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Durch die Öffnung der Schleusen des Cayajaná beabsichtigen die Experten, ein Gleichgewicht zwischen dem ein- und abfließenden Wasser des Stausees zu erreichen. Photo: Reidel Gallo Rodríguez

SANCTI SPÍRITUS — Nach fast vier Jahren ohne Auslässe begann die Talsperre Zaza seit Mittwoch, ihr Wasser durch die Schleusen in den Fluss Cayajaná abzulassen, ein wahrhaft ungewöhnlicher Anblick für die Bewohner der Region, die im Verlaufe des Jahres 2017 mitansehen mussten, wie der Wasserspiegel des größten Stausees des Landes auf sein niedrigstes Niveau in den letzten dreißig Jahren gesunken war.

Die Behörden der Provinzdelegation des Nationalinstituts für Wasserressourcen (INRH) erläuterten, dass die Entscheidung aufgrund der angekündigten neuen Regenfälle in der Zentralregion des Landes und des gegenwärtigen Wasserstandes der Talsperre getroffen wurde. Nach den mit Hurrikan Irma verbundenen Regenfällen und darauf folgenden Zuflüssen befanden sich am gestrigen Nachmittag 942 Millionen Kubikmeter Wasser im Staubecken, was 92 % seiner projektierten Kapazität entspricht.

Yusliadys Lorenzo Coca, stellvertretende Delegierte des INRH in Sancti Spíritus, erklärte, dass für die Absicherung der Betriebskapazität in der Talsperre anfänglich die sechs Schleusen zum Fluss Cayajaná 60 Zentimeter hoch geöffnet wurden, womit der Abfluss von 360 Kubikmetern Wasser pro Sekunde gewährleistet wurde.

Bei Redaktionsschluss der Ausgabe erfuhr Granma, dass die Schleusen bis auf eine Höhe von 120 Zentimetern geöffnet worden waren, um die weiter eintreffenden Zuflüsse zu kompensieren.

Aufgrund dieser Operation besuchte Armeekorpsgeneral Joaquín Quintas Solá, Leiter der Strategischen Region der Zentralarmee, das Abflussgebiet und die Schutzwand und rief dazu auf, strikt das festgesetzte Protokoll für das Funktionieren der wichtigen Talsperre einzuhalten.

In Begleitung von José Ramón Monteagudo Ruiz, Vorsitzender des Verteidigungsrates der Provinz und Teresita Romero Rodríguez, stellvertretende Vorsitzende dieses Organs, erinnerte der Vizeminister der Revolutionären Streitkräfte an die Wichtigkeit, die Beobachtung des Staubeckens nicht außer Acht zu lassen und die Bedingungen bereit zu halten, falls die Tausenden Einwohner, die unterhalb der Talsperre wohnen, erneut evakuiert werden müssten.

Nach Einschätzung von Alberto Eirín, Delegierter für Wasserressourcen in Sancti Spíritus, könnte diese hydrologische Operation, die an der Zaza vorgenommen wird, noch bis zum kommenden Samstag andauern, obwohl dies immer von den kommenden Regenfällen im Wassereinzugsgebiet abhängig sei, das über 2 400 Quadratkilometer in den Provinzen Villa Clara und Sancti Spíritus umfasst.