OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Alberto Borrego

Wenn man von einem unverfälschten Identifikationsraum für Geschäftsmöglichkeiten, für Konsolidierung von Handelsbeziehungen und für die Sondierung neuer Märkte redet, wird man unausweichlich die Internationale Messe von Havanna einbeziehen müssen, die vom 30. Oktober bis zum 3. November in ihrer 35. Auflage auf das Expocuba-Gelände zurückkehrt.

Diese Handelsmesse ist in den über drei Jahrzehnten ihrer Existenz zu einer der wichtigsten der Region geworden und mit den Worten von Orlando Hernández Guillén, Präsident der Handelskammer Kubas, „hat der kubanische Beitrag an Qualität zugelegt, weil unsere Gremien immer mehr Mühe aufwenden, eine aktive Rolle mit ständig neuen Angeboten zu spielen“.

Diesmal, so sagte er, werden im kubanischen Pavillon Repräsentanten von annähernd 300 Unternehmen anwesend sein, die sich ins breite Programm der FIHAV 2017 eingliedern werden, die Produkteinführungen, die Vorstellung eines neuen Geschäftsverzeichnisses, die Aktualisierung des Portfolios von Möglichkeiten zur Auslandsinvestition und die Abhaltung des II. Investitionsforums beinhalten werde.

Hernández Guillén wies darauf hin, dass unter den bilateralen Events von großer Tragweite die Begegnungen mit der russischen Delegation hervorstechen werden, fokussiert auf die Möglichkeiten der Arbeit im Rahmen des Transports und der mechanischen und Automobil-Industrie. Mit China werde man in gleicher Weise den Bilateralen Wirtschaftsausschuss durchführen.

Hernández Guillén zufolge sind außerdem Geschäftsrunden mit Teilnehmerländern vorgesehen, deren Anzahl in diesem Jahr bei über 60 liegen wird.

Laut dem Präsidenten der Kubanischen Handelskammer erwartet man den Besuch von mehr als 70 Delegationen homologer Einrichtungen aus 40 Ländern, mit denen Aktivitäten des Gedankenaustausches geplant sind sowie in einigen Fällen die Unterzeichnung von Absichtserklärungen oder Übereinkünften zum Zwecke der Vertiefung bilateraler Beziehungen. Ebenso nehmen 15 Delegationen auf Ministerialebene an der Messe teil.

Das Treffen, betonte er, müsse “weiterhin ein Szenarium der Kontakte sein, welches die Erkennung neuer Märkte, Partner und Lieferanten begünstigt und die Konsolidierung der bereits bestehenden. Es ist also kein Zufall, dass die Länder mit stärkerer kommerzieller Verbindung zu Kuba in ihrer Mehrheit deckungsgleich sind mit den am meisten vertretenen“.

In diesem Sinne wiederholte er, dass Kuba mit etwa 3.000 Unternehmen und über 150 Nationen Handel treibe, wobei die bedeutendsten Handelspartner China, Venezuela, Spanien, Deutschland, Frankreich und Russland seien.

Im Hinblick auf die Teilnahme von Entitäten der Vereinigten Staaten an der FIHAV 2017 sagte Hernández Guillén, das Unternehmertum sei sehr sensibel, was das Klima der Annäherung zwischen beiden Ländern angehe, das sich nach den Verlautbarungen Donald Trumps ungünstig entwickelt habe. Desungeachtet würden 16 US-Unternehmen zur Teilnahme erwartet wie auch der Besuch des Handelsrates Kuba-Vereinigte Staaten, der das ausgeprägte Interesse Mehrerer am Handel mit der Größten der Antillen bekräftigte.