OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Einer der über 40 Zähne prähistorischer Haie, die in der Fossilablagerung gefunden wurden Photo: Julio Martínez Molina

RODAS – Zahlreiche fossile Zähne, zu Fischen gehörig, die in der geologischen Vergangenheit Kubas dort lebten, wurden während der paläontologischen Untersuchungen entdeckt, die in Rodas durch Carlos Rafael Borges Sellén, aktiver Mitarbeiter der Geologischen Gesellschaft von Cienfuegos, durchgeführt werden.

In Erklärungen Granma gegenüber versicherte Borges Sellén, es handele sich insbesondere um mehr als 40 Zähne, die Haien unterschiedlicher Größe gehörten und zwischen März und November in Rissen und Hohlräumen der Finca Castellanos, fünf Kilometer von Rodas entfernt am Rande des Flusses Damuji gefunden wurden.

Der Wissenschaftler verriet, dass die prähistorischen Reißzähne alle in einem Gebiet nicht größer als 200 Quadratmeter entdeckt wurden, was den Reichtum dieser Fossilablagerung zeige, innerhalb deren Radius auch Fragmente von gestreiften Zahnplatten gefunden worden seien, einer Spezies zugehörig, die noch studiert werde.

Der Erhaltungsgrad einiger der fossilen Zähne erlaubt die Zuordnung zu bestimmten Haiarten wie dem Isurus (großzahnig), dem Hemipristis (geschlossenzahnig) und dem Hexanchus Sp.

Zum anderen informierte der Forscher unser Medium, dass eine parallel laufende Studie über am gleichen Ort gesammelte Steine es seinem Kollegen Luis Alberto Arano Ruiz ermöglicht habe, das Vorhandensein von Crinoides, einer Spezies der Meereslilien, nachzuweisen, die auf dem Grund der Urmeere lebte.

Die Felsen, die diese interessanten Entdeckungen enthalten, bilden einen Teil der Rodas-Formation, die dem unteren Eozän zuzuordnen ist und ein Alter von 55 Millionen Jahren aufweist. Während dieser geologischen Phase entwickelten sich verschiedene Meeresumwelten und Fische wie die Manta-Haie konnten sich verbreiten. In dieser Epoche gab es nämlich noch keine Meeresreptilien, die sie jagten.