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René González Barrios (links), empfing die Spende aus den Händen des Botschafter Spaniens in Kuba. Photo: Padrón, Abel

HAVANNA – Eine Sammlung von 204 Büchern, die im Zusammenhang mit militärischen und allgemeinen Themen der spanischen Geschichte stehen, wurde gestern dem Institut für Geschichte Kubas (IHC) während einer Zeremonie in dessen Sitz, dem Aldama Palast, übergeben.

Die Spende des Instituts für Militärische Geschichte und Kultur (IHCM) Spaniens beinhaltet neben weiteren als eines der ältesten Dokumente ein Faksimile des Textes „Tenientes Generales“ (Generalleutnants), Jahre 1851 bis 1856, der 1858 veröffentlicht wurde, während eines der aktuellsten den Titel „Los Marinos en la Orden de San Fernando“ (Die Seeleute des San Fernando Ordens) von 2011 trägt.

Juan José Buitrago, Botschafter Spaniens in Kuba, erwähnte, dass die Übergabe Teil einer Reihe von Veranstaltungen und des Austauschens zwischen beiden Einrichtungen ist, und bezog sich auf die im September 2016 unterzeichnete Absichtserklärung, die dem Ziel dient, die gegenseitige Zusammenarbeit zu festigen.

Der Diplomat wies darauf hin, dass es sich nicht um die erste noch um die letzte Spende handele, und unterstrich den Willen, die Verbindungen zu vertiefen, um die Geschichte tiefgründiger zu untersuchen, einer grundlegenden Disziplin, um die Identität der Länder und ihrer Völker kennen zu lernen.

René González Barrios, Direktor des IHC, dankte für die Geste des IHCM und sagte, nun sei notwendig, diese Anzahl von Quellen zu nutzen, die den kubanischen Historikern ab jetzt vorliege.

Er bestätigte, dass als Teil des bibliografischen Austauschs Kuba an das IHCM mehrere hunderte seltener und wertvoller Bücher über die Geschichte der Unabhängigkeitskriege des Karibiklandes gesendet habe, «ein wichtiger Beitrag, damit Spanien Zugang zu kubanischen Quellen hat».

Das spanische Institut übersandte nach Havanna bereits zu vorangehenden Zeitpunkten über die Hälfte der Dienstberichte der spanischen Generäle, gegen die die Kubaner in über 30 Jahren des Unabhängigkeitskrieges kämpften, sowie Filme, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Spanien über die Befreiungskämpfe in Kuba gedreht worden waren.

González Barrios kündigte an, dass beide Institute gemeinsame Forschungen und Projekte vornehmen werden. Dazu gehören unter anderem Studien über das Festungssystem von Havanna, die Vorbereitung eines biografischen Militärlexikons der spanischen Generäle in Kuba und ein Katalog der Kampfaktionen der Kriege der kubanischen Nation.