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SANTIAGO DE CUBA – Über 300 000 Einwohner Santiagos ehrten im Namen von ganz Kuba den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz, um Zeugnis davon abzulegen, dass nach einem Jahr seines physischen Ablebens sein Werk und sein Beispiel lebendiger denn je sind.

Genau wie bei seinen Begräbnisfeierlichkeiten stand die Heldenstadt Santiago de Cuba zeitiger als gewohnt an diesem 4. Dezember auf, um sich dem Demonstrationszug anzuschließen, der mit den ersten Sonnenstrahlen, die von der Gebirgskette der Gran Piedra herüberstrahlten, zum Platz der Revolution Generalmayor Antonio Maceo Grajales zog.

Entlang der gleichen 2,7 Kilometer langen Strecke, auf der die Urne aus Zedernholz mit der Beschriftung Fidel auf der Allee Patria entlang gefahren war, zogen die Arbeiter und das allgemeine Volk, angeführt von hohen Vertretern des Territoriums und Schülern und Studenten der verschiedenen Bildungsstufen, die riesige Fahnen der Bewegung des 26. Juli und die kubanische Fahne trugen.

«Ich wohne in der Nähe –sagte Blas Salvador Naranjo Frómeta, Dozent der Universität des Ostens, nach der Niederlegung eines Blumengebindes am Stein, der die Asche des historischen Führers der Revolution beherbergt, – und auch wenn ich schon etwa 70 Mal gekommen bin, um ihn zu ehren, konnte ich heute nicht fehlen, weil Fidel das Beispiel und die Führung für uns alle ist. Die Mission, die uns Kuba auftrug, seine Asche zu behüten, werden wir würdig erfüllen.»

Hunderte Bilder, seinen Namen auf zahllosen Plakaten und sogar auf der Haut der Demonstranten, Fahnen und verschiedene Bezeigungen der Liebe und Achtung brachte das Volk mit zum Friedhof Santa Ifigenia.

Die Ärztin Martha Vinet Serrano spricht von den Gründen, an diesem Tag hier zu sein.

«Ich tue dies, weil ich einer sehr armen Familie entstamme und alles, was ich bin, ihm zu verdanken habe.

Ich wurde Ärztin, habe vier internationalistische Missionen in Angola, Haití und Venezuela erfüllt und so oft ich kommen kann, werde ich hier her kommen, um mehr Energie zu schöpfen und in meinem Alter von 76 Jahren der Revolution weiter zu dienen.»

Von Beginn des Zuges an und verbunden mit dem Schritt der Demonstranten schlossen sich nicht wenige Ausländer dem Tribut an. Darunter waren ausländische Studenten aus Bruderländern, die ihre Dankbarkeit zum Ausdruck brachten, sowie die Argentinierinnen Analía und Soledad, die ihre Bewunderung für das Vermächtnis des Begründers der kubanischen Revolution zum Ausdruck brachten.

«Wir sind auf Urlaub hier, und da unser Aufenthalt mit dem Jahrestag des Ablebens Fidels zusammenfiel, beschlossen wir, nach Santiago de Cuba zu fahren, um zusammen mit den Kubanern diesen bedeutenden Moment eines Mannes zu erleben, der ganz Kuba ist, der aber auch der ganzen Welt gehört.»

Aus anderen Breiten, aus Belgien, kam zum siebenundzwanzigsten Mal Christophe Servais, mit der Kamera in der Hand, um Fidel zu ehren, weil er «für die gesamte Welt ein historisch bedeutsamer Mensch ist.»

Der Besucherrekord dieses Tages zeugt zusammen mit den 547 959 Menschen (127 321 Ausländer), die bis zum vergangenen 30. November gekommen waren, um den historischen Revolutionsführer zu ehren, davon, dass er während dieses Jahres niemals allein gewesen ist, dass Fidel für immer unter uns und den gerechten Sachen der Welt weilen wird.