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In den Morgenstunden übte der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Diaz-Canel Bermúdez sein Wahlrecht im Wahllokal Nr. 3 im Wahlkreis 57 im Stadtteil Playa aus. Vor der Presse sagte er, dass dieser Wahltag für alle Revolutionäre mit Emotionen beladen sei, weil er ein Tag nach dem ersten Jahrestag des Todes des Comandante en Jefe stattfinde. Photo: Juvenal Balán

„Wir sind hier, um unter den Guten den Besten zu wählen, aber wir wählen auch für die Revolution, das Vaterland, den Sozialismus und für alles, was wir als Nation anstreben. An einem Tag wie heute denken wir an Fidel. Es ist ein unvergesslicher Tag und seine Bedeutung geht über das hinaus, was eine Wählerstimme ist, sie vereint die Gefühle und die Spuren die Fidel hinterlassen hat“, führte er aus.

Díaz-Canel sprach über den gestrigen Abend an der Freitreppe zur Universität. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dort mit den jungen Menschen zusammengewesen zu sein und gefühlt zu haben, wie sich die kubanische Jugend in der Pflicht fühlt, die Gegenwart Fidels in unserer Gesellschaft auf ewig zu verteidigen.

„Als ich die Treppe hinunterstieg, wusste ich, dass ich heute eine massive Antwort des Volkes sehen würde, weil die Leute auch wegen Fidel kommen. Er erklärte, dass dies das System ist, das es zu verteidigen gilt, aber das befreit uns nicht davon, es perfektionieren zu müssen, zu versuchen ihm mehr Vitalität zu verleihen. Diese Delegierten, die wir heute wählen, sind diejenigen, die wir verteidigen und unterstützen müssen um zu erreichen, dass die Verwaltung, die Gemeindearbeit, die Beteiligung und die Lösung der Probleme effektiver wird“, fügte er hinzu.

WÄHLEN IST EIN AUSDRUCK DER AUSÜBUNG UNSERER DEMOKRATIE

Photo: Juvenal Balán

Heute wählt das kubanische Volk seine Delegierten für die Gemeindeparlamente, Personen, die danach ins Provinzparlament gewählt werden können und auch Abgeordnete sein können. Díaz-Canel hob den Wert dieser Delegierten hervor. „Es sind bescheidene und arbeitsame Menschen, die das Volk vertreten und die vom Volk gewählt und postuliert wurden. Hier zu diesem Wahllokal sind wir gekommen, um zwischen zwei sehr guten Personen zu wählen: Einer qualifizierte Frau, die in diesen Jahren schon einmal Delegierte des Gemeindeparlaments war und einem jungen Mann aus dem Innenministerium, der durch seine Verantwortlichkeit überzeugt und die Gemeinde nach dem Durchzug des Hurrikans sehr unterstützte. Das sind die wahrhaften Verdienste, die die Menschen anerkennen“, führte er an.

Wenn wir das Wahlrecht ausüben, üben wir einerseits ein souveränes Recht aus, das uns unser politisches System, unsere Verfassung gibt. Ein Recht, das vielen auf der Welt verwehrt wird, aber wir machen dies auch in der Überzeugung, die Pflicht eines Bürgers und eines Revolutionärs zu erfüllen.

An diesem Wahltag senden wir der Welt die Botschaft eines vereinten Volkes, das sich nicht unterkriegen lässt, auch nicht von den gigantischen Schäden, die ein Hurrikan mit sich bringt und dies ist eine weitere Bedeutung dieser Wahl. Wir haben immense Arbeit bei der Wiedererholung von diesem meteorologischen Phänomen geleistet und dies hat uns nicht daran gehindert, diesen Wahltag durchzuführen. Es ist auch eine Botschaft an jene, die möchten, dass die Dinge in Kuba sich ändern und uns Dinge aufzwingen möchten.

Wir sind ein Volk, das seit langem über sein Geschick, seine Souveränität entschieden hat und wir sind hier um das zu gewährleisten, aber ich betone, eine Wahl geht über das Wählen eines Delegierten für das Gemeindeparlament hinaus. Sie ist ein Prozess der Kontinuität. Es gibt viele junge Leute, die nominiert wurden. Ich glaube an die Kontinuität und ich bin sicher, dass wir sie immer haben werden“, sagte er.

WAHLEN UND BEZIEHUNG KUBA-VEREINIGTE STAATEN

Über die Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten sagte er:

„Die Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten durchlaufen eine Asymmetrie. Es war weder das kubanische Volk noch die Regierung, die versucht haben, der Regierung oder dem Volk der Vereinigten Staaten Bedingungen aufzuerlegen. Wir haben keine Blockade verhängt und sind auch in niemandes Land einmarschiert. Wir haben einfach nur eine Revolution gemacht und wir haben sie verteidigt. Sie haben eine Blockade über uns verhängt und uns eine Beziehung auferlegt, die nicht auf gegenseitigem Respekt begründet ist.

Präsident Obama hat versucht, diese Beziehung neu zu gestalten und es wurden Schritte unternommen, um darin voranzukommen. Zunächst mit der Wiederherstellung der Beziehungen und später hin zu einer Normalisierung, die aber, wie wir immer betont haben, nicht möglich sein wird, solange die Blockade nicht aufgehoben wird, die subversiven Pläne nicht gestoppt werden und das Gebiet der Marinebasis in Guantánamo nicht zurückgegeben wird. Es wurde bewiesen, das wir eine Beziehung des respektvollen Zusammenlebens und der Zusammenarbeit haben konnten. Wir machten Fortschritte bei Themen mit gemeinsamer Perspektive und jetzt kommt eine Regierung, die versucht, die Blockade zu verschärfen und diesen Weg zu bremsen. Wir sind weiterhin offen für die Beziehungen, aber diese müssen bedingungslos sein. Es müssen Beziehungen sein, die das Recht des kubanischen Volkes auf Unabhängigkeit und Souveränität respektieren“, sagte Díaz-Canel.