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Kubanische Ärzte in dem nordafrikanischen Land (Foto: Katia Siberia)

LUANDA – Der Direktor für Klinische Dienstleistungen und Forschungen im kubanischen Zentrum für Plazentare Histotherapie Ernesto Miyares stellte heute Melagenin plus, ein wirksames Medikament für die Behandlung von Vitiligo in die Dienste Angolas.

Es war bereits über die kubanische Klinik Meditex in Angola, aber jetzt wird es im Netz der öffentlichen der Krankenhäuser vorhanden sein. Das erklärte Miyares gegenüber Prensa Latina.

„Angola ist das einzige afrikanische Land, das in den Nutzen dieses Medikaments kommt, das bereits erfolgreich in Brasilien, der Dominikanischen Republik, Mexiko, Nicaragua, Russland, der Ukraine und Indien angewandt wird“, fügte der Dermatologe und Sohn desjenigen, der das Medikament in den 80er Jahren entwickelt hat, hinzu.

Über die Möglichkeiten des Produkts befragt, das einzige seiner Art, das mit menschlicher Plazenta hergestellt wird, führte der Arzt aus, dass es zu 86% wirksam sei, keine Nebenwirkungen habe und bei Kindern angewandt werden könne.

Vitiligo ist eine asymptomatische nicht vererbbare Krankheit, deren wesentliche Störung ästhetischer Natur ist und die hauptsächlich das Gesicht, die Hände, die Füße und die Genitalien befällt, wo sich weiße Flecken herausbilden.

Auf die Menge der Medikamente angesprochen, die für die Heilung notwendig sind, sagte Miyares, das hänge von den beeinträchtigen Stellen ab. Bei bis zu 10% der Depigmentierung benötige man z.B. ein Fläschchen alle drei Monate.

Bei weniger als 40% betroffener Haut könne eine Behandlung zwei bis fünf Jahre dauern, sagte er.

Miyares ist Teil einer Delegation der Gruppe der Biotechnologischen und Pharmazeutischen Industrie (BioCubafarma), die außerdem Heberprot-P für die Behandlung der Geschwüre des diabetischen Fußes vertritt.

Die angolanische Dermatologin Marilia Trinidad vom Josina Machel-Maria Pia Krankenhaus, wo die Präsentation stattfand, gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Melagenin plus bei den Patienten in Angola, die unter dieser Krankheit leiden, große Wirkung erziele.

„Zu uns kommen monatlich im Durchschnitt fünf Erkrankte, aber die Behandlung hatte bis jetzt nicht die erwünschte Wirkung; wir hoffen, dass sich das jetzt ändert“, sagte sie.