OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Armeegeneral Raúl Castro und Evo Morales haben die Beziehungen zwischen Kuba und Bolivien vertieft. Photo: Estudio Revolución

„Die Beziehungen zwischen Kuba und Bolivien müssen ein Beispiel für die Länder der Region sein, in einem Kontext, in dem versucht wird, Mauern zu errichten, sie zu entzweien und in Konflikte zu stürzen“, sagte der Botschafter dieses südamerikanischen Landes in Havanna Juan Ramón Quintana.

Während einer Veranstaltung zur Begehung des 35. Jahrestags der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern hob Quintana den Willen des Comandante en Jefe Fidel Castro und des amtierenden Präsidenten Boliviens Evo Morales hervor, die während des letzten Jahrzehnts die bilateralen Beziehungen in eine höhere Phase der Verständigung und Brüderlichkeit führten.

Im Sitz des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) versicherte der Diplomat, den ACN zitiert, dass dank der Zusammenarbeit mit Kuba sein Volk in den Genuss verschiedener Programme der medizinischen Betreuung und Alphabetisierung gekommen sei.

„Während dieser letzten 12 Jahre wurde getan, was zuvor in Jahrhunderten nicht getan worden war“, versicherte Quintana, der außerdem eine weitere Mission erwähnte, die auf die Betreuung behinderter Menschen in Städten, Dörfern und indigenen Gemeinschaften Boliviens gerichtet ist.

Er nahm Bezug darauf, dass erreicht wurde, eine 1964 unterbrochene Beziehung wieder aufzunehmen, die nicht von den Völkern, sondern von einer Militärregierung, einer Marionette der USA, abgebrochen worden war.

19 Jahre später, am 11. Januar 1983, wurden sie wieder aufgenommen, stellte der Botschafter fest, wobei er aber einräumte, dass erst mit der Machtübernahme von Evo Morales im Dezember 2005 die Beziehungen eng gestaltet wurden und «der verhängnisvolle Zyklus der Abkehr» gegenüber Kuba beendet wurde.

Seinerseits erklärte Elio Gámez, Erster Vizepräsident des ICAP, dass die Solidarität der Insel mit den bolivianischen Brüdern «nichts Außergewöhnliches» sei, sondern die Pflicht, die anderen Völker und Regierungen der Region und der Welt zu begleiten.

Der Vertreter gratulierte zu den Erfolgen des Andenlandes unter der Regierung von Evo und versicherte erneut die Begleitung und Unterstützung Kubas im Prozess der Veränderungen in jenem südamerikanischen Land.

Gámez rief zur Einheit in der Region auf in Zeiten der Aggressivität der rechten Kräfte, die Destabilisierungskampagnen gegen die fortschrittlichen Regierungen führen, darunter Kuba, Bolivien und kürzlich die von Venezuela.

HÖHEPUNKTE EINER BEZIEHUNG *:

1884 - Es wird eine formale Beziehung zu Kuba aufgenommen und ein Konsulat in Havanna eingerichtet.

8. August 1964 – Auf Betreiben der Regierung der USA wird Bolivien gezwungen, die Beziehungen zu Kuba abzubrechen.

11. Januar 1983- Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und Bolivien.

30. Dezember 2005 – Unterzeichnung des Abkommens der Kooperation Kuba - Bolivien zwischen Evo Morales und dem Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, der das große Projekt der Integration festlegte, darunter in Sektoren wie Bildung und Gesundheit.

WICHTIGSTE ERRUNGENSCHAFTEN *:

-Die kubanischen Medizinbrigaden haben in Bolivien während der letzten zehn Jahre annähernd 70 Millionen Sprechstunden abgehalten

-Dank des Programms Operación Milagro sind über 600 000 Augenoperationen kostenlos ausgeführt worden

- Dank des Programms Operación Moto Méndez, das auf Menschen mit Behinderungen gerichtet ist, wurden im südamerikanischen Land speziell zu diesem Zweck 30 Arztpraxen eröffnet und die Einrichtung weiterer 30 Zentren ist im Gange.

-Über 5 000 bolivianische Studenten wurden in Kuba an der Lateinamerikanischen Medizinschule (ELAM)ausgebildet.

-Es wurde erreicht, mittels des Programms Yo Sí Puedo über zwei Millionen Bolivianer des Analphabetentums zu entheben

-Es wurde eine Reihe von Abkommen und Verträgen im Bereich des Handels, der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der technischen Assistenz in verschiedenen Bereichen unterzeichnet.

-Ein kubanisches Expertenteam stand bei der Einrichtung der ersten bolivianischen Zuckerindustrie, des Zuckerkomplexes Azúcarbol, beratend zur Seite. Ebenso war es in der Einrichtung von Anlagen zur Verarbeitung von Milch und Tropenfrüchten.

-Auf bolivarischem Territorium wurde das Programm der Einführung der Spar-Glühbirnen vorgenommen.

*Angaben aus Prensa Latina und aus dem Interview «Kuba und Bolivien auf dem korrekten Weg der Geschichte», das Cubadebate mit Juan Ramón Quintana Taborga, Botschafter dieses südamerikanischen Landes in Havanna, führte.