hunderte Einwohner von Mayari Arriba nahmen an der Ehrung teil.