OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: ACN

Die Regierung Russlands hat heute eine Schenkung an das kubanische Volk übergeben, das im vergangenen September schwer betroffen war durch das Wüten des Hurrikans Irma; die Spende soll zur Wiederherstellung der am stärksten zerstörten Zonen beitragen.

Die Zeremonie der Übergabe der humanitären Hilfe fand am Containerterminal der Sonderentwicklungszone Mariel statt, wo die Ladung von über 282 Tonnen angekommen war, erster Teil einer Lieferung von insgesamt 1.133 Tonnen, deren Rest im Laufe der nächsten Tage auf dem Seeweg eintreffen wird.

Alina Worobievskaya, Leiterin der Abteilung für Humanitäre Reaktion im russischen Ministerium für Angelegenheiten des Zivilschutzes, Notfälle und Eliminierung der Folgen von Naturkatastrophen (Emercon), hob die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern hervor.

“In der Lieferung enthalten sind notwendige Artikel, um die von dem Hurrikan verursachten Verwüstungen zu lindern, darunter Baumaterialien, Lebensmittelprodukte und Elemente zur Wiederherstellung elektrischer Stationen“, sagte die Beamtin.

Das Übergabezertifikat wurde von Ileana Nuñez, kubanische Vizeministerin des Ministeriums für Außenhandel und Ausländische Investitionen (Mincex), entgegengenommen, die sich im Namen der Regierung und des Volkes von Kuba bedankte.

Sie erinnerte daran, dass Russland nach dem Durchzug des Hurrikans Irma zu den ersten Ländern gehört hatte, die solidarische Wünsche zum Ausdruck gebracht und Hilfe angekündigt hätten. Trotzdem wäre es nicht möglich gewesen, eine solch bedeutende Ladung in Empfang zu nehmen, wenn sie nicht auf dem Seeweg nach Kuba gelange, was auch die Verzögerung rechtfertige.

Den Vorsitz bei der Zeremonie hatte der russische Botschafter in Kuba Mikhail Kamynin inne, der über die in alle Richtungen gehende strategische Konstruktion der unzerstörbaren Bindungen zwischen beiden Ländern sprach.

Er fügte hinzu, dass im Kampf gegen Naturphänomene, die die Insel leider mit ziemlicher Regelmäßigkeit heimsuchten, Russland immer an der Seite Kubas gewesen sei.

Kamynin erinnerte an die jungen Sowjets, die 1963 bei Rettungsversuchen ihr Leben verloren, als die Furie des Hurrikans Flora über kubanisches Territorium tobte, und deren sterbliche Überreste in der Gedenkstätte für den Sowjetischen Soldaten ruhen.

Der zweite und dritte Teil der russischen Hilfsladung für die Hurrikan-Opfer würden in ca. zwei Wochen in Kuba eintreffen, versicherte Alexander Wasjeljew, der Emercon-Vertreter.

Wasjeljew übergab die Schenkung offiziell an Alina Gali, Generaldirektorin des kubanischen Teils der Ausführenden Firma für Spenden des Mincex.