OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Die an das Karibische Meer grenzenden Länder werden am Donnerstag eine Tsunami Ernstfallübung durchführen, um ihre Pläne hinsichtlich der Tsunamis auszuwerten und zu aktualisieren, kündigte heute die Unesco in einem Kommuniqué an.

Unter dem Namen Caribe Wave 18 wird die Übung das Schnellwarnsystem vor Tsunamis und andere Risiken für die Küsten auf die Probe stellen. Sie wurde 2005 unter der Schirmherrschaft der zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kommission der Unesco geschaffen.

Laut Kommuniqué wird der Test auch dazu dienen, die Wirksamkeit der Warnvorrichtungen der verschiedenen Akteure, die im Katastrophenfall in der Region aktiv werden, zu überprüfen.

Die Ernstfallübung sieht ein dreifaches Szenario vor: die Ankunft eines Tsunami, der durch ein Erdbeben großer Stärke vor den Küsten der südlichen Kleinen Antillen hervorgerufen wird, ein anderes, das vor den Küsten Kolumbiens stattfindet und ein drittes westlich von Puerto Rico.

Das Tsunami Warnsystem des Pazifik wird fiktive Warnbotschaften an die 47 teilnehmenden Länder und Territorien senden.

Ausgehend von den erfolgreichen Übungen, die 2016 und 2017 stattfanden und bei denen 330.000 bzw. 740.000 Teilnehmer mobilisiert waren, werden dieses Mal die Vertreter der nationalen Warndienste, die Rettungsdienste, die Büros für meteorologische Vorhersagen sowie Küstenwachen, Studenten und Vertreter des Hotelbereichs involviert sein.

In den letzten fünf Jahrhunderten wurde die Karibik von 75 Tsunamis heimgesucht, was 10% der weltweit vorkommenden Tsunamis entspricht, die sich in diesem Zeitraum ereigneten.

Hervorgerufen durch Erdbeben, Erdrutsche oder Vulkanausbrüche haben sie laut der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über 3.500 Tote in der Region gefordert. Außerdem habe die demographische Explosion und die Konzentration von Touristen in den Küstenzonen die Region verletzlich gemacht.