OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Freddy Pérez Cabrera

SANTA CLARA – „Wir haben 50 Jahre Erfahrung bei der Bewältigung der unterschiedlichen meteorologischen Phänomene und ein organisiertes System der zivilen Verteidigung, wie es dies nur in wenigen Ländern der Welt gibt. Dies verleiht uns große Kraft, um jedwede Widrigkeit zu besiegen, die sich uns in den Weg stellt“, sagte Generalmajor Ramón Pardo Guerra, der mit Teilen des Verteidigungsrats von Villa Clara zusammentraf.

Bei dem Treffen erfuhr Pardo Guerra vorläufige Daten über die Schäden, die von den heftigen Regenfällen in den letzten Tagen verursacht wurden und über die Art und Weise wie man diesen begegnet ist. Er betonte, dass das wichtigste sei, sich um die Menschen zu kümmern. Deswegen müsse man zunächst die Bedingungen in den überschwemmten Gebieten und den Zonen, die ohne Verbindung zur Außenwelt waren, überprüfen, bevor man die Evakuierten in ihre Wohnorte zurückbringe. Dabei dürfe kein Risiko eingegangen werden.

In diesem Zusammenhang sagte er, dass bevor die Regenfälle nicht nachließen, man im Vorbereitetsein nicht nachlassen dürfe, denn jetzt beginne die Hurrikansaison und die Stauseen seien angefüllt, wie der Delegierte für Hydraulische Ressourcen der Provinz Tomás Díaz deutlich gemacht habe, der außerdem sagte, dass während dieser kurzen Zeit alle historischen Rekorde gebrochen worden seien.

Er führte weiter aus, dass zur Zeit die Talsperren große Mengen an Wasser abfließen lassen würden, was die Lage noch erschwere, da dadurch die Flüsse weiter anstiegen und es zu Überschwemmungen in Gebieten wie z.B. El Santo, Santo Domingo und Sagua la Grande komme.

Was die Schäden in der Landwirtschaft angeht, erfuhr der Leiter des Generalstabs der Zivilen Verteidigung, dass die Schäden, vor allem bei gemischtem Anbau und beim Tabak erheblich seien.

Bis jetzt betrifft das über 500 Hektar an Süßkartoffeln und eine beachtliche Menge an Malanga und Yamwurzeln, die kurz davor standen geerntet zu werden und jetzt unter Wasser stehen. Auch könnten tausend vor kurzem gepflanzten Maniokpflanzen verloren gehen, genauso wie 170 Tonnen Bohnen.

Auch wären sicherlich an die 3000 Hektar Mais und 4000 Hektar Reis von den Auswirkungen der Überschwemmungen betroffen. 1200 Hektar Tabak seien auf den Feldern ohne geerntet worden zu sein und weiter 2000 Tonnen befänden sich in den Trockenkammern und könnten Schimmel angesetzt haben.

Pardo Guerra sagte, dass man angesichts dieser Umstände nicht den Mut verlieren solle und er drängte darauf, alles was möglich ist zu tun, um die Verteilung an die Bevölkerung zu gewährleisten und die nötigen Erfahrungen für ähnliche Fälle daraus zu ziehen, denn damit müsse man immer wieder rechnen, die die letzten Jahre gezeigt hätten.

Verkehr auf der Nationalen Autobahn wiederhergestellt

Seit 11:00 am Dienstag ist die Verbindung vom Westen zum Osten des Landes über die Nationale Autobahn wiederhergestellt, die aufgrund der heftigen Regenfälle in Verbindung mit dem subtropischen Sturm Alberto bei Kilometer 254 unterbrochen worden war.

Wie der Leiter der für den Verkehr zuständigen Provinzeinheit Villa Claras Oberstleutnant Heriberto López Pérez de Prado bekanntgab, habe man, als das Wasser zurückgegangen war, nach einer erschöpfenden technischen Überprüfung den Verkehr für beide Richtungen wieder freigegegeben.