OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ismael Batista

Geboren werden, leben, träumen ... die Worte kommen vielleicht leicht über die Lippen, werden verstanden als die Kontinuität von etwas, das so wahr ist, dass wir es nicht einmal bezweifeln, weil wir schon vor der Geburt ein Recht auf das Leben selbst haben - das mehr ist als nur Existenz. Zumindest empfinden wir es hier so.

Weil unsere ersten Schritte nicht nur von Mama, Papa und Großmutter behütet werden, sondern sich auch Männer und Frauen in weißen Kitteln um uns kümmern, die, ohne etwas dafür zu verlangen, viel zu bieten haben und den Weg sicherer machen. Dann ist da auch das andere Zuhause, die Schule, die immer größer wird und uns neue Möglichkeiten zu wachsen bietet. Und plötzlich, wenn wir aufhören, Kinder zu sein, haben wir immer noch dieselben Rechte, denn in Kuba gibt es keine Altersgrenze, um zu lernen, geschweige denn, um medizinische Hilfe zu erhalten.

Arbeitslosigkeit ist auch kein Grund für Schlaflosigkeit. Manche werden besser und andere nicht so gut sein, aber es wird immer einen würdigen Arbeitsplatz geben. Es gibt auch keine Angst davor, auf die Straße zu gehen oder sich aufgrund unserer Hautfarbe, unseres Geschlechts, unserer Glaubensbekenntnis oder sexueller Orientierung ausgeschlossen zu fühlen, denn Diskriminierung entscheidet hier nicht darüber, ob wir einen Ort betreten können oder nicht, noch ist sie eine Barriere für den Traum, Tänzer, Musiker oder Ingenieur zu werden.

Denn in diesem Land hat jeder das Recht auf Gerechtigkeit in einer Gesellschaft, die der Verteidigung der vollen Würde des Menschen verpflichtet ist. Weil unsere Meinung respektiert wird, auch wenn sie sich vom Rest unterscheidet. Denn obwohl einige die Prinzipien von Respekt und Altruismus hinterfragen, die dieses Volk charakterisieren, haben die Kubaner es verstanden, das Land aufzubauen, das dafür anerkannt ist, dass es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte einhält.

Denn nur ein Narr würde den Indikatoren der Lebenserwartung, der Säuglings- und Müttersterblichkeit, der Pflege für Behinderte, der sozialen Sicherheit nicht Beachtung schenken ... Denn nur wer die Wahrheit nicht hören will, ignoriert die internationale Meinung und setzt die gleichen unhaltbaren Beleidigungen fort.

Aber wieder einmal gewinnen die Träume. Denn auch wenn die Natur sich aufbäumt und uns Dinge entreißt, egal, ob viel oder wenig, wissen wir uns nicht ungeschützt. Und das ist nur möglich, wenn das Vertrauen in morgen auf mehr als einem halben Jahrhundert einer noblen Sache beruht.