OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Rogelio Sierra Díaz, stellvertretender Außenminister Kubas Photo: Cubaminrex

Der stellvertretende Minister für Auswärtige Angelegenheiten Kubas, Rogelio Sierra Díaz, drückte am Dienstag seine Ablehnung gegen die vom Rat für Auswärtige Angelegenheiten der Europäischen Union (EU) angenommenen Zwangsmaßnahmen gegen Venezuela aus. Diese stellten eine Einmischung in seine inneren Angelegenheiten dar und trügen nicht zum Prozess des Dialogs bei, der von der bolivarischen Regierung gefördert wird.

Sierra Díaz erklärte, dass diese Entscheidungen den Grundsätzen des Völkerrechts und der Proklamation von Lateinamerika und der Karibik als Zone des Friedens, die von den Staats- und Regierungschefs der Region auf dem zweiten Gipfel der CELAC im Januar 2014 in Havanna unterzeichnet wurde, widersprechen.

„Es ist widersprüchlich, dass der Rat für Auswärtige Angelegenheiten der EU der Auffassung ist, dass der einzige Weg, um die Situation in Venezuela zu lösen, der des konstruktiven Dialogs und der Verhandlungen ist, und gleichzeitig Sanktionen auferlegt und schwarze Listen und Beschränkungen des internationalen Handels einführt, die dem Volk schaden“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass Kuba deshalb diese Sanktionen gegen Venezuela missbillige. Er bekräftigt die „unveränderliche und bedingungslose Solidarität“ mit der Bolivarischen Revolution, ihrer zivil-militärische Einheit und der Regierung von Präsident Nicolás Maduro Moros.

Es sei daran erinnert, dass seit April mehrere europäische Führer, darunter der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, gefordert haben, dass die EU Sanktionen gegen die bolivarische Regierung erlassen sollte.

Damals nannte Maduro dies eine feindliche Entscheidung, weil sie sowohl das venezolanische Volk als auch die fast eine Millionen Europäer angreift, die das südamerikanische Land als ihre Heimat gewählt haben und die Folgen der politischen und wirtschaftlichen Gewalt der letzten Monate erleiden.