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Der Marathonläufer aus Santiago Henry Jaen gravierte seinen Namen in die Annalen des Marabana ein, als er zum ultimativen historischen Gewinner des Männerwettkampfs wurde – Königsdisziplin dieses Massenevents, der Jahr für Jahr Langstreckler aus aller Welt Kubas Hauptstadt überfluten lässt.

Jaen erreichte am gestrigen Sonntag seinen fünften Titel über die 42 Kilometer, 195 Meter bei der 30. Neuauflage des prestigeträchtigen Rennens. Am Ziel, wo für ihn 2:28:42 Stunden gestoppt wurden, fügte er seinen Triumph den Siegen aus den Jahren 2006, 2007, 2013 und 2016 hinzu und glich damit die bislang alleinige Marabana-Rekordmarke von Emperatriz Wilson aus Havanna aus. In der Abteilung Männer ist er sogar führend, da er seinen Freund und Erzrivalen, den Habanero Jorge Luis Suárez (vier Erfolge), nunmehr hinter sich gelassen hat.

“Es war eigentlich ein ziemlich gemütliches Rennen. Ich war auf das Wetter und die Pisten vorbereitet. Es ist kein Geheimnis, dass dies eine recht harte Strecke ist, aber ich fühlte mich in Form und entsprechend war am Ende das Ergebnis. Die erste Runde absolvierte ich ruhig und in der zweiten erhöhte ich dann ab der 12. Straße das Tempo. Ich konnte mich vom Rest des Feldes lösen und hielt die Konkurrenz von da an komfortabel auf Abstand“, erzählte der Champion.

Henry erlief sich zum zweiten Mal hintereinander das Recht, am Marathon von Paris teilzunehmen, ein Preis, den Air France für die Sieger dieses Wettbewerbs vergibt. „Mein Ziel war ein Resultat, das es mir ermöglichte, an einem internationalen Marathon im Ausland teilzunehmen, und der Marabana bietet diese Möglichkeit. Es ist das zweite Mal, dass ich in Paris laufen werde und ich werde mich so gewissenhaft wie nur möglich vorbereiten, weil ich mich dort gut verkaufen will“, endete Jaen, hinter dem Yumier Gouman und Alien Reyes (beide aus Granma) in 2:29:50 bzw. 2:34:23 Zweiter und Dritter wurden.

Bei den Frauen überraschte Yudileyvis Castillo, die mit 2:46:36 deutlich vor der Vorjahressiegerin Misleidys Vargas aus Artemisa (2:54:47) blieb, während Lizandra Gómez aus Holguín (3:11:29) den dritten Platz belegte. Castillo, Bronzemedaillengewinnerin über die 10.000 m der Zentralamerikaspiele von Veracruz, stellte erneut ihr Talent über die großen Strecken unter Beweis, nachdem sie sich erst noch im vergangenen Jahr im Halbmarathon durchgesetzt hatte.

Auf letztgenannter Strecke siegte diesmal die Weltmeisterschaftsteilnehmerin Dailín Belmonte in 1:16:44 vor Tonya Nero aus Trinidad und Tobago in 1:16:54 und Paola Rivera aus Puerto Rico in 1:23:54. Den Halbmarathon der Männer gewann Richer Pérez in 1:06:18 vor Jeffrey D. Egleton aus den USA in 1:06:27 und Pérez kubanischem Landsmann Yuleidys la O in 1:08:11.

Zum ersten Mal wurde im Halbmarathon der Preis der Leichtathletik-Assoziation Nordamerikas, Zentralamerikas und der Karibik (Nacac) verliehen. Einzelpreisträger waren Belmonte und Pérez, während Kuba die Auszeichnung für die beste Teamleistung bekam.

Es nahmen 5.098 Läufer und Läuferinnen am Marabana 2017 teil, 3.717 kubanischer Nationalität und 1.381 Ausländer aus 66 Staaten.