OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudio Revolución

Präsident Raúl Castro nahm an der politisch-kulturellen Gala teil, mit der am Dienstag der 100. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution begangen wurde.

Zu Beginn der Gala interpretierte der Pianist Frank Fernández das Werk  „Neschnost“  (Zärtlichkeit) von Alexandra Pachmutowa und der Schauspieler Julio César Ramírez rezitierte das Gedicht „Wladimir I. Lenin“ von Majakowski. Tanzschüler der Nationalen Kunstschule interpretierten dann, begleitet vom Nationalen Symphonieorchester, das „Fortgeschrittene Ballett“.

Der zweite Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats, Jose Ramón Machado Ventura, sagte in seiner Ansprache, dass die Oktoberrevolution eines der bedeutsamsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts sei. Mit ihr habe eine neue Ära für die Menschheit begonnen.

„Es gibt jetzt eine Tendenz, die Bedeutung der Revolution zu verringern, die zur Gründung des ersten sozialistischen Staates der Welt geführt und einen Weg der Hoffnung geöffnet hat, indem sie ein neues soziales Regime einführte, das beweisen würde, dass eine Welt ohne Ausbeuter und Ausgebeutete möglich ist“, fügte er hinzu.

Auf den Führer der Bolschewiki, Wladimir Iljitsch Lenin, eingehend, betonte er seine Führungskraft, seine Fähigkeit, einen Moment der Krise des Imperialismus auszunutzen. „Lenin war ein wirklich außergewöhnlicher Mann, der fähig war, die ganze Tiefe und Essenz der marxistischen Theorie zu interpretieren. Er hatte das höchste Verständnis für die Armen, die Arbeiter, er war sich dessen bewusst, dass die Ergreifung der politischen Macht der einzige Weg war, sie zu ihrer Emanzipation zu führen“, sagte Machado Ventura.

Einhundert Jahre später ist es nicht möglich, den immensen Beitrag und das Vermächtnis der Sozialistischen Oktoberrevolution zu verleugnen. Sie ermöglichte weitere große soziale Revolutionen des 20. Jahrhunderts, die sich wenige Jahre nach dem Sieg gegen den Faschismus ereigneten, wie zum Beispiel die kubanische Revolution.

Der zweite Sekretär der Partei erwähnte den Einfluss dieses großen Ereignisses auf Prozesse wie die Entkolonialisierung, den Beginn der politisch-wirtschaftlichen Strukturierung eines neuen Systems: des Sozialismus und die drastische Veränderung der globalen Machtverhältnisse.

„Die Grundsätze der Gleichheit, Solidarität, Internationalität, sozialen Gerechtigkeit, des Rechts der Völker auf Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Souveränität waren Grundlage der Oktoberrevolution und sind auch weiterhin unsere“, schloss er.

An der Veranstaltung nahmen auch Mitglieder des Politbüros der Kommunistischen Partei Kubas, der Botschafter der Russischen Föderation in Havanna  Michail L. Kamynin und Vertreter des in Kuba akkreditierten diplomatischen Corps sowie Vertreter der der Revolutionären Streitkräfte, des Innenministeriums und der Jugend- und Massenorganisationen teil.