OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ariel Cecilio Lemus

Fabio Raimundo Torrado erinnert sich „als ob es gestern gewesen wäre” an den 16. April 1961. Er war, zusammen mit anderen Kämpfern des Batallions 148 der Nationalen Revolutionären Milizen, Teil jener Menge, die mit dem Gewehr in der Hand an der Ecke 23ste und 12te Straße in Vedado zusammengekommen war. Er erlebte die Gefühlsbewegung aller, die zum ersten Mal hörten, wie der Comandante en Jefe Fidel Castro den sozialistischen Charakter der Revolution ausrief.

“Compañeros Arbeiter und Bauern“, sagte Fidel bei dieser Gelegenheit während der Beisetzung der Opfer des grausamen Bombardements der Flugbasen der „Ciudad Libertad“, San Antonio de los Baños und Santiago de Cuba durch US-Flugzeuge – Vorboten der Invasion von Playa Girón, „dies ist die sozialistische und demokratische Revolution der einfachen Menschen mit den einfachen Menschen und für die einfachen Menschen.“

Nach diesen Worten Fidels, erinnert sich Raimundo, wurde Die Internationale angestimmt, offizielle Hymne der Arbeiter der ganzen Welt und der Mehrheit aller sozialistischen und kommunistischen Parteien. „Ich hörte sie damals zum ersten Mal und war sehr bewegt“, sagt er.

Stunden später kämpfte Fabio Raimundo an der Seite Fidels in der Umgebung von Playa Girón und ist heute einer der überlebenden Zeugen jener Tage. Jahre danach trat er in die Reihen der Kommunistischen Partei Kubas ein, deren Gründungsdatum der 16. April 1961 war.

Heute, 57 Jahre nach der Proklamation des sozialistischen Charakters der Kubanischen Revolution und nach 45 Jahren Arbeit in der Kommunistischen Partei Kubas, ist Fabio Raimundo gemeinsam mit 82 weiteren Kadern und Arbeitern für das noble Engagement fürs Vaterland ausgezeichnet worden.

Während der Hommage, die am gestrigen Dienstag im Memorial José Martí in Havanna stattfand, anerkannte die Militante der Partei María Emilia Barreda Llanes im Namen aller Gewürdigten die Ehre, die an diesem Tag die Anwesenheit Fabios, des treuen Zeitzeugen jener Tage und Beispiels für alle darstelle.

„Dieser politischen Organisation anzugehören bedeutet, eine höhere Stufe zu erklimmen. Auf dieser lernen wir das Denken im Kollektiv. Es ist Anleitung und Bewusstsein zugleich (…) Seine Grundlagen nehmen die kämpferischen Traditionen unseres Volkes auf, das Gedankengut Martís, das marxistische, leninistische und fidelistische, für das so viele Helden und Märtyrer des Vaterlandes Blut und Schweiß geopfert haben“, sagte María Emilia Barreda.

Für Joel Suárez, Chef der Ideologischen Abteilung des Zentralkomitees der PCC, verlangen die neuen Herausforderungen, dass man an die Wurzeln der Verteidigung der Kubanischen Revolution geht und an die der amerikanische Identität, wie es Kubas Delegation beim VIII. Amerikagipfel in Lima, Peru, getan habe.

“Heute, in dieser Feierstunde, ruft uns die historische Erinnerung, rufen uns die Argumente und Gründe für die humanistische Revolution zusammen, die weiter, den Bug auf die Zukunft gerichtet, die Wellen durchpflügt“, äußerte sich Suárez.

Fabio Raimundo klammert sich an seine Urkunde wie an etwas besonders Wertvolles. „Es erfüllt mich mit Stolz, an der Konstruktion dieses großen Werkes, das die Revolution ist, mitgewirkt zu haben. Kuba und der Partei habe ich mein ganzes Leben gewidmet. Ich habe eine Familie aus jungen Revolutionären geschaffen; meine drei Kinder sind heute Militante und ich vertraue darauf, dass auch ihre Kinder es ihnen eines Tages gleichtun werden“, erzählt er gerührt.