OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Kuba hat trotz der Blockade ein universelles und kostenloses Gesundheitswesen. Photo: Miguel Febles Hernández

Es sind nicht tausend, auch nicht eine Million. Die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu den grundlegendsten Gesundheitsleistungen, während viele andere die Armutsschwelle übertreten, sobald sie für diese Art von Diensten zahlen müssen.

Es sind nicht tausend, auch nicht eine Million, es ist die Hälfte der Menschheit, und angesichts der überwältigenden Zahlen kann man die Perspektive verlieren, dass auch wenn es nur einer wäre, etwas verändert werden müsste, damit dieser Person das elementarste aller Rechte garantiert wäre, nämlich das Recht auf Leben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab in einem gemeinsamen Bericht mit der Weltbank in diesen Tagen diese Ergebnisse bekannt, die weit von den Vorhaben der Agenda 2030 entfernt sind.

«Dringend unsere Anstrengungen beschleunigen, um eine universelle Gesundheitsfürsorge zu erreichen» lautete der Aufruf des Präsidenten der Weltbank Jim Yong Kim. Die Ungleichheit in der Verteilung der Reichtümer und die Gewinnsucht nicht weniger bei dem, was ein unveräußerliches Recht sein sollte, machen das Panorama für jene, die schutzlos sind, jedoch sehr grau.

Weil, so unglaublich es scheinen mag, dies keine Angelegenheit von Milliarden Dollar ist, obwohl selbstverständlich materielle Ressourcen vonnöten sind. Es ist in erster Hinsicht eine Frage des politischen Willens. Das hat Kuba im Verlaufe seiner Jahre der Revolution bewiesen. Als ein Land, dem nach dem Sieg der Revolution nur noch die Hälfte seiner medizinischen Fachkräfte verblieben war, das ohne der Unterentwicklung entkommen zu sein einer eisernen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade unterworfen wurde, hat es nicht nur geschafft, ein universelles und kostenloses Gesundheitswesen zu errichten, sondern so hohe Kennziffern wie die entwickelter Länder zu erreichen.

Das Leben eines Kindes, eines Mannes oder einer Frau hat für die kubanische sozialistische Regierung stets an erster Stelle gestanden und dieser Humanismus wurde von Kuba über seine Grenzen hinaus ausgedehnt, wo er in den verschiedensten Winkeln der Welt dieses heilige Daseinsrecht verteidigte.

Deshalb spürt man, während man liest, dass die Hälfte aller Menschen keinen Zugang zur grundlegenden Gesundheitsversorgung hat, einerseits die Verpflichtung, weiterzukämpfen, sei es über die Solidarität oder auf internationalen Tribünen, damit sich dies ändert. Und andererseits ist es unmöglich, nicht auch Stolz darauf zu empfinden, sich als Kubaner zu fühlen.