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Oscar López Rivera (links )wurde auf dem Internationalen Flughafen José Martí von Fernando González empfangen. Photo: Ismael Batista

Eine Botschaft des Dankes und der Liebe übermittelte der Kämpfer für die Unabhängigkeit Puerto Ricos Oscar López Rivera dem kubanischen Volk bei seiner Ankunft in Havanna im Morgengrauen des 13. November.

„Ich fühle mich wie zuhause, es ist dies immer ein Traum gewesen, der jetzt Wirklichkeit geworden ist. Seit so vielen Jahren wollte ich in Kuba sein und heute ist es das erste Mal“, sagt er, nachdem er eine herzliche Umarmung vom Präsidenten des Instituts für Völkerfreundschaft Fernando González Llort empfangen hatte, mit dem er Jahre zusammen im Gefängnis verbrachte.

Der ehemalige politische Gefangene, der ungerechterweise wegen „aufrührerischer Verschwörung“ 36 Jahre Gefängnisjahre in den Vereinigten Staaten erleiden musste, bis er am 17. Mai dieses Jahres freigelassen wurde, sagte, dass er den Kubanern ganz viel Kraft wünsche und dass das Volk Puerto Ricos definitiv bis zum letzten an der Seite Kubas stehe.

„Ich bin zuversichtlich soviel Zeit wie möglich mit dem kubanischen Volk verbringen zu können. Ich fühle mich gesund und munter und ich glaube, dass ich mit meinem Alter noch 14 bis 15 Stunden am Tag arbeiten kann, ich fühle mich gut“, sagte er.

Auf den Zustand seines Geburtslandes Puerto Rico angesprochen sagte er, dass die Bedingungen äußerst hart seien und Puerto Rico die schlimmsten Momente seiner Geschichte erleide. „Kein Puertoricaner kann sagen, dass er in Puerto Rico bestimme, diejenigen, die dort das Sagen haben sind Washington und die Wall Street.“

Er fügte hinzu, dass die Regierung der Vereinigten Staaten und Donald Trump deutlich gemacht hätten, dass sie was Puerto Rico angehe, keinerlei Sinn für Respekt empfänden und sie die Leiden des Volkes nicht im mindesten interessierten.

„Nach dem Hurrikan Maria blieb Puerto Rico verwüstet zurück und heute zeigt es der Welt, die Armut, die es dort gibt, die aber versteckt war. Es zeigt der Welt, was Kolonialismus bedeutet, denn es ist vielleicht das beste Beispiel dafür, was es heißt, wenn ein Land, 119 Jahre lang von der Regierung der Vereinigten Staaten kolonisiert wird und dafür, wie sich die Regierung der Vereinigten Staaten in diesen 119 Jahren gegenüber Puerto Rico verhalten hat. Wenn es Schulden gibt, dann sind es die, die die USA Puerto Rico schulden“, hob er hevor.

López Rivera stellte fest, dass mehr Puertoricaner in der Diaspora leben als auf der Insel und dass nach dem 20. September, nachdem die Insel von Hurrikan Maria heimgesucht worden war, noch viele andere das Land verlassen haben.

Er betonte in diesem Zusammenhang, dass die Regierung der Vereinigten Staaten es nicht erlaubt habe, dass Hilfe von Ländern wie Venezuela, Panama, Kuba und Mexiko nach Puerto Rico gelangte.

Bei diesem ersten Besuch in Kuba wird López Rivera den Solidaritätsorden erhalten, den der Staatsrat vergibt. Während seines Aufenthalts wird er auch die Gedenkstätten für Che Guevara in Santa Clara besuchen und er wird nach Santiago de Cuba kommen, wo die sterblichen Überreste des Nationalhelden José Martí und des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz ruhen.