Mariel, eine kubanische Plattform für die Entwicklung › Kuba › Granma - Offizielles organ des PCC
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: Die Zone hat ihren Schwerpunkt in die Entwicklung einer Infrastruktur hohen Standards gesetzt Photo: Mit freundlicher Genehmigung der ZEDM

Etwas mehr als vier Jahre nach ihrem Entstehen ist die Sonderentwicklungszone Mariel (ZEDM) weiter dabei, sich als vielversprechende Plattform für Investitionen zu konsolidieren und sie kommt, wenn auch langsam, in ihrer Zielsetzung voran, regionaler Referenzpunkt für die Anziehung ausländischen Kapitals zu werden.

Heute gibt es dort 34 Nutzer aus 16 Länder, Kuba eingeschlossen, sowie die Verbindung zu neun multinationalen Unternehmen, was deutlich macht, dass die Zone, wenn auch nicht so schnell wie es nötig wäre, zu reifen beginnt und an ihrem Plan festhält, Importe zu ersetzen, die Verkäufe auf dem Weltmarkt zu erhöhen und neue Beschäftigungsquellen zu schaffen, alles im Einklang mit der Binnenwirtschaft.

Trotz der US-Blockade gegen die Insel sind es bereits 5 Unternehmen mit 100% kubanischem Kapital, 19 mit ausschließlich ausländischem Kapital, acht joint-venture Unternehmen und zwei mit Verträgen der Internationalen Wirtschaftsvereinigung.

Von den genehmigten Nutzern sind zehn Projekte in Betrieb, die in Verbindung mit Sektoren der Industrie, der Biotechnologie, Pharmabranche, der Logistik, dem Bauwesen, Transport, Agroindustrie und der Immobilienbranche stehen. Außerdem ist es der ZED Mariel gelungen, Investitionen von insgesamt 1, 191 Milliarden Dollar anzuziehen und 4.888 Arbeitsplätze zu schaffen.

Wie die ZEDM Leitung der Presse mitteilte, habe man außer den Projekten für den Sektor A, der für High Tec, Logistik und fortgeschrittene Herstellungsverfahren vorgesehen ist, auch Investitionen für Sektoren autorisiert, die mit dem Bereich Tourismus und Landwirtschaft und der Herstellung von Baumaterialien zu tun haben.

PIE DE FOTO: In der ZEDM arbeitet man weiter an der Entwicklung von Basis- und Nebeneinrichtungen Foto: Jose M. Correa

Während dieser ganzen Zeit wurde Arbeiten der Vorrang eingeräumt, die mit der Entwicklung einer Infratruktur von hohem Standard in Verbindung stehen. Dafür hat der kubanische Staat durchschnittlich 300 Millionen Dollar jährlich investiert.

Daher verfügt die ZEDM über Haupt- und Nebenstraßen, eine Eisenbahnlinie mit allen Voraussetzungen und zweigleisig, was die Beschleunigung des Warentransports ermöglicht. Hinzu kommen Strom- und Wasserversorgung, Abwasserleitungen, Drainage, Flaschengas, Telekommunikation, Breitbandinternet...

Zur Zeit arbeitet man parallel dazu weiter an der Entwicklung von Basis- und Nebeneinrichtungen, an der Anwerbung und Genehmigung von Unternehmen sowie an Investitionsprozessen für deren Etablierung und Produktion.  

Es ist gut nochmal daran zu erinnern, dass die erste Etappe des Marial Projekts die Jahre 2011 bis 2014 umfasste und die erste Phase mit dem Container Terminal von Mariel (TCM), dem modernsten in der Region, abgeschlossen wurde. Dessen aktuelle Kapazität beläuft sich auf 822 000 TEUs (20-Fuß Einheit, das Standardmaß für das Volumen von ISO-Containern) mit einem zukünftigen Potenzial von drei Millionen TEUs. In diesem Zeitraum wurde unter anderem auch die erste Etappe des Logistikbereichs gebaut und die ersten Ausbaggerungen durchgeführt.

Wie bereits bei anderen Gelegenheiten erwähnt, besteht der Schwerpunkt der ZEDM in diesem Jahr darin, die Zahl der Nutzer in der Zone zu erhöhen, zu erreichen, dass die bereits in Ausführung befindlichen Investitionen beendet werden, ihre Produktion beginnen und Gewinne erzielen, und die sie, wie dies bei anderen bereits existierenden Unternehmen der Fall war, dann reinvestieren können.

(Redacción Nacional mit Informationen aus Granma, Juventud Rebelde und Cubadebate)