OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Die Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS) Carissa Etienne versicherte am gestrigen Donnerstag in Matanzas, dass das kubanische Gesundheitssystem einzigartig sei und die universelle Gesundheit, die Gleichheit, die Solidarität und die Menschenrechte verteidige, hebt Prensa Latina hervor.

„Viele Länder haben nicht die Möglichkeit des Zugangs zu qualitativ guten Serviceleistungen in der Nähe der Gemeinden und gratis“, brachte der Vorstand der OPS zum Ausdruck, nachdem er eine detaillierte Berichterstattung über den Gesundheitssektor in der westlichen Stadt Matanzas erhalten hatte.

Etienne unterstrich, dass Kuba führend in den Gesundheitssystemen sei, da es ein gerechtes Modell ausübe, und betonte, dass die Insel viele internationale Erfolge aufzuweisen habe wie etwa acht Impfstoffe für verschiedene Pläne mit eigener Technologie des Landes.

Die hohe OPS-Beamtin besuchte in Matanzas das Poliklinikum Carlos Verdugo im Viertel Pueblo Nuevo, das mit ermutigenden Resultaten das Projekt Verringerung kardiovaskularer Risiken durch Kontrolle des Bluthochdrucks und Sekundärprävention ausführt.

Diese Institution betreut mit 23 Familienpraxen und drei Apotheken eine Bevölkerung von etwa 26.000 Einwohnern und ist das Aushängeschild des Landes in der Vorsorge und Kontrolle der Hypertension und der Förderung von Gewohnheiten für ein verantwortungsvolles Leben, etwa durch Verminderung des Konsums von Salz und Tabak und Steigerung körperlicher Fitness unter Verwendung gesunder Diäten.

Nosman Campbell, Professor der kanadischen Universität von Calgary und Berater der OPS, sagte der Presse, dass das Programm seines Landes zu besagtem Thema als Modell gedient habe, obwohl es vor vielen Jahren konzipiert worden sei.

„Sicher ist, dass Kuba es besser machen wird, da sein Gesundheitssystem besser ist als unseres, und ich glaube, dass binnen fünf Jahren Kuba das Land mit den besten Ergebnissen bei der Behandlung arteriellen Bluthochdrucks sein wird“, fügte er hinzu.

Yamilé Valdés, nationaler Koordinator des o. a. Projekts vertrat die Ansicht, dass heute jeder dritte Kubaner über 18 Jahren an Hypertension leide, was diese Krankheit zur am weitesten verbreiteten bei Erwachsenen mache.

„Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie an Bluthochdruck leiden und andere nehmen, obwohl sie es wissen, keine medizinische Behandlung an oder richten sich nicht nach ihr bei etwas, das langfristig zahlreiche Organe angreifen und zerebrovaskuläre Krankheiten sowie Herzinfarkt verursachen kann“, erklärte Valdés.

Er fügte hinzu, dass auf der Größten der Antillen ein Behandlungsprogramm für dieses Übel existiere und erwähnte in diesem Zusammenhang, dass das Projekt in Matanzas eine Initiative verbunden mit medizinischer Leistung sei, um die Qualität der Pflege zu verbessern und den Patienten mehr einzubeziehen, selber auf seine Gesundheit zu achten. Das Projekt der Poliklinik Carlos Verdugo müsse Fachleuten zufolge auf andere Gesundheitseinrichtungen der Provinz und des Landes ausgeweitet werden.

Barbados, Kolumbien, Chile und jetzt auch Kuba nehmen an dieser Initiative teil und man rechnet damit, dass sich ihr in den kommenden Monaten Argentinien, Ecuador, Panama, Trinidad und Tobago, Santa Lucía und Peru anschließen werden.